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Flugbranche Air France holt gegen Widerstand der Gewerkschaften Benjamin Smith als Chef

Der Neue kommt von Air Canada – und das schmeckt Frankreichs Gewerkschaften gar nicht: Ben Smith wird neuer Chef von Air France-KLM.
16.08.2018 Update: 16.08.2018 - 20:58 Uhr Kommentieren
Der Kanadier ist noch zweiter Konzernchef bei Air Canada. Quelle: Reuters
Benjamin Smith

Der Kanadier ist noch zweiter Konzernchef bei Air Canada.

(Foto: Reuters)

Paris Bei der von einem Tarifkonflikt gelähmten Fluggesellschaft Air France-KLM übernimmt der kanadische Manager Benjamin Smith das Ruder. Die bisherige Nummer zwei von Air Canada soll spätestens von Ende September an die Geschäfte führen, wie das französisch-niederländische Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte. Smith tritt damit die Nachfolge des im Mai zurückgetretenen Konzernchefs Jean-Marc Janaillac an. Gewerkschaften in Frankreich hatten sich zuvor kritisch zur Ernennung eines nicht-französischen Chefs geäußert.

Französische Gewerkschaften waren zuvor Sturm gegen die mögliche Ernennung des Kanadiers gelaufen. Es sei „unvorstellbar“, dass Air France „in die Hände eines ausländischen Managers fällt“, dessen Kandidatur angeblich von einem Konkurrenzkonzern unterstützt werde, teilte ein Bündnis aus neun Gewerkschaften am Donnerstag mit. Es verwies damit auf die US-Fluggesellschaft Delta, die 8,8 Prozent an Air France-KLM hält.

Wirtschaftsminister Bruno Le Maire bestätigte vor Journalisten, dass der Verwaltungsrat von Air France-KLM sich am Donnerstagabend zu der Personalie äußern werde. Ohne explizit Smiths Namen zu nennen, sagte er, die ins Auge gefasste Person habe den Umbau von Air Canada geschafft und ein „exzellentes Profil“. Frankreich hält gut 14 Prozent an der französisch-niederländischen Fluggesellschaft.

Die Gewerkschaften argumentierten, andere Länder legten bei ihren Fluggesellschaften einen „hartnäckigen Protektionismus“ an den Tag. „Wie kann man es in diesem Kontext (...) zulassen, dass Air France in ausländische Hände fällt?“

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    Ein monatelanger Streit zwischen Gewerkschaften und Management über die künftige Bezahlung bei der französischen Sparte Air France hatte das Unternehmen in schwere Turbulenzen gebracht. Insgesamt gab es 15 Streiktage, die den Konzern im ersten Halbjahr 335 Millionen Euro kosteten. Janaillac trat ab, nachdem die Mitarbeiter den jüngsten Gehaltsvorschlag in einer Abstimmung abgelehnt hatten. Seitdem wird Air France-KLM von einem Übergangsteam geführt.

    • dpa
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