Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Flugsicherung Saarbrücker Flughafen wird ferngesteuert

Im Saarbrücker Tower gehen in Kürze die Lichter aus. Die Fluglotsen sitzen nun mehr als 400 Kilometer entfernt. Weitere Flughäfen sollen folgen.
04.12.2018 - 11:24 Uhr Kommentieren
Flughafen Saarbrücken wird ferngesteuert Quelle: dpa
Flughafen Saarbrücken

Der erste internationale Flughafen, der nicht mehr vom örtlichen Tower gesteuert wird.

(Foto: dpa)

Saarbrücken, Leipzig Der Flughafen Saarbrücken wird als erster internationaler Flughafen in Deutschland nicht mehr vom örtlichen Tower aus überwacht. Fluglotsen in Leipzig geben seit Dienstag die Anweisungen für Starts und Landungen an dem Flughafen im Saarland, wie ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS) sagte. Sie nutzen dazu Video- und Infrarotkameras im rund 440 Kilometer entfernten Saarbrücken.

Bei der Sicherheit gibt es nach DFS-Angaben keine Abstriche. Die Infrarottechnik gewähre den Lotsen nachts oder bei Nebel sogar bessere Sicht. Das System könne Bewegungen außerdem automatisch erkennen und verfolgen.

„Für kleinere Flughäfen ist das die Zukunft“, sagte der DFS-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Flugsicherung erwartet, dass sie durch das System ihr Personal effizienter und flexibler einsetzen kann. Das soll Kosten senken und die Produktivität erhöhen.

Im nächsten Jahr soll Erfurt angeschlossen werden, dann Dresden. Dann würden die drei kleinsten internationalen Flughäfen Deutschlands ferngesteuert.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Der Flughafen Saarbrücken zählte im vergangenen Jahr rund 400.000 Passagiere bei knapp 11.000 Starts und Landungen. Nach Angaben der DFS ist es der weltweit größte Flughafen, der im täglichen Betrieb fernüberwacht wird.

    Der Start des Konzepts „Remote Tower Control“ war lange vorbereitet worden, die Kameratests begannen vor vier Jahren. Im Tower in Saarbrücken bleibt nach DFS-Angaben noch vier Wochen ein Lotse, um bei Problemen mit dem neuen System einzugreifen. Dann bleibe die Kanzel leer. Zehn Saarbrücker Lotsen seien nach Leipzig gewechselt, zwei in die Altersteilzeit.

    Das Bundesunternehmen Deutsche Flugsicherung hat das System mit dem österreichischen Technikanbieter Frequentis AG entwickelt. Ihr Gemeinschaftsunternehmen Frequentis DFS Aerosense soll die Fernsteuerung weltweit vermarkten.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Flugsicherung - Saarbrücker Flughafen wird ferngesteuert
    0 Kommentare zu "Flugsicherung: Saarbrücker Flughafen wird ferngesteuert"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%