Flughafen München Droht ein Ende des Wachstums?

Der Münchner Flughafen rechnet mit dem Ende des Wachstums. Ohne eine weitere Startbahn reichten die Kapazitäten schlicht nicht aus. Der Bau einer solchen Bahn wurde aber durch einen Bürgerentscheid verhindert.
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Zwar besitzt der Flughafen ein Baurecht für eine dritte Startbahn, jedoch sehe sich die Stadt München an den fünf Jahre alten Bürgerentscheid gebunden. Quelle: dpa
Bürgerentscheid gegen dritte Startbahn

Zwar besitzt der Flughafen ein Baurecht für eine dritte Startbahn, jedoch sehe sich die Stadt München an den fünf Jahre alten Bürgerentscheid gebunden.

(Foto: dpa)

BerlinAm Münchner Flughafen werden ohne grünes Licht für eine umstrittene Startbahn bald keine neuen Fluglinien mehr Platz finden. „Wir werden in den nächsten ein bis drei Jahren deutlich an Wachstum verlieren, da wir keine Kapazitäten mehr haben“, sagte Airport-Chef Michael Kerkloh der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag in einem Interview. Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings, die diesen Monat den Betrieb aufnimmt, werde wohl auf absehbare Zeit der letzte nennenswerte Neuzugang in „MUC“ bleiben. Die An- und Abflugrechte (Slots) zu Stoßzeiten seien erschöpft. Die Knappheit sei einer der Gründe, warum Low-Cost-Marktführer Ryanair entgegen vieler Spekulationen keine Flugzeuge in der bayerischen Hauptstadt stationieren könne. „Wir haben die Slots für Ryanair nicht, deshalb ist eine Basis unmöglich.“

Andere Airlines kehren dem Flughafen aus diesem Grund bereits den Rücken. Die Air France-KLM-Tochter Transavia kündigte ein Jahr nach dem Start in München an, ihre vier Flugzeuge im Oktober abziehen zu wollen. „Der Rückzug hat uns überrascht, da Transavia auf einem richtig guten Weg war“, sagt Kerkloh. Die Auslastung der Flüge habe bei 70 Prozent gelegen, was für eine neue Airline ein guter Wert sei. Jedoch habe die Fluggesellschaft nur 80 Prozent der beantragten Slots bekommen. Damit habe Transavia nicht die für Billig-Airlines wichtige hohe Zahl von täglichen Flügen abspulen können. „Deshalb ist die dritte Bahn wahnsinnig wichtig.“ Der Flughafen habe ein Baurecht, doch sehe sich die Stadt München als Gesellschafter des Airports an einen Bürgerentscheid gebunden, sagte er. Vor fünf Jahren hatten sich die Münchner gegen den Bau einer weiteren Piste ausgesprochen.

Hat Deutschland den schlechtesten Flughafen der Welt?
Flop 5: Brüssel-Charleroi
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Das Online-Reiseportal Edreams hat für die Rangliste 65.000 Kundenbewertungen ausgewertet. Berücksichtigt werden dabei internationale Flughäfen mit einem Verkehrsaufkommen von mindestens neun Millionen Passagieren. Nach Auswertung aller Kundenmeinungen ergibt sich für den Flughafen Charleroi, der 50 Kilometer südlich von Brüssel liegt, der fünfte Platz.

Quelle: Edreams

Flop 4: New York John F. Kennedy
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Der größte Flughafen der US-Metropole New York schneidet ebenfalls schlecht ab. Im vergangenen Jahr flogen hier fast 60 Millionen Passagiere. In den kommenden Jahren soll der Airport komplett renoviert werden.

Flop 3: New York LaGuardia
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Auf dem drittletzten Platz landet mit LaGuardia ein weiterer Airport aus New York. Dieser hat ohnehin bereits den Ruf als „schlechtester Flughafen Amerikas“.

Flop 2: London-Luton
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Auch der Flughafen Luton International in London fällt in der internationalen Bewertung durch. Der viertgrößte Airport Londons landet in der Rangliste auf dem vorletzten Platz.

Flop 1: Berlin-Schönefeld
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Negative Kritiken hagelte es für den Airport im Südosten der deutschen Hauptstadt. Berlin-Schönefeld fällt als schlechtester Flughafen weltweit bei den Passagieren in Ungnade. Besonders der Wartebereich wurde bemängelt.

Top 5: Frankfurt am Main
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Der Frankfurter Airport überzeugt die Reisenden. Der hessische Flughafen platziert sich im internationalen Ranking auf Rang fünf. In den Kategorien Gastronomie, Wartebereiche und Einkaufsmöglichkeiten setzt sich Frankfurt sogar als deutscher Spitzenreiter durch.

Top 4: München
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Der Flughafen München ist der beste deutsche Airport und belegt den vierten Platz im weltweiten Gesamtranking. Mit dem Bau des neuen Flughafengebäudes, dem Satellitenterminal, konnte der Flughafen punkten und schafft Platz für 11 Millionen zusätzliche Fluggäste.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollen bald Gespräche über die nächsten Schritte aufnehmen. Die Landeshauptstadt hält 23 Prozent der Anteile am Flughafen. Die beiden anderen Anteilseigner, der Freistaat Bayern mit 51 Prozent und der Bund mit 26 Prozent, stehen hinter dem Ausbau. In diesem Jahr will der Flughafen um vier Prozent auf 44 Millionen Passagiere wachsen. Größer ist in Deutschland nur noch der Flughafen Frankfurt, der 2016 etwa 61 Millionen Gäste abfertigte.

  • rtr
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