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Flugzeugbauer Boeing schöpft Milliarden-Kreditlinie aus – und braucht 60 Milliarden Dollar Staatshilfe

Boeing hatte bereits vor der Virus-Ausbreitung Probleme – und schöpft nun wegen der Coronakrise eine Milliarden-Kreditline vollständig aus. Zudem will der Konzern Staatshilfen bekommen.
18.03.2020 Update: 18.03.2020 - 02:45 Uhr Kommentieren
Der angeschlagene US-Luftfahrtriese schöpft in der Coronavirus-Krise eine 13,8 Milliarden Dollar schwere Kreditlinie vollständig aus. Quelle: dpa
Boeing

Der angeschlagene US-Luftfahrtriese schöpft in der Coronavirus-Krise eine 13,8 Milliarden Dollar schwere Kreditlinie vollständig aus.

(Foto: dpa)

Washington Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing hat in der Coronavirus-Krise eine 13,8 Milliarden Dollar (12,5 Milliarden Euro) schwere Kreditlinie vollständig ausgeschöpft. Das gab das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss in einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC bekannt und bestätigte damit Medienberichte.

Angesichts massiver Belastungen der Luftfahrtbranche durch die Ausbreitung des Coronavirus, die den Flugverkehr stark eingeschränkt hat, bemüht sich Boeing zudem intensiv um Staatshilfen. Diese würden der gesamten Industrie zugute kommen, da ein großer Teil davon für Zahlungen an Zulieferer eingesetzt würde, erklärte Boeing.

Boeing-Sprecher Gordon Johndroe sagte am Dienstag, die angeschlagene Branche benötige „mindestens 60 Milliarden Dollar Liquidität, einschließlich Darlehensgarantien“. Die langfristigen Aussichten für die Branche seien nach wie vor gut, aber bis sich der weltweite Passagierverkehr wieder normalisiert habe, wären diese Maßnahmen notwendig, um den Druck auf den Luftfahrtsektor und die Wirtschaft insgesamt zu bewältigen, so Boeing.

„Dies wird eine der wichtigsten Möglichkeiten für Fluggesellschaften, Flughäfen, Lieferanten und Hersteller sein, um die angespannte Finanzlage bis zur Erholung der Märkte zu überbrücken.“ Die Gelder würden das Bestehen der gesamten Industrie zugutekommen, da ein Großteil der Liquiditätshilfen für Boeing für Zahlungen an Lieferanten zur Aufrechterhaltung der Lieferkette sei, erklärte Johndroe. Der Flugzeughersteller lehnte es ab, zu sagen, welcher Anteil des Rettungspakets für seine Lieferanten vorgesehen sei.

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    US-Präsident Donald Trump erwägt unterdessen scheinbar, die Hilfen auszugeben. „Wir schauen natürlich auf Boeing“, sagte Trump am Dienstag in Washington. Die Firma habe schwer mit vielen Problemen zu kämpfen. „Vor dem vergangenen Jahr hätte ich sie für das großartigste Unternehmen der Welt gehalten. Jetzt werden sie aus 15 verschiedenen Richtungen getroffen“, sagte Trump.

    An der Börse geriet der US-Flugzeugbauer am Dienstag trotz allgemeiner Kursgewinne weiter unter Druck, die Aktie schloss vier Prozent schwächer. Am Montag hatte Boeing bereits einen Kurssturz um 24 Prozent erlitten. Der Konzern steht wegen seines nach zwei Abstürzen binnen kurzer Zeit weltweit mit Flugverboten belegten Verkaufsschlagers 737 Max ohnehin schon mit dem Rücken zur Wand.

    Mehr: Was der Krisenmodus der Airlines für Airbus und Boeing bedeutet, lesen Sie hier.

    • dpa
    • afp
    • rtr
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