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Flugsicherung Wie Fluglotsen vor dem Coronavirus geschützt werden sollen

Kein Bereich in der Luftfahrt wäre von einer Epidemie so stark betroffen wie die Luftüberwachung. Deshalb hat die Flugsicherung Maßnahmen ergriffen.
02.03.2020 - 07:52 Uhr Kommentieren
Der Ausfall eines der Kontrollzentren oder auch nur des Teams an einem Flughafen hätte deutliche Folgen für den Flugverkehr. Quelle: Imago
Fluglotse im Tower

Der Ausfall eines der Kontrollzentren oder auch nur des Teams an einem Flughafen hätte deutliche Folgen für den Flugverkehr.

(Foto: Imago)

Frankfurt Für viele in der Luftfahrtindustrie ist es eine echte Horrorvorstellung: Ein Lotse zeigt während der Arbeit Symptome einer Corona-Erkrankung, der Tower – oder gar eines der Kontrollzentren – müsste unter Quarantäne gestellt werden. Ein Schichtwechsel wäre nicht mehr möglich, im schlimmsten Fall müsste der Luftverkehr über Deutschland eingestellt werden. Der Flugverkehr in Europa wäre zumindest massiv beeinträchtigt.

Das Szenario mag extrem klingen, angesichts der raschen und zuletzt eher unkontrollierbaren Ausbreitung des Virus sollte man es aber nicht komplett ausschließen. Das weiß auch die Deutsche Flugsicherung (DFS). Deshalb wurden dort mittlerweile umfassende und weitreichende Maßnahmen ergriffen, um die Mitarbeiter vor Covid-19 zu schützen.

„Priorität hat für uns der Schutz aller Mitarbeiter und die Aufrechterhaltung der Dienste unserer operativen Bereiche“, heißt es in der Zentrale der DFS in Langen bei Frankfurt. Um das sicherzustellen, werden Dienstreisen in die vom Virus besonders betroffenen Länder und Regionen nicht mehr genehmigt.

Auch von privaten Reisen dorthin rät die Geschäftsführung ab. „Sollten Mitarbeiter in diese Regionen reisen, so möchten wir darüber informiert werden“, heißt es in Langen. Auch bei den beliebten Besuchen und Besichtigungen der „Lotsenarbeitsplätze“ gibt es teils deutliche Einschränkungen.

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    Insbesondere für die Arbeitsbereiche der Lotsen in den Kontrollzentralen und Towern wurde festgelegt, dass nur noch die dort tätigen Mitarbeiter Zutritt haben. Zudem wurde die dienstliche Teilnahme an Großveranstaltungen abgesagt.

    Strenge Vorgaben für Lotsen

    Aktuell ist davon etwa die Flugsicherungsfachmesse „World Air Traffic Management Congress“ in Madrid betroffen. Und auch hier gilt: Die Geschäftsführung rät dringend von der privaten Teilnahme an Großveranstaltungen ab. Hinzu kommt das, was in fast allen Betrieben zur Routine geworden ist, wie etwa die Verstärkung der Hygienemaßnahmen. So wird unter anderem mehr Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.

    Die Auflagen, auch für private Unternehmungen, haben einen Grund. Die DFS betreibt vier Kontrollzentren, von denen aus sie den deutschen Luftraum überwacht. Daneben ist sie an 16 Flughäfen aktiv und kontrolliert dort die An- und Abflüge. Das Problem: Der Ausfall eines der Kontrollzentren oder auch nur des Teams an einem Flughafen hätte deutliche Folgen.

    Denn Lotsen können nicht so einfach von einem zum anderen Einsatzort wechseln. Sie brauchen eine für ihr Einsatzgebiet angepasste Schulung, erst dann bekommen sie die Erlaubnis, dort den Dienst zu verrichten. Diese strengen Vorgaben haben schon in der Vergangenheit gerade in verkehrsreichen Zeiten wie etwa im Sommer immer wieder Probleme verursacht.

    Fallen mehrere Lotsen krankheitsbedingt aus, hat das schnell Auswirkungen auf die Zahl der Flüge, die kontrolliert werden können. Häufig sind Verspätungen die Folge. Eine Epidemie hätte dann noch viel weitreichendere Auswirkungen.

    Doch in Langen ist man zuversichtlich, dass man alles tut, um auch in Zeiten von Corona den Betrieb sicherzustellen. „Die DFS pflegt schon seit Jahren einen Pandemieplan. Der wird nun an die aktuellen Themen angepasst und bereitgehalten“, erklärt eine Sprecherin.

    Mehr: In Deutschland ist erstmals seit 2013 die Zahl der Flüge gegenüber dem Vorjahr gesunken.

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