Flughafenbetreiber Fraport hebt die Prognose an

Für Fraport geht das Sommermärchen wieter: Der Frankfurter Flughafenbetreiber konnte in den vergangenen Monaten einen Passagierrekord nach dem anderen vorweisen. Das Vor-Krisen-Niveau ist längst wieder erreicht. Nun hebt das MDax-Unternehmen seine Prognose an.
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Das Logo des Frankfurter Flughafens. Quelle: dpa

Das Logo des Frankfurter Flughafens.

(Foto: dpa)

HB MÜNCHEN. Im Gesamtjahr erwartet der größte deutsche Flughafen nun ein Passagierzuwachs von deutlich über vier Prozent, wie der Betreiber Fraport am Dienstag mitteilte. Zuvor war das Unternehmen von einem Anstieg von drei bis vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen.

Sowohl im zurückliegenden September als auch im Juli und August hatte der Flughafen hohe Zuwächse erzielt. Grund ist zum einen die Rückkehr von Geschäftsreisenden, die nach der Krise wieder mehr fliegen. Zudem hatte das Unternehmen von einem starken Reisegeschäft während der Sommermonate profitiert. Im dritten Quartal starteten und landeten 8,2 Prozent mehr Passagiere in Frankfurt als im Vorjahreszeitraum. Entsprechend positiv dürfte auch das Ergebnis für das dritte Quartal ausfallen, das Fraport Anfang November veröffentlichen will.

Analyst Jochen Rothenbacher von Equinet hält die derzeitige Ergebnisprognose von Fraport angesichts der hohen Zuwachsraten für zu konservativ. Bislang erwartet das Unternehmen für 2010 ein Betriebsergebnis (Ebitda) von 670 bis 680 Mio. Euro.

Im September legte die Zahl der Fluggäste in Frankfurt um 10,4 Prozent auf 5,1 Mio. zu. Damit sieht Firmenchef Stefan Schulte den Anschluss an das Wachstum von vor der Krise erreicht. „Wir haben ein gute Entwicklung für den September erwartet, aber nicht dieses außergewöhnliche Wachstum“, schrieb Rothenbacher in einem Kommentar. Auch der zweitgrößte deutsche Flughafen in München erzielte im September mit fast 3,5 Mio. Passagieren einen Rekord.

Die Luftfahrtbranche profitiert weltweit von der steigenden Reiselust nach der Wirtschaftskrise. Auch die Luftraumsperrung durch die Aschewolke zu Beginn des Sommers und die kürzlich eingeführte Luftverkehrsabgabe in Deutschland, die viele Airlines bereits seit Anfang September erheben, konnte dem Wachstum keinen Abbruch tun.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport verbuchte im September konzernweit - also mit den mehrheitlich zum Unternehmen gehörenden Flughäfen in Antalya, Lima und Bulgarien - ein Passagierplus von 12,3 Prozent. In den ersten neun Monaten stieg die Zahl der Fluggäste um knapp neun Prozent.

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