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Fluggesellschaft Emirates kürzt Dreamliner-Bestellung bei Boeing

Boeing kämpft weiter mit Problemen: Großkunde Emirates hat nun seine Bestellungen gekürzt. Die Boeing 737 NG soll dagegen überarbeitet werden.
20.11.2019 Update: 20.11.2019 - 11:05 Uhr Kommentieren
Der Listenpreis des Auftrags beträgt laut der Fluggesellschaft 8,8 Milliarden Dollar. Quelle: Norwegian Air Shuttle ASA
Boeing 787 Dreamliner

Der Listenpreis des Auftrags beträgt laut der Fluggesellschaft 8,8 Milliarden Dollar.

(Foto: Norwegian Air Shuttle ASA)

Dubai Der Flugzeugbauer Boeing muss sich mit weniger Bestellungen der Fluggesellschaft Emirates begnügen als ursprünglich gedacht. Auf der Luftfahrtmesse in Dubai orderte Emirates zwar 30 Langstreckenjets vom Typ 787 „Dreamliner“, wie die arabische Airline am Mittwoch mitteilte. Allerdings hatte Emirates zuvor eine Absichtserklärung über 40 Maschinen der Reihe abgegeben. Der Listenpreis des Auftrags beträgt laut der Fluggesellschaft 8,8 Milliarden Dollar (7,9 Milliarden Euro).

Zudem strich das Unternehmen eine bestehende Bestellung über 150 Großraumjets vom Typ Boeing 777X auf 126 Exemplare zusammen.

Am Montag hatte Emirates bereits bekannt gegeben, einen Auftrag an Airbus umgewandelt zu haben: Eine Bestellung von 50 Airbus A350 zum Listenpreis von 16 Milliarden Dollar ersetzte einen Auftrag über 70 Airbus-Flugzeuge mit einem Listenpreis von 21,4 Milliarden Dollar.

Auf der Luftfahrtmesse in Dubai rangen sich erste Fluggesellschaften wieder zum Kauf von Boeings Katastrophenjet 737 Max durch, für den seit März nach zwei Abstürzen mit 346 Todesopfern ein weltweites Flugverbot gilt. Weitere Gespräche mit Kunden laufen. Wann die Maschinen der Reihe wieder abheben dürfen, ist jedoch immer noch unklar.

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    Der Flugzeugbauer hatte nach einem tödlichen Zwischenfall bei seinem Mittelstreckenjet 737 NG angekündigt, die Triebwerke von tausenden Maschinen in aller Welt überarbeiten. Die US-amerikanische Verkehrsaufsichtsbehörde NTSB empfahl, dass Boeing die vordere Verkleidung der Turbinen so verändert, dass gebrochene Teile aus dem Inneren nicht mehr nach außen geschleudert werden können. Boeing kündigte in der Nacht zum Mittwoch an, den Empfehlungen zu folgen. Weltweit könnten davon rund 7000 Flugzeuge betroffen sein.

    Bei dem Unfall einer Maschine der US-Fluggesellschaft Southwest Airlines im April 2018 war ein Schaufelblatt der Turbine gebrochen. Teile des Triebwerks trafen den Flugzeugrumpf. Eine Passagierin wurde fast aus dem Fenster gerissen und starb später an ihren Verletzungen. Weitere Menschen kamen mit leichten Verletzungen davon. Die Piloten konnten die Maschine in Philadelphia notlanden.

    Die Behörde NTSB kann Boeing die Maßnahmen nicht direkt vorschreiben. Sie riet der US-Flugaufsicht FAA, den Flugzeugbauer zu entsprechenden Verbesserungen bei noch zu bauenden Jets zu verpflichten. Betroffenen Fluggesellschaften solle eine Nachrüstung vorgeschrieben werden. Hinweise gingen auch an die europäische Flugaufsicht EASA.

    Die Triebwerke des Flugzeugtyps stammen von dem Hersteller CFM International, einem Gemeinschaftsunternehmen des US-Konzerns General Electric und des französischen Konzerns Safran. Die Boeing 737 NG (Next Generation) ist die Vorgängerin der Neuauflage 737 Max. Vom Flugverbot für die 737 Max, die seit März nach zwei Abstürzen weltweit am Boden bleiben muss, ist sie nicht betroffen. Allerdings machte zuletzt auch die Probleme. An mehreren Maschinen wurden Haarrisse entdeckt an der Stelle, an der die Tragflächen am Rumpf befestigt sind.

    Mehr: Airbus erhält viele neue Bestellungen. Die Auftragslage bei Jets für die Mittelstrecke ist prächtig, doch bei der Langstrecke fehlt die Nachfrage.

    • ap
    • dpa
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