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Fluggesellschaft British Airways soll Millionenstrafe wegen gestohlener Daten zahlen

Die britische Datenschutzbehörde verhängt nach dem Hackerangriff im vergangenen Sommer eine Rekordstrafe gegen die Airline: Sie fordert über 200 Millionen Euro von British Airways.
Update: 08.07.2019 - 09:45 Uhr Kommentieren
British Airways muss 183 Millionen Pfund Strafe zahlen Quelle: AP
British-Airways-Maschinen

Im Herbst wurde bekannt, dass Kriminelle Kundendaten der Airline gestohlen hatten.

(Foto: AP)

London Der Hackerangriff auf British Airways im vergangenen Jahr hat für die Airline wohl ein teures Nachspiel: Die britische Datenschutzbehörde ICO (Information Commissioner's Office) hat gegen die Fluggesellschaft eine Strafe in Höhe von 183 Millionen Pfund, umgerechnet rund 204 Millionen Euro, verhängt – für die ICO ist das eine Rekordsumme.

Der Betrag entspricht 1,5 Prozent des weltweiten Umsatzes von British Airways im vergangenen Geschäftsjahr. Die bislang höchste Strafe des ICO betrug eine halbe Million Pfund, die vergangenen Herbst gegen den US-Internetgiganten Facebook verhängt worden war.

Er sei „überrascht und enttäuscht“ über diese Entscheidung, erklärte British-Airways-Chef Alex Cruz. Man habe bei dem Hackerangriff schnell reagiert und keine Hinweise auf betrügerische Aktivitäten gefunden.

Bei dem Vorfall, den British Airways als „raffinierte, bösartige Hackerattacke“ bezeichnet hatte, waren vom 21. August bis zum 5. September auf der Website und in der App Namen und Zahlungsinformationen von bis zu 500.000 Kunden abgegriffen worden, inklusive deren Kreditkartennummern und Sicherheitscodes. Die Kunden mussten bei ihren Banken neue Kreditkarten anfordern.

Schuld an dem Vorfall seien „schwache Sicherheitsvorkehrungen“ bei der Airline gewesen, so die Behörde ICO. „Die persönlichen Daten von Menschen sind genau das: persönlich. Wenn eine Organisation sie nicht vor Verlust, Beschädigung oder Diebstahl schützt, ist das mehr als eine Unannehmlichkeit“, sagte die britische Datenschutzbeauftragte Elizabeth Denham der ICO-Mitteilung zufolge.

Willie Walsh, der Chef der British-Airways-Mutter IAG, will die Entscheidung der britischen Datenschützer nicht hinnehmen: „Wir werden alle geeigneten Schritte unternehmen, um die Position der Fluggesellschaft energisch zu verteidigen, einschließlich etwaiger erforderlicher Einsprüche“, sagte er.

Der Datenklau im vergangenen Jahr war nicht der erste Vorfall, der British-Airways-Kunden verärgert hatte. Ein Jahr zuvor hatte ein Ausfall des IT-Systems zu chaotischen Zuständen an den Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick geführt. 700 Flüge fielen aus, 75.000 Passagiere mussten stundenlang vor dem Gebäude warten, saßen in Maschinen auf dem Rollfeld fest oder mussten ohne ihre Koffer verreisen –wenn ihre Flüge nicht gleich ganz gestrichen wurden.

Zudem geriet British Airways 2018 in die Schlagzeilen, weil gut 2 000 Flugtickets nach Dubai und Tel Aviv für den Preis von einem Pfund verkauft wurden, die die Airline zur Empörung vieler Kunden stornierte.

Mehr: Jetblue, eine Billigfluggesellschaft aus den USA, will Langstreckenverkehre nach Großbritannien starten. Damit greift sie vor allem British Airways an.

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