Flughafen Frankfurt Gewerkschaft erhöht im Tarifstreit die Forderungen

Der Tarifkonflikt am Frankfurter Flughafen gewinnt an Schärfe. Die Parteien scheinen heillos zerstritten. Beide Seiten sehen den Ball auf der jeweils anderen Seite – und glauben einander nichts mehr.
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Hunderte Flugausfälle in Frankfurt

Düsseldorf/FrankfurtIm Streit um die Tarifverhandlung des Vorfeldpersonals am Flughafen Frankfurt scheint keine schnelle Lösung in Sicht. Der Flughafenbetreiber Fraport und die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) fordern einander gegenseitig auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren – keiner will jedoch den ersten Schritt machen.

Wie die Forderungen der Gewerkschaft lauten, ist dabei unklarer denn je. Die GdF hatte den Schlichterspruch des früheren Ersten Bürgermeisters von Hamburg, Ole von Beust, offiziell angenommen, während Fraport ihn nicht akzeptiert hatte. Noch am Freitagmorgen hatte der GdF-Verhandlungsführer Dirk Vogelsang betont, dass bereits ein Kompromiss ausgehandelt worden sei: „Wir haben ein Schlichtungsergebnis." Verhandlungen mit Fraport könnten nur auf Basis dieses Ergebnisses stattfinden, so Vogelsang weiter.

In der Ankündigung der Arbeitskampfmaßnahmen stellt die Gewerkschaft als Grundlage für weitere Verhandlungen jedoch neue Forderungen auf. In dem Schreiben, das Handelsblatt Online exklusiv vorliegt, wird die Verkürzung der Laufzeit des Tarifvertrages auf zwei Jahre gefordert. Der Schlichterspruch enthält dagegen eine Laufzeit von vier Jahren.

Außerdem verlangt die GdF in dem Schreiben die „Umsetzung der Entgelttabellen zu 100 Prozent ab Beginn der Laufzeit“ sowie einen früheren Beginn der Nachtarbeit um 20 Uhr. Im Spruch des Schlichters werden die Entgelte im ersten und im dritten Jahr jeweils um 50 Prozent der Gesamtsteigerung angehoben. Als Beginn der Nachtarbeit ist zunächst für zwei Jahre 21 Uhr und danach 20 Uhr vorgesehen.

Fraport-Sprecher Jürgen Harrer stellt die Glaubwürdigkeit der Gewerkschaft deshalb in Frage: „Die GdF hat sich vom Schlichterspruch ebenfalls verabschiedet. Die Forderungen sind nun deutlich höher.“

Der Flughafenbetreiber war mit seinem Angebot unter von Beusts Vorschlag geblieben. „Der Schlichterspruch ist keine Option für uns, weil er das Gehaltsgefüge am Frankfurter Flughafen sprengen würde“, erläutert Harrer im Gespräch mit Handelsblatt Online. Die GdF solle „sich wieder an den Verhandlungstisch setzen und dann auch kompromissbereit sein“.

GdF sieht sich „nicht in der Bringschuld“
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6 Kommentare zu "Flughafen Frankfurt: Gewerkschaft erhöht im Tarifstreit die Forderungen"

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  • Es ist immer erschütternd, wie wenig die Menschen von Wirtschaft verstehen. Solche Lohnsteigerungen, egal in welchem Sektor, was glauben Sie denn, wer die am Ende bezahlt? Nicht Unternehmen, nicht der Staat oder Dagobert Duck, jeder Konsument, jeder Reisende zahlt das. Es kann nur so funktionieren. Und wenn der Job zu teuer wird, dann geht er entweder nach China, wird automatisiert oder plattgemacht. Und das ist auch gut so.

  • Es ist immer erschütternd, wie wenig Ahnung die Kommentatoren von wirtschaftlichen Zusammenhängen haben.
    Was glauben Sie denn, wer das ganze bezahlt? Jeder, der den Flughafen Frankfurt in Zukunft benutzen wird. Nicht 'die Unternehmen', 'der Staat' oder Dagobert Duck. Und wenn es zu teuer wird, dann geht der Job eben nach China oder wird plattgemacht. Und das ist völlig richtig so.

