Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Fluggesellschaft Lufthansas Air-Berlin-Deal wird immer teurer

Bei der Lufthansa explodieren die Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme von Teilen der insolventen Air Berlin.
Kommentieren
Lufthansa: Air-Berlin-Deal wird immer teurer Quelle: Reuters
Lufthansa

Die deutsche Airline sieht sich mit steigende Kosten konfrontiert.

(Foto: Reuters)

Lufthansa hatte den Deal zur Übernahme von Air Berlin-Flugzeugen und Flughafen-Slots als einmalige Gelegenheit, das Inlandsgeschäft zu stärken, bezeichnet. Jüngste Kommentare von Führungskräften zeigen jedoch, dass der Aufwand für eine unerwartete Instandhaltung der Flugzeuge und das Leasing von Ersatzflugzeugen dazu geführt haben, dass der Preis über die ursprünglichen Schätzungen hinaus geklettert ist.

Finanzvorstand Ulrik Svensson sagte letzte Woche, 80 Millionen Euro seien keine schlechte Annahme für die Ausgaben im ersten Quartal im Zusammenhang mit dem Kauf, und mehr sei im laufenden Dreimonatszeitraum zu erwarten. HSBC-Analyst Andrew Lobbenberg veranschlagt für das zweite Quartal weitere 70 Millionen Euro für Air Berlins ehemalige Jets.

Dem steht eine vorherige Prognose des Finanzvorstands von einmaligen Kosten für das gesamte Jahr 2018 im zweistelligen Millionenbereich gegenüber – genug, um Mitarbeiter zu schulen und Flugzeuge anzustreichen. Lufthansa hat den Insolvenzverwaltern 24 Millionen Euro für die Übernahme und rund 1 Milliarde Euro an Air Berlin-Flugzeug-Leasinggeber bezahlt.

Die Kosten haben bereits dazu beigetragen, dass der Lufthansa-Billigflieger Eurowings, der etwa die Hälfte der früher von Air Berlin eingesetzten Schmalrumpf-Flugzeuge integriert, tiefer in die roten Zahlen geriet.

Eurowings hat gesagt, dass alle Triebwerke der Air Berlin-Maschinen zur Wartung gegeben werden, um sicherzustellen, dass sie ihrem Standard entsprechen. Das bedeutet, dass die Mechaniker für die Inspektion und eventuell auch die Reparatur von Turbinen bezahlt werden müssen, ebenso wie Konkurrenten, um während der unerwarteten Ausfallzeiten geleaste Jets anbieten zu können.

Durch die Übernahme der Air-Berlin-Jets und Slots konnte Eurowings zur drittgrößten Billig-Fluglinie in Europa aufsteigen. Svensson sagte jedoch, dass die zusätzlichen Flugzeuge etwas zu früh gekommen seien und zu den bereits laufenden Anlaufarbeiten und Integrationsbemühungen einer anderen Akquisition, der Brussels Airlines, hinzu kamen.

Der Wartungsbedarf an den erworbenen Air-Berlin-Jets ist mitverantwortlich für eine Verlangsamung des geplanten Wachstums von Eurowings. Die verfügbaren Sitzplatzkilometer, ein Maß für die angebotene Kapazität, werden in diesem Jahr nach Unternehmensangaben um 11 Prozent steigen. Eine frühere Prognose lautete noch auf 13 Prozent. Die Fluggesellschaft verlagert zudem das Wachstum von Asien nach Nordamerika.

Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr hat indes gesagt, dass Eurowings sowohl auf der Lang- als auch auf der Kurzstrecke ein „hoch profitables Geschäft“ werden wird, sobald es von der Expansion zur Effizienzsteigerung übergehen kann.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • Bloomberg
Startseite

Mehr zu: Fluggesellschaft - Lufthansas Air-Berlin-Deal wird immer teurer

0 Kommentare zu "Fluggesellschaft: Lufthansas Air-Berlin-Deal wird immer teurer"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.