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Flughafenbetreiber Fraport profitiert von Kauflaune der Passagiere

Mit Wachstum auf Kurs: Der schwache Euro, Zukäufe, das Passagierwachstum und höhere Umsätze schlagen sich positiv in der Halbjahresbilanz von Fraport aus. Der Flughafenbetreiber bestätigt die Prognosen.
Update: 06.08.2015 - 10:28 Uhr Kommentieren
Der Flughafenbetreiber geht mit guten Geschäften in die zweite Jahreshälfte. Quelle: Reuters
Flugzeug am Frankfurter Flughafen

Der Flughafenbetreiber geht mit guten Geschäften in die zweite Jahreshälfte.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der weltweit aufgestellte Flughafenbetreiber Fraport profitiert weiter vom wachsenden Luftverkehr. Steigende Passagierzahlen, höhere Einzelhandelserlöse in den Terminals und positive Währungseffekte haben das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2015 um 12,3 Prozent auf 103 Millionen Euro gesteigert, wie der M-Dax-Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Auf die Fraport-Gesellschafter entfielen davon 98 Millionen Euro.

Der Umsatz kletterte in dem Zeitraum um 10,6 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro. Dazu trugen erstmals der Flughafen Ljubljana und der US-amerikanische Geschäftsflächen-Vermarkter Airmall bei, die Fraport zugekauft hat.

Analysten hatten mit etwas mehr Gewinn gerechnet, bei den Umsatzerwartungen legte Fraport dagegen eine Punktlandung hin. „Das erste Halbjahr ist operativ und finanziell positiv verlaufen“, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. Er bestätigte die Jahresprognosen. Dennoch sackte die Aktie im frühen Geschäft zunächst deutlich ab

Am mit Abstand größten Konzernflughafen Frankfurt stieg die Zahl der Passagiere in der Jahresfrist um 4,1 Prozent auf 28,9 Millionen. Über die Umsatzbeteiligung aus den Einzelhandelsgeschäften in den Terminals erlöste Fraport 3,63 Euro pro Kopf, 21 Cent mehr als vor einem Jahr. Hier wirkte sich der im Vergleich zu anderen Währungen abgewertete Euro positiv aus. Auch die in Dollar abgerechneten Erlöse des Flughafens im peruanischen Lima trugen zum positiven Währungseffekt bei..

Das sind die besten Flughäfen Deutschlands
Platz zehn: Flughafen Berlin-Tegel
1 von 11

Insgesamt: Punkte 54,6/100, Note ausreichend

Flugangebot: Punkte 12,9/25, Note mangelhaft
Aufenthaltsqualität: Punkte 11,2/25, Note mangelhaft
Prozesse: Punkte 13,4/30, Note mangelhaft
Service: Punkte 17,1/20, Note sehr gut

(Foto: dpa)
Platz neun: Flughafen Stuttgart
2 von 11

Insgesamt: Punkte 66,3/100, Note befriedigend

Flugangebot: Punkte 13,5/25, Note ausreichend
Aufenthaltsqualität: Punkte 16,7/25, Note befriedigend
Prozesse: Punkte 19/30, Note befriedigend
Service: Punkte 17,1/20, Note sehr gut

(Foto: dpa)
Platz acht: City Airport Bremen
3 von 11

Insgesamt: Punkte 67,3/100, Note befriedigend

Flugangebot: Punkte 8,3/25, Note ungenügend
Aufenthaltsqualität: Punkte 17,1/25, Note befriedigend
Prozesse: Punkte 26,6/30, Note sehr gut
Service: Punkte 15,3/20, Note gut

(Foto: ap)
Platz sieben: Airport Nürnberg
4 von 11

Insgesamt: Punkte 68,7/100, Note befriedigend

Flugangebot: Punkte 10,2/25, Note ungenügend
Aufenthaltsqualität: Punkte 16,4/25, Note befriedigend
Prozesse: Punkte 26,1/30, Note sehr gut
Service: Punkte 16/20, Note gut

(Foto: dpa)
Platz sechs: Köln Bonn Airport
5 von 11

Insgesamt: Punkte 69,3/100, Note befriedigend

Flugangebot: Punkte 13,7/25, Note ausreichend
Aufenthaltsqualität: Punkte 20,4/25, Note gut
Prozesse: Punkte 23,2/30, Note gut
Service: Punkte 12/20, Note ausreichend

(Foto: dpa)
Platz fünf: Flughafen Hamburg
6 von 11

Insgesamt: Punkte 72,3/100, Note gut

Flugangebot: Punkte 14,2/25, Note ausreichend
Aufenthaltsqualität: Punkte 19,2/25, Note gut
Prozesse: Punkte 20,6/30, Note befriedigend
Service: Punkte 18,3/20, Note sehr gut

(Foto: ap)
Platz vier: Düsseldorf Airport
7 von 11

Insgesamt: Punkte 74,1/100, Note gut

Flugangebot: Punkte 16,7/25, Note befriedigend
Aufenthaltsqualität: Punkte 21,4/25, Note sehr gut
Prozesse: Punkte 21,8/30, Note gut
Service: Punkte 17,3/20, Note sehr gut

(Foto: dpa)

Gegenläufer war die krisenhafte Entwicklung in Russland, die zu sinkenden Passagierzahlen in St. Petersburg, dem türkischen Antalya, sowie in Varna und Burgas in Bulgarien geführt hat. Der schwache Rubel hat laut Fraport zu einer deutlichen Konsumzurückhaltung der Russen auch an ihren bevorzugten Urlaubszielen geführt. Mehr Passagiere als vor einem Jahr gab es hingegen neben Frankfurt noch in Hannover, Lima, Ljubljana und Xi'an in China.

In den klassischen Dienstleistungsbereichen eines Flughafens verzeichnete Fraport sinkende Gewinne vor Steuern und Zinsen. Bei den Bodenverkehrsdiensten wie auch beim eigentlichen Luftverkehrsgeschäft sind die Personalkosten stark gestiegen. Höhere Einnahmen beispielsweise aus den Start- und Landegebühren führten so nicht zu höheren Gewinnen.

  • dpa
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