  • Zum Glück gibt es immer noch Leute (leider viel zu wenige) die
    dem erbärmlichen Treiben der Politik den Spiegel vorhalten, -
    auch wie Ulrich Schneider (Armes Deutschland)
    Wisst ihr überhaupt wo die 37,5/40 Std.-Woche, Bezahlter Urlaub,
    Lohnfortzahlung bei Krankheit , Montanmitbestimmung,
    Betriebsverfassungsgesetz 5-Tagewoche, das 13. Monatsgehalt usw.
    herkommt, - denkt Ihr wohl das hat uns Dieter Hundt geschenkt?
    Das haben unsere Väter Erkämpft und manche haben dabei ihr
    Leben geopfert.
    D. Hundt, und Leute diesen „Kalibers“ haben es zu verantworten das
    wir in D einen Fachkräftemangel haben, im Bildungswesen gespart,
    Ausbildungspackt ( „wer eine Lehrstelle bekommt bestimme ich“ ).
    aber den Unternehmen und Aktionäre Steuererleichterungen und
    Dividenden in den Rachen werfen, - dafür steht der Hundt.
    Aber aus den „ABFALL-LÄNDER“ die Fachkräfte abwerben und
    diese weiter ausbluten lassen dafür stehen diese „ELITENKÖPFE“.
    Und was machen die Gewerkschaften, schauen nur zu, lassen sich
    mit 2 – 3 Proz. abspeisen während die Gewinne der Unternehmen
    z.Zt.100% übersteigen ist das die pure Verhöhnung – Entlohnung
    nach Gutsherrenart.
    Die Inflationsrate übersteigt die Gehaltsanhebung bevor man sie bekommt.
    Nach Jahrzenten der „verordneten“ Lohnzurückhaltung ist ein berechtigter
    Lohzuwachs von 25 – 30 % einzufordern!!

  • TEIL 2 Es wird doch von Westerwelle FDP (18% Partei) stets propagiert:
    „ ARBEIT MUSS SICH LOHNEN“ früher hieß es: „ ARBEIT MACHT FREI“
    Leute wie Heinz Kluncker , hatten gewerkschaftlich noch was auf die Beine
    gestellt, die ließen sich nicht in die Tasche stecken, oder auf Lustreisen schicken. Mitgliederschwund kannte man nicht, im Gegenteil, - und den Dieter Hundt hätte
    der an die „Leine“ genommen.
    Es ist nicht nur legitim sondern eine Pflicht sich gegen diese Ausbeutung
    und Versklavung entgegen zu stemmen!
    Und Heute, die Medien manipulieren das Volk als ob ein Streik eine Straftat
    wäre. „Friedenpflicht“ ist nichts anderes als Streikverbot.
    Ein Generalstreik (VERBOTEN IN DEUTSCHLAND SEIT 1955 !!) würde
    so einigen den Kopf wieder zurechtrücken.
    Wir haben nicht nur eine Diktatur der Banken und Spekulantentums,
    auch die DAX – Unternehmen „hauen in die selbe Kerbe“
    Mensch „Michel“ wach auf, es ist Dein Recht dich zu wehren, schau mal
    über’n Tellerrand - ins Ausland, da kannst Du sehen wie es gemacht wird.
    Aber was will man schon erwarten, wenn man bedenkt das die BRD
    weniger für Bildung ausgibt (BIP) als eines der ärmsten Länder Europas
    brauch man sich über die Intelligenz nicht zu wundern.

  • @ GDF-Gegner

    Wenn die Unternehmen 50% Gewinnsteigerung machen ist das doch auch o.K. Also sind 50% Gehaltsteigerungen auch o.K. Der Schlichterspruch hat jaeine Basis.

    In einer Zeit in der Arbeitgeber Dumpinglöhne und Sklavenarbeit forcieren ist die Gründung von Einzelgewerkschaften ein gutes Mittel der Arbeitnehmer, um ihre Chancengleichheit wiederherzustellen.
    Die Gewerkschaften des DGB sind viel zu arbeitgeberlastig. Als Mitglieder der Aufsichtsräte können sie die Interessen der Leiharbbeiter und vor allem nicht tarifgeundenen Unternehmen nicht wahrnehmen. Die GDF ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

    In Frankreich gibt es auch mehrere konkurrierende Gewerkschaften, dort geht man später in Rente und hat bessere Arbeitsbedingungen. Der Weg ist also gut so.

  • Wie immer erpresst die GDF seine "Tarif-Partner" und das immer zu Lasten der Kunden welche diese Leute bezahlen.
    Sorry aber wer 50% mehr Gehalt fordert hat für mich mindestens eine Schraube locker in welcher Welt leben diese GDF Funktionäre eigentlich... das erinnert fatal an Griechenland, da haben die gwerkschaften die Löhne und Zusatzleistungen so hoch gezogen das die Firmen dann ins Ausland gegangen sind.
    Also Mitarbeiter dieser Berufsgruppe zum nächts möglcihen Termin Kündigen und eine externe Firma damit bauftragen wo die GDF keinen Zugriff hat. Erst Nachtflugverbot, jetzt Erpressung durch Mitarbeiter... ich würde als Carrier in die Niederlande gehen, üebr Amsterdam läßt sich alles viel einfacher abwickeln

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