Flughafen Frankfurt Hahn Regional-Airport geht wohl erneut an Chinesen

Nach dem Verkaufsflop im Sommer soll der defizitäre Flughafen Frankfurt Hahn wieder an chinesische Investoren gehen. Es gab drei Angebote – ein Mischkonzern soll den ehemaligen Militärflughafen jetzt übernehmen.
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Der Regional-Airport rentiert sich nicht. Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz möchte den ehemaligen Militärflughafen deswegen verkaufen. Quelle: Reuters
Flughafen Frankfurt Hahn

Der Regional-Airport rentiert sich nicht. Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz möchte den ehemaligen Militärflughafen deswegen verkaufen.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer defizitäre Flughafen Frankfurt Hahn geht nach dem Verkaufsflop im Sommer höchstwahrscheinlich an den chinesischen Mischkonzern HNA. Nach Sichtung der finalen drei Angebote habe man sich entschlossen, nur mit dem Bieter HNA weiter zu verhandeln, teilte die Regierung von Rheinland-Pfalz am Montag mit.

Der heute vor allem von Ryanair genutzte ehemalige US-Militärflughafen gehört mehrheitlich dem Land, Hessen hält einen kleineren Anteil. HNA ist vor allem durch seine zahlreichen Fluglinien wie Hainan Airlines bekannt und daneben auch im Infrastruktur- und Hotelgeschäft vertreten. Zu den jüngsten Übernahmen in Europa zählt der Kauf der Air-France-Cateringtochter Servair. Für die Übernahme von Hahn haben sich die Chinesen mit der deutschen Firma ADC zusammengetan.

Im Sommer war der geplante Verkauf des 120 Kilometer von Frankfurt entfernten Flughafens an einen chinesischen Investor spektakulär gescheitert. Die Firma Shanghai Yiqian Trading, die den Zuschlag bekommen hatte, zahlte den vereinbarten Kaufpreis von 13 Millionen Euro nicht. Daraufhin reihten sich die Merkwürdigkeiten aneinander. Beispielsweise fanden Journalisten am Sitz des angeblichen Großkonzerns in Schanghai nur einen Reifenhändler vor. Die rheinland-pfälzische Regierung musste letztlich eingestehen, dass sie Betrügern aufgesessen waren.

Das sind Deutschlands unpünktlichste Flughäfen
Platz 9: Flughafen Berlin Tegel
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Die Datenbank des Fluggastdienstleisters EUclaim gibt Auskunft darüber, auf welchen deutschen Flughäfen der Flieger besonders oft zu spät abhebt – oder gar ganz annulliert wird. Der zweite Wert liegt bei Tegel in den Flop drei, 1,7 Prozent aller Flüge wurden 2016 gestrichen. Mit einer Verspätungsquote von 0,14 Prozent liegt Tegel auf dem geteilten neunten Platz, gemeinsam mit...

Quelle: Datenbank EUclaim

Platz 9: Flughafen München
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...dem Flughafen der bayrischen Landeshauptstadt. Auch hier verspäteten sich im letzten Jahr 0,14 Prozent der Flüge. Gezählt werden dabei alle Verspätungen über 180 Minuten. Bei der Ausfallquote liegt München mit 1,76 Prozent Annullierungen bundesweit auf dem zweiten Platz.

Platz 8: Flughafen Düsseldorf
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Auf dem Flughafen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt verspäteten sich im vergangenen Jahr 0,18 Prozent aller Flüge um mehr als drei Stunden. Annulliert wurden 1,49 Prozent.

Platz 7: Flughafen Hamburg
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Der im vergangenen Jahr in „Helmut-Schmidt-Flughafen“ umbenannte Hamburger Airport verzeichnete 2016 bei 0,22 Prozent aller Flüge große Verspätungen. Ganz gestrichen wurden 1,41 Prozent.

Platz 5: Flughafen Stuttgart
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Auch Stuttgart teilt sich bei den Verspätungen seine Platzierung im Ranking: 0,26 Prozent aller Flüge waren 2016 hier stark verspätet. 1,33 Prozent fielen aus.

Platz 5: Frankfurt
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Deutschlands größter Flughafen verzeichnete 2016 ebenfalls 0,26 Prozent Verspätungen. Annulliert wurden 1,67 Prozent aller Verbindungen.

Platz 2: Flughafen Köln/Bonn
7 von 10

Und weiter geht es mit geteilten Plätzen – 0,42 Prozent Verspätungen sind der zweitschlechteste Wert im Ranking. Gleich drei deutsche Airports weisen ihn auf, darunter der Flughafen Köln/Bonn. Der Airport der Domstadt musste allerdings nur 1,26 Prozent aller Verbindungen ganz streichen, die zweitwenigsten Annullierungen in Deutschland.

Folge war ein Misstrauensvotum der von der CDU geführten Opposition im Mainzer Landtag gegen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Kritisiert wurde auch die Beratungsfirma KPMG, die den Bieter durchleuchten sollte. Allerdings gab es Unstimmigkeiten, wie weit der Prüfauftrag ging.

Der Flughafen Hahn machte 2015 etwa 17 Millionen Euro Verlust. Eines der größten Probleme ist, dass Hauptnutzer Ryanair seit Jahren sein Angebot dort zurückfährt und seine Flugzeuge lieber an großen Flughäfen wie Köln einsetzt. Voriges Jahr zählte Hahn nur noch 2,6 Millionen Passagiere nach knapp vier Millionen vor zehn Jahren.

  • rtr
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