Flughafen-Bodenpersonal Streikgefahr in Berlin ist gebannt

Wende im Tarifstreit an den Berliner Flughäfen: Das Bodenpersonal und die Arbeitgeber kamen zu einer Einigung. Ein neuer Vertrag soll den Konflikt beenden. Nun fehlt nur noch die Zustimmung der Verdi-Mitglieder.
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Der Tarifstreik hatte den Flugverkehr in Berlin nahezu lahmgelegt. Doch nun können Passagiere aufatmen. Quelle: dpa
Berliner Flughäfen

Der Tarifstreik hatte den Flugverkehr in Berlin nahezu lahmgelegt. Doch nun können Passagiere aufatmen.

(Foto: dpa)

BerlinIm Tarifstreik an den Berliner Flughäfen gibt es eine Einigung. Nach drei Streiktagen, vier Vermittlungstagen und einer 17-stündigen Sitzung haben sich die Arbeitgeber und die Gewerkschaft geeinigt. Wie Verdi am Dienstagmorgen mitteilte, haben sich beide Seiten in der Nacht auf einen neuen Vertrag verständigt.

Dieser habe eine Laufzeit von drei Jahren und ein Volumen von etwa 14 Prozent, teilte die Gewerkschaft mit. Die Stundenlöhne sollten demnach bis 2019 in vier Schritten steigen, in einigen Vergütungsgruppen um bis zu 1,90 Euro. Mehr als 2000 Angestellte der fünf Firmen, die Bodenverkehrsdienste anbieten, profitieren nach Gewerkschaftsangaben von der Einigung.

„Wir mussten umfangreiche und auch schmerzliche Kompromisse eingehen, um die Lösung zu ermöglichen, aber auch die Arbeitgeber haben sich schließlich bewegt“, kommentierte Verdi-Verhandlungsführer Enrico Rümker den Kompromiss. Der ehemalige Berliner Innensenator Ehrhart Körting hatte in dem festgefahrenen Tarifstreit geschlichtet. Vier Vermittlungstage waren nötig, bis sich die Parteien am frühen Dienstagmorgen schließlich nach 17-stündiger Verhandlung einigten.

Die guten und die ganz schlechten Flughäfen
Platz 29: Flughafen Mannheim
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Eine Dornier 328 steht vor dem Tower und der Abflughalle des Mannheimer Flughafens (Archivbild). Der Airport weist laut der Studie teils erhebliche Mängel auf. Demnach fehlen an den Start- und Landebahnen dringend notwendige Auslaufzonen. Note: 3,6.

Die Betreibergesellschaft des Mannheimer City Airports kritisierte, dass der Check nur die reinen Ausstattungsmerkmale berücksichtige, nicht aber die Verkehrsmenge, die individuellen Maßnahmen zur Risikoabwehr oder das besondere Training der Crews. Die in Mannheim nicht vorhandenen Freiflächen würden durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen kompensiert, die es an anderen Flugplätzen so nicht gebe.

Platz 28: Flughafen Heringsdorf
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Der Regionalflughafen in Heringsdorf auf der deutschen Insel Usedom ist einer der ältesten Flughäfen Deutschlands. Er wurdet 1925 eröffnet. Er ist als Verkehrsflughafen klassifiziert und liegt auf dem Gebiet der Gemeinden Garz und Zirchow. Zum Flugangebot zählen innerdeutsche Linienflüge, Charterflüge zu ausländischen Zielen für Urlauber und Geschäftsreisende sowie Rundflüge. Note: 2,9.

Platz 28: Flughafen Memmingen
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Der 2004 als Verkehrsflughafen zugelassene Platz in Memmingen, auch Flughafen Allgäu, ist der kleinste seiner Art in Bayern, und der am höchsten gelegene Airport in Deutschland. Note: 2,9.

Platz 26: Flughafen Lübeck
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Was für Mannheim gilt, gilt auch für den Flughafen Lübeck. Die von der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) geforderte Auslaufzone am Ende der Landebahn sorgt dafür, dass ein Flugzeug im Fall eines Hinausrollens über die Piste abgebremst wird. In Lübeck mangelt es daran. „Trotzdem ist das Gesamtbild auch an diesen Flughäfen noch befriedigend“, sagte Studienautor und Flugkapitän Wolfgang Starke. Note: 2,9.

Platz 25: Flughafen Saarbrücken
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Der Airport Saarbrücken-Ensheim (Archivbild) ist defizitär und wäre 2014 fast geschlossen worden. Doch dann fiel die Entscheidung gegen den Flughafen im nur 30 Kilometer entfernten Zweibrücken aus – gut für Saarbrücken. Note: 2,5.

Platz 25: Flughafen Weeze
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Für die mangelhafte Auslaufzone auf dem Flughafen Weeze vergibt die Vereinigung Cockpit die Schulnote 4,0. Alle anderen Kriterien werden besser bewertet. Deswegen reicht es für die Note: 2,5.

Platz 25: Flughafen Westerland
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Der Flughafen Westerland auf Sylt liegt zwei Kilometer östlich des Zentrums des Hauptortes im Ortsteil Tinnum. Air Berlin fliegt Sylt ganzjährig ab Düsseldorf bis zu dreimal täglich an. Kritik der Tester: die Landebahnen und die Parkmöglichkeiten für die Flieger. Note: 2,5.

Die Arbeitgeberseite zeigte sich erleichtert. „Wir danken Herrn Körting für seine Rolle als Mediator in dem doch sehr festgefahrenen Tarifkonflikt“, sagte ein Sprecher des Forums der Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg, in dem die an den Flughäfen tätigen Unternehmen organisiert sind. „Die Unternehmen mussten dafür an die äußerste Grenze gehen, was noch leistbar ist - und teilweise auch darüber hinaus.“

Um den Konflikt endgültig beizulegen ist nun noch die Zustimmung der Verdi-Mitglieder nötig. Die Urabstimmung soll nach Gewerkschaftsangaben in der kommenden Woche stattfinden. Nach zwei Warnstreiks im Februar hatten die Verdi-Mitglieder Anfang März mit großer Mehrheit für einen Streik gestimmt. An drei Tagen legten sie danach die Arbeit nieder und die Berliner Flughäfen damit größtenteils lahm.

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  • dpa
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