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Flugzeugbauer Boeing zahlt Tui Schadensersatz für 737 Max-Ausfall

Die Maschinen müssen bereits seit über einem Jahr am Boden bleiben. Nun haben sich der Reisekonzern Tui und Boeing auf Entschädigungen geeinigt.
03.06.2020 Update: 03.06.2020 - 11:45 Uhr Kommentieren
Mit der neuen Auslieferungsplanung bekommt der Reisekonzern in den nächsten Jahren weniger Flugzeuge. Quelle: Reuters
Boeing 737 von Tui

Mit der neuen Auslieferungsplanung bekommt der Reisekonzern in den nächsten Jahren weniger Flugzeuge.

(Foto: Reuters)

München, Dublin Der Reisekonzern Tui bekommt für den Ausfall seiner 15 Boeing-737-Max-Maschinen nach eigenen Angaben Schadensersatz von dem US-Flugzeugbauer. „Mit der Vereinbarung erhält die Tui einen Ausgleich für den Großteil der durch das Flugverbot der 737 Max entstandenen Kosten“, erklärte Tui-Chef Fritz Joussen am Mittwoch. „Wir haben eine faire Einigung erreicht.“ Über die Einzelheiten sei Stillschweigen vereinbart. Einem Unternehmensinsider zufolge erhält Tui rund 300 Millionen Euro von Boeing.

Neben der Zahlung bekommt der Reiseveranstalter eine Gutschrift für künftige Flugzeugbestellungen. Tui muss die bereits georderten 61 Boeing 737 Max zudem im Schnitt erst um zwei Jahre später abnehmen.

„Dies unterstützt den Plan der Tui, die eigene Flotte der fünf europäischen Airlines infolge der Coronakrise zu verkleinern“, teilte das Unternehmen mit. In den nächsten zwei Jahren soll weniger als die Hälfte der bestellten Boeing 737 Max ausgeliefert werden. „Dies gibt uns erhebliche Flexibilität und ermöglicht uns, das Flottenwachstum dem momentan herausfordernden Marktumfeld zügig anzupassen“, sagte Joussen. Das trieb die Tui-Aktie am Mittwoch in Frankfurt um 7,6 Prozent auf 5,50 Euro.

Alle Boeing 737 Max sind seit März 2019 weltweit am Boden, nachdem zwei Abstürze 346 Todesopfer gefordert hatten. Als Grund dafür galten Probleme mit der Steuerung. Boeing arbeitet daran, wieder eