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Fluggesellschaft Über 30 Interessenten für insolvente Berliner Airline Germania

Für die Beschäftigten der zahlungsunfähigen Airline gibt es Grund zur Hoffnung: Mehr als 30 potenzielle Investoren haben ihr Interesse an Germania bekundet.
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Ein Airbus A321-200 der Berliner Airline beim Start vom Düsseldorfer Flughafen. Quelle: Reuters
Germania

Ein Airbus A321-200 der Berliner Airline beim Start vom Düsseldorfer Flughafen.

(Foto: Reuters)

BerlinFür die insolvente Fluggesellschaft Germania zeichnet sich ein Hoffnungsschimmer ab. Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg teilte am Donnerstagabend nach einer Sitzung des vorläufigen Gläubigerausschusses mit, dass es über 30 Interessenten für die Airline gebe.

„Mehr als zehn davon haben bereits eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterzeichnet und prüfen aktuell die Zahlen und Daten des Unternehmens im Rahmen einer Kaufprüfung.“ Bei den Interessenten handele es sich vor allem um strategische Investoren, das heißt Unternehmen aus der Branche. Nähere Details nannte Wienberg nicht. Die Gläubiger hätten sich einstimmig für eine Investorenlösung ausgesprochen.

Als mögliches Sanierungsszenario komme vor allem eine Konzentration auf lukrative Strecken mit einer reduzierten Flotte infrage. „Nicht alle Germania-Strecken sind ein Verlustgeschäft“, sagte Wienberg.

Das Insolvenzverfahren biete Investoren die Möglichkeit, den rentablen Teil des Geschäftsbetriebs mit profitablen Slots und ohne Altlasten zu übernehmen. In den nächsten Tagen solle der Investorenprozess zügig vorangetrieben werden.

„Es liegt auf der Hand, dass die Chancen auf eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs mit der Zeit nicht besser werden. Deshalb verhandeln wir mit Hochdruck. Germania hat einen sanierungswürdigen Kern, das zeigen die Unternehmenszahlen, und das zeigt auch das hohe Interesse der Investoren“, sagte Wienberg weiter.

Germania war unter dem Druck sinkender Ticketpreise, schwacher Auslastung im Winter und gestiegener Treibstoffkosten das Geld ausgegangen. Anfang Februar meldete der Charterflieger Insolvenz an und stellte sofort den Flugbetrieb ein. Von der Insolvenz betroffen sind knapp 1.700 Beschäftigte, darunter etwa 400 Piloten und 580 Flugbegleiter. 22 von insgesamt 27 Germania-Flugzeugen stehen offenbar auch weiterhin zur Verfügung. Alle Flugzeuge sind geleast und gehören nicht Germania.

Branchenkenner hatten sich zuletzt eher skeptisch zu den Perspektiven von Germania geäußert. Kleinere Airports, die besonders unter dem Wegfall von Germania-Flügen leiden, haben zum Teil bereits Ersatz gefunden. So will der Charterflieger Corendon Airlines etwa von den Flughäfen Bremen und Münster/Osnabrück aus Ferienziele anfliegen. Bremen und der Airport in Dresden bieten künftig auch Verbindungen der Stralsunder Fluggesellschaft Sundair an.

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  • rtr
  • dpa
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