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Flugverkehr Luftfahrt-Verband befürchtet erneutes Flugchaos

Der Luftfahrtverband erwartet dieses Jahr erneut viele Ausfälle und Verspätungen von Flügen in Ferienzeiten. Gegenmaßnahmen sind bereits eingeleitet.
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Laut dem BDL hätten die Unternehmen inzwischen viel getan, um den Flugbetrieb stabiler abwickeln zu können. Quelle: dpa
Hamburg Flughafen

Laut dem BDL hätten die Unternehmen inzwischen viel getan, um den Flugbetrieb stabiler abwickeln zu können.

(Foto: dpa)

Frankfurt, BerlinDer Luftfahrtverband BDL erwartet trotz der Gegenmaßnahmen der Branche erneut viele Ausfälle und Verspätungen von Flügen in Ferienzeiten. „Wir müssen damit rechnen, dass der Sommer 2019 auch schwierig werden wird“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Dieter Scheurle, am Donnerstag. Airlines, Flughäfen und Flugsicherung würden alles unternehmen, was in ihrer Macht stehe, damit sich das Chaos von 2018 nicht wiederhole.

Dringend notwendig ist nach Auffassung des BDL, dass die Politik in Europa die Rahmenbedingungen für die Flugsicherung ändert, damit der wachsende Flugverkehr reibungslos bewältigt werden kann. Im vergangenen Jahr war es zu einem massiven Anstieg von Verspätungen und Flugausfällen in Europa gekommen. Dafür gab es mehrere Gründe: In der Flugsicherung gab es Streiks und es fehlten Lotsen, die Integration der pleitegegangenen Air Berlin ging nicht schnell genug, und es gab ungewöhnlich oft Unwetter.

An den Flughäfen kam es mit dem wachsenden Luftverkehr zu Verzögerungen bei den Sicherheitskontrollen, sodass Passagiere ihre Flüge nicht mehr erreichten. Die Branche vereinbarte deshalb auf einem Luftfahrtgipfel im Oktober ein Maßnahmenpaket, damit sich ein solches Chaos nicht wiederholt. Scheurle sagte, die Unternehmen hätten inzwischen viel getan, um den Flugbetrieb stabiler abwickeln zu können.

Die Deutsche Flugsicherung, deren Chef Scheurle ist, erhöhte die Zahl der Ausbildungsplätze schon 2018 um fast die Hälfte auf 120 im Jahr. Ausgebildete Lotsen aus dem Ausland werden angeheuert, um Lücken im Dienstplan schnell zu stopfen. Die Lufthansa wollte mehr Reserveflugzeuge und Personal einsetzen. Flughäfen arbeiten an den Sicherheitskontrollen. Bei einem weiteren Gipfeltreffen am 28. März in Hamburg soll Bilanz gezogen werden, was vom vereinbarten Maßnahmenkatalog umgesetzt wurde.

„Der Wettbewerb im internationalen Luftverkehr bleibt intensiv“, sagte der BDL-Präsident. Die deutschen Flughäfen hätten mit 244 Millionen Fluggästen im vergangenen Jahr vier Prozent mehr Passagiere als 2017 gezählt. In Europa legten die Passagierzahlen stärker, um sechs Prozent, zu. Das durchschnittliche Ticketpreisniveau sei bei Flügen in Deutschland und Europa gesunken, bei Interkontinental-Verbindungen leicht gestiegen.

Für dieses Jahr erwartet der BDL in Deutschland 2,3 Prozent Wachstum im Luftverkehr. Die gerade pleitegegangene Charterfluggesellschaft Germania sei mit ihrem Marktanteil an den Sitzplätzen von 1,6 Prozent hier schon rausgerechnet.

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  • rtr
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