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Flughafen-Ranking Womit die besten Airports der Welt punkten

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Frankfurt arbeitet sich nach oben
Ein Flughafen als Erlebniswelt. Quelle: Imago
Abflughalle in Singapur

Ein Flughafen als Erlebniswelt.

(Foto: Imago)

Unschlagbar ist allerdings Singapur-Changi. Wer verstehen will, warum, sollte sich in das Terminal drei begeben. Dort steht die größte Flughafenrutsche der Welt, über vier Stockwerke und mit Geschwindigkeiten von bis zu sechs Metern pro Sekunde. Für jede zehn Dollar, die ein Fluggast am Flughafen lässt, gibt es eine Freifahrt. Berühmt ist auch der Swimmingpool. Böse Zungen behaupten zwar, dass den kaum einer benutze, doch er ist eine Attraktion. Ebenso die Gärten, betreut von elf eigenen Gärtnern und einem externen Dienstleistungsteam mit 120 Mitarbeitern.

Hinzu kommen umfassende Shopping-Möglichkeiten und eine vielseitige Gastronomie. „Es ist der einzige Flughafen der Welt, bei dem es keine Zeitverschwendung ist, wenn man weit vor dem Abflug dort ist“, diktierte Lamia Asag-Gau, Regionalmanager von Unilever, den Experten von Höffinger in die Feder.

Und Frankfurt? Der größte deutsche Flughafen hat sich über die Jahre auf Rang 13 vorgearbeitet, nachdem er 1998 noch weit abgeschlagen nur unter den besten 50 lag. Für Höffinger ist das eine „eindrucksvolle“ Leistung. Und Flughafen-Chef Stefan Schulte will mehr. Er hat dem Airport gerade ein neues Motto verpasst: „Gute Reise – wir sorgen dafür“. „Wir haben die Service-Zufriedenheit unserer Kunden von 70 auf 80 Prozent gesteigert. Aber wir wollen weiter gehen“, sagt Schulte.

Helfen soll zum einen ein Kulturwandel „Wir möchten eine Änderung der Haltung erreichen. Jeder Mitarbeiter soll seine Arbeit auf die Kundenperspektive ausrichten“, sagt Schulte und nennt ein simples Beispiel. Nicht die Rolltreppe müsse schnell wieder in Betrieb gehen, die technisch begründet auf dem Plan stehe, sondern diejenige, die von den Fluggästen am meisten genutzt werde.

Da aber funktionierende Rolltreppen und saubere Toiletten allein nicht für eine Spitzenplatzierung reichen, basteln Schulte und sein Team auch am Ausbau der Dienstleistungen und Freizeitangebote. So soll der Dachgarten vergrößert werden, und man will per App das Navigieren in den Terminals erweitern. Auch neue Einkaufs-Services sind geplant – bis hin zum Lieferdienst nach Hause.

„Eine unhygienische Kloake von Flughafen“
Platz 10 – London Luton Airport, England
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Platz zehn geht an den Londoner Flughafen Luton. Nach Heathrow, Gatwick und Stansted ist dies der viertgrößte Airport der britischen Hauptstadt und liegt etwa 50 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Hauptkritikpunkt am Flughafen ist, dass für so ziemlich alles extra obendrauf bezahlt werden muss. So kostet schon die Einfahrt auf das Flughafengelände zweieinhalb Pfund Gebühr, auch die Benutzung eines Koffertrolleys und Wlan schlagen extra zu Buche. An den Schaltern bilden sich oft lange Schlangen, auch das Essen am Airport wird als schlecht bewertet.

Regelmäßig küren die User der Bewertungswebseite „The Guide to Sleeping in Airports“ in einer großen Umfrage den miesesten Flughafen der Welt. Dabei haben diesmal mehr als 26.000 Reisende teilgenommen. Sie bewerteten ihre besuchten Flughäfen nach dem Gesamteindruck, der Sauberkeim im Terminal, den Einkaufsmöglichkeiten, dem Service, dem Komfort und der Möglichkeit, auf dem Flughafen zu schlafen.

(Foto: AFP)
Platz 9 – Flughafen Bergamo, Italien
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Am Flughafen Bergamo scheinen sich vor allem Diebe wohl zu fühlen, aber keine Flugpassagiere: „Leute laufen durch den Flughafen und beklauen schlafende Passagiere“, schreibt ein Reisender auf sleepinginairports.net. Dabei soll die Security wenig Interesse an Diebstählen haben. Manche Reisende berichten, dass die Sicherheitsleute die Gäste dafür oft aus dem Schlaf reißen, damit sie gefälligst selbst auf ihre Sachen aufpassen.

