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Flugbegleiter Lufthansa erkennt Gewerkschaftschefs weiterhin nicht an

Der Vorstand der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo buhlt seit Monaten um die Anerkennung der Lufthansa. Doch der Konzern ist nicht bereit zu verhandeln.
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Die Lufthansa lehnt es seit Monaten ab, mit der Ufo Tarifverhandlungen zu führen. Quelle: dpa
Gewerkschaftsstreik der Ufo

Die Lufthansa lehnt es seit Monaten ab, mit der Ufo Tarifverhandlungen zu führen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Lufthansa-Konzern erkennt den Vorstand der zerstrittenen Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo weiterhin nicht an. Daran ändert auch die Ankündigung des Amtsgerichts Darmstadt nichts, die nachnominierten Vorstandsmitglieder Daniel Flohr und Julia Trojan wie von der Gewerkschaft gewünscht ins Vereinsregister einzutragen.

Die von Ufo am Freitag verbreitete Entscheidung sei noch nicht endgültig, sagte eine Unternehmenssprecherin in Frankfurt. Ufo verfüge weiterhin nicht über einen funktionsfähigen Vorstand. Das Gericht war zunächst nicht für Nachfragen zu erreichen.

Lufthansa und ihre Tochter Eurowings lehnen es seit Monaten ab, Tarifverhandlungen mit der Ufo zu führen. Hintergrund ist ein heftiger Führungsstreit in der Spartengewerkschaft, in dessen Verlauf zahlreiche Mitglieder des Vorstands sowie auch des Beirates zurückgetreten sind. Unter ihnen ist auch der langjährige Gewerkschaftschef Nicoley Baublies. Unter seiner Führung hatte die Gewerkschaft in den vergangenen Jahren mit Streiks höhere Tarife für die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter des Dax-Konzerns durchgesetzt.

Baublies verkrachte sich im vergangenen Jahr mit seinem Vorstandskollegen Alexander Behrens. Es gab gegenseitige Vorwürfe der Untreue und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen. Baublies sagte nun, er werde den UFO-Vorstand vorerst nur beraten, beabsichtige aber eine neue Kandidatur zur regulären Vorstandswahl 2020.

Man werde den Konzern zur Wiederaufnahme der Verhandlungen auffordern, kündigte Gewerkschafts-Vize Flohr am Freitag an. „Der Konzern spielte und spielt auf Zeit, diese Strategie funktioniert jetzt nicht mehr, Lufthansa sollte im Interesse aller wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren“, hieß es in einer Mitteilung. Zur Frage möglicher Streiks erklärte Flohr, es komme jetzt darauf an, ob auch die Lufthansa wieder zum Verhandeln bereit sei.

Eskalationen sollten vermieden werden, politische Machtkämpfe schadeten dem mit schwindenden Gewinn kämpfenden Unternehmen nur. „Unser Friedensangebot war und ist ernst gemeint“, erklärte Flohr. Er kündigte an, dass in der kommenden Woche vier weitere Vorstände nachnominiert würden. Auch dieser Schritt trifft auf die Kritik der Lufthansa, die die Ufo erneut aufforderte, satzungskonform einen komplett neuen Vorstand aufzustellen.

Mehr: Lesen Sie hier, weshalb der Ertrag der Lufthansa im ersten Halbjahr um 60 Prozent eingebrochen ist

  • dpa
  • rtr
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