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Flugzeugbauer Airbus rechnet mit starker Nachfrage nach neuem Langstreckenjet

Airbus rechnet damit, binnen zehn Jahren 1000 Maschinen des neuen Langstreckenjets A321XLR zu verkaufen. Der Druck auf Boeing erhöht sich.
11.02.2020 Update: 11.02.2020 - 11:32 Uhr Kommentieren
Airbus rechnet mit starker Nachfrage nach neuem Langstreckenjet Quelle: AP
Airbus-Stand

Mit dem neuen Modell setzt Airbus den Rivalen Boeing aus den USA weiter unter Druck.

(Foto: AP)

Singapur Der europäische Flugzeugbauer Airbus erwartet eine starke Nachfrage nach seinem kleinsten Langstreckenjet A321XLR. Binnen zehn Jahren dürfte das Unternehmen 1000 Maschinen des Typs verkaufen, sagte Airbus-Verkaufsmanager Francois Caudron am Dienstag auf der Luftfahrtmesse in Singapur.

Der Konzern hatte die Variante seines Mittelstreckenjets A321neo erst vergangenen Sommer vorgestellt. Das Flugzeug soll bis zu 244 Passagiere fassen und dank eines großen Zusatztanks eine Reichweite von 8700 Kilometern haben. Die erste Auslieferung ist für das Jahr 2023 geplant.

Mit dem Modell setzt Airbus den Rivalen Boeing aus den USA weiter unter Druck. Der US-Konzern will die Lücke zwischen seinen kleineren Mittelstreckenjets wie der 737 und den großen Langstreckenjets wie dem „Dreamliner“ (Boeing 787) eigentlich mit einer kompletten Neuentwicklung füllen.

Allerdings ist das Unternehmen seit rund elf Monaten mit dem Flugverbot für seinen Mittelstreckenjet 737 Max beschäftigt, das den Konzern bereits eine zweistellige Milliardensumme gekostet hat. Die Entwicklung des „New Midsize Aircraft“ (NMA) liegt daher auf Eis.

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    Neues Flugzeugdesign-Modell

    Auf der größten asiatischen Luftfahrtmesse in Singapur hat Airbus an diesem Dienstag sein neues Modell für ein alternatives kraftstoffsparendes Flugzeugkonzept vorgestellt. Der Blended-Wing-Body mit dem Namen „Maveric“ wird bereits seit Sommer 2019 getestet.

    Blended-Wing-Body-Flugzeuge haben einen abgeflachten Rumpf, dessen Form fließend in die Flügel übergeht. Das Modell von Airbus hat eine Spannweite von 3,2 Metern und soll noch bis Mitte 2020 getestet werden. Airbus untersucht damit unter anderem Fragen des Antriebs und des Kabinenaufbaus – das Design habe das Potenzial, 20 Prozent Kraftstoffeinsparung zu bringen.

    Das Konzept eines Blended-Wing-Body-Designs ist nicht neu. Boeing hat etwa gemeinsam mit der Nasa bereits ein ähnliches Experimentalflugzeug, die X-48, entwickelt.

    Vorteile des Konzepts sind zum Beispiel eine bessere Aerodynamik. Ein Nachteil bei der Kabinengestaltung ist die eingeschränkte Möglichkeit, Fenster anzubringen. „Obwohl es keinen spezifischen Zeitplan für die Inbetriebnahme gibt, könnte dieser technologische Demonstrator dazu beitragen, Veränderungen in der Architektur von Verkehrsflugzeugen für eine ökologisch nachhaltige Zukunft der Luftfahrtindustrie zu erreichen“, erklärte Jean-Brice Dumont, der für Entwicklung bei Airbus zuständig ist, laut Mitteilung.

    Mehr: Trotz CO2-Debatte zeigen die Flugzeugkonzerne wenig Bereitschaft zum Umdenken. Experten sehen bei Airbus und Boeing gefährliche Parallelen zur Autoindustrie.

    • dpa
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