(Foto: Imago)
Platz 8 – Flughafen Brüssel-Charleroi, Belgien
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Was treibt der Flughafen Brüssel-Charleroi nur mit seinen Fluggästen? Die Kommentare lassen absolut nichts Gutes erahnen: „Ich habe das Gefühl, dieser Flughafen tut alles dafür, dass man ihn hasst“, schreibt da jemand. Der Airport, 50 Kilometer von Brüssel entfernt, wird vor allem von Billigfliegern angeflogen. Hier gibt es nicht genug Sitzmöglichkeiten, zu wenig Einkaufsmöglichkeiten – und die Heizung streikt auch regelmäßig. Außerdem gibt es nachts keine Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Brüssel.

(Foto: Imago)
Platz 7 – Flughafen Rom-Ciampino, Italien
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Hier fliegt auch mal der Papst ab – und wartet auf dem Rollfeld: Der Flughafen Rom-Ciampino ist hinter dem Airport Fiumicino der kleinere Flughafen der italienischen Hauptstadt und wird eher von Billig-Airlines genutzt. Fluggäste bemängeln hier vor allem die düstere Atmosphäre, lange Schlangen und wenig Sitzmöglichkeiten. so schreibt ein Gast in seiner Bewertung: „Es gibt nirgends genug Sitze für die Anzahl der Leute, die diesen Flughafen nutzen.“

(Foto: Imago)
Platz 6 – Flughafen Korfu, Griechenland
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So schön Korfu auch ist: der Flughafen der Insel ist es nicht. In einer Bewertung eines Reisenden auf „The Guide to Sleeping in Airports“ findet sich ein sehr drastischer Vergleich für die Verhältnisse auf dem Airport: „Unsere Gefangenen haben im Vergleich zu dieser unhygienischen Kloake von Flughafen wahre Luxusstandards beim Essen, Unterhaltung und Komfort.“ Weitere Mängel sind zu wenig Sitzgelegenheiten, schlechte Beleuchtung, kaum Restaurants und andere Shopping-Möglichkeiten.

(Foto: dpa)
Platz 5 – Flughafen Berlin-Schönefeld, Deutschland
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Der Flughafen Berlin-Schönefeld hat die zweifelhafte Ehre, der einzige deutsche Vertreter im Ranking zu sein. Der ehemalige DDR-Flughafen direkt neben der Großbaustelle BER ist ordentlich in die Jahre gekommen, internationale Reisende fühlen sich hier nicht wirklich wohl. So lange der Hauptstadtflughafen noch auf sich warten lässt, müssen Reisen in Schönefeld ebenfalls mit zu wenig Restaurants und Shops auskommen.

(Foto: AFP)
Platz 4 – Flughafen Iraklio, Kreta, Griechenland
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Wieder Griechenland, wieder ein grausamer Flughafen. Dieses Mal geht es um den Flughafen Iraklio auf Kreta. Hier bilden sich Schlangen vom Terminal bis hinaus auf dem Parkplatz. Kommentar eines Reisenden: „Das ist der schlechteste Flughafen, an dem ich jemals war. Unfähiges Personal und ein lächerliches System, bei dem die meiste Zeit nur ein Gepäckscanner im Einsatz ist.“ Zumindest zwei Sofas auf der zweiten Etage können im ungünstigen Fall einer Flughafen-Übernachtung genutzt werden, doch hier ist Eile geboten: Die Security des Airports lungert hier auch gerne rum.

(Foto: Imago)

Auch die in Frankfurt berüchtigten langen Wege will Schulte verkürzen. Frankfurt leidet darunter, dass der Flughafen historisch gewachsen und deshalb verbauter ist als ein auf dem Reißbrett geplanter wie etwa München. Doch Höffinger mag solche Argumente nicht gelten lassen. „Auch der Flughafen in Singapur ist mittlerweile über 30 Jahre alt“, sagt der Berater: „Frankfurt hat alle Möglichkeiten, ganz nach oben zu kommen.“

Ob es am Ende tatsächlich für den begehrten fünften Stern von Skytrax reicht, weiß keiner. Flughafenchef-Schulte baut schon mal vor: „Wichtig ist die Zufriedenheit der Kunden. Wenn dabei der fünfte Stern abfallen sollte, würden wir uns aber natürlich freuen.“

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