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Fluggesellschaft Air France-KLM hat den Gewinn mehr als verdoppelt

Der neue Konzernchef Benjamin Smith präsentiert direkt gute Zahlen. Das Sparprogramm von Air France-KLM ist aber nicht der einzige Grund.
Update: 20.02.2019 - 11:46 Uhr Kommentieren
Der Air-France-KLM-Chef hat zurecht gute Laune, sein Unternehmen präsentierte starke Zahlen. Quelle: AP
Benjamin Smith

Der Air-France-KLM-Chef hat zurecht gute Laune, sein Unternehmen präsentierte starke Zahlen.

(Foto: AP)

ParisDie Fluggesellschaft Air France-KLM hat trotz eines turbulenten Sommers mit Chefwechsel und Streiks in Europa im abgelaufenen Jahr mehr verdient. Unter dem Strich blieb 2018 ein Gewinn in Höhe von 409 Millionen Euro und damit deutlich mehr als ein Jahr zuvor mit 163 Millionen, wie der französisch-niederländische Konzern am Mittwoch in Paris mitteilte.

Dazu hätten auch Kosteneinsparungen beigetragen. Allerdings waren im Vorjahr hohe Einmalkosten angefallen.

Dabei konnte die Fluggesellschaft die kräftig gestiegenen Treibstoffkosten im laufenden Geschäft teilweise wettmachen. Doch die Kerosinrechnung dürfte weiter deutlich steigen. Schon für 2019 erwartet der neue Vorstandschef Benjamin Smith einen Anstieg der Treibstoffkosten um 650 Millionen auf 5,6 Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr steigerte Air France-KLM den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dank gestiegener Ticketpreise und besser ausgelasteter Flugzeuge um 2,5 Prozent auf 26,5 Milliarden Euro. Die Fluggesellschaften des Konzerns beförderten 2018 erstmals mehr als 100 Millionen Passagiere.

Auch an Air France-KLM ging das Flugchaos in Europa mit Fluglotsenstreiks nicht spurlos vorüber. Zudem belasteten die steigenden Treibstoffkosten.

Der Kanadier Smith hatte im September den Chefposten bei Air France-KLM übernommen. Er folgte damit dem Franzosen Jean-Marc Janaillac, der vor dem Hintergrund eines Gehaltsstreits mit französischen Gewerkschaften zurückgetreten war.

Smith will den Luftfahrtkonzern durch bessere Zusammenarbeit seiner beiden großen Airlines auf niedrigere Kosten trimmen. Flotten, Flugpläne und Allianzen mit anderen Airlines sollen schrittweise harmonisiert werden.

Der Einkauf werde gebündelt, Kundendaten sollen gemeinsam genutzt werden. „Diese ersten Erfolge ebnen unserem Anspruch den Weg, eine führende Position in Europa und weltweit zurückzugewinnen“, erklärte Smith am Mittwoch.

Streit mit KLM beigelegt

Der ehemalige Air-Canada-Manager will die vor knapp 15 Jahren verschmolzenen und noch immer unharmonischen Hauptmarken durch eine neue Führungsstruktur besser steuern. Dazu berief er die Airline-Chefs Pieter Elbers von KLM und Anne Rigail von Air France als seine Stellvertreter zusammen mit Finanzvorstand Frederic Gagey in ein neues oberstes Leitungsgremium.

Bei KLM sorgt die Schwäche der Schwester aus Frankreich schon länger für Unmut: die niederländische Airline glänzte 2018 mit einer operativen Rendite von 9,8 Prozent, während Air France nur 1,7 Prozent vom Umsatz an Betriebsgewinn erzielte.

KLM-Chef Elbers hatte sich gegen Smiths Integrationspläne gewehrt. Denn durch den gemeinsamen Führungszirkel wird die Selbstständigkeit der beiden Marken beschränkt. Elbers Verbleib nach dem Ende seines Vertrages im April stand wegen des Streits auf der Kippe. Von den rund 35.000 Beschäftigten der KLM unterschrieben 25.000 einen Aufruf, Elbers im Amt zu lassen.

Auch die niederländische Regierung schaltete sich ein und führte mit Smith nach Worten von Finanzminister Wopke Hoekstra intensive Gespräche über die Interessen der KLM. Elbers wurde vom Verwaltungsrat am Dienstag erneut zum KLM-Chef berufen.

Smith gelang es zudem, den Tarifkonflikt endgültig beizulegen. Am Dienstag unterschrieb die französische Pilotengewerkschaft SNPL einen Tarifvertrag über eine Gehaltserhöhung von 4,3 Prozent. Im Gegenzug akzeptierten die Air-France-Piloten flexiblere Regeln, die das Teilen von Routen mit KLM erleichtern.

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  • dpa
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