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Flughafenbetreiber Spanien will Aena teilprivatisieren

Spanien will den weltgrößten und milliardenschweren Flughafenbetreiber, Aena, teilprivatisieren. Der hoch verschuldete Staat will sich wohl von 49 Prozent des Unternehmens trennen.
13.06.2014 - 18:52 Uhr Kommentieren
Ein spanischer Flughafen: Frühere Pläne für eine Teilprivatisierung scheiterten, weil in der Regierung die Schließung von defizitären Flughäfen befürchtet wurde. Quelle: Reuters

Ein spanischer Flughafen: Frühere Pläne für eine Teilprivatisierung scheiterten, weil in der Regierung die Schließung von defizitären Flughäfen befürchtet wurde.

(Foto: Reuters)

Madrid Die spanische Regierung startet einen neuen Anlauf für eine milliardenschwere Teilprivatisierung des weltgrößten Flughafenbetreibers Aena. Der hoch verschuldete Staat will sich von bis zu 49 Prozent an dem Unternehmen trennen, das an 46 Flughäfen im Inland und mehr als 20 im Ausland beteiligt ist, wie Verkehrsministerin Ana Pastor am Freitag mitteilte. 28 Prozent sollen an der Börse, 21 Prozent an langfristig interessierte verkauft werden. Branchenexperten zufolge dürfte die Regierung damit rund 2,2 Milliarden Euro erlösen. Zwar werde Aena bei dem Börsengang wohl mit 16 Milliarden Euro bewertet, der hohe Schuldenberg von 11,5 Milliarden Euro führe unter dem Strich aber zu geringeren Einnahmen.

Der Regierung helfen dürfte, dass es das Unternehmen, das unter anderem den Großflughafen Madrid-Barajas sowie Airports in Barcelona, Sevilla, Palma de Mallorca und Ibiza betreibt, im vergangenen Jahr erstmals in die Gewinnzone schaffte. Frühere Pläne für eine Teilprivatisierung scheiterten, weil in der Regierung die Schließung von defizitären Flughäfen befürchtet wurde. Auch diesmal sind einige Regierungsvertreter dagegen, dass sich der Staat von Beteiligungen an strategisch wichtigen Unternehmen trennt. Einige spanische Regionen wollen zudem am Betrieb der Flughäfen beteiligt bleiben, um Gebührenerhöhungen zu verhindern.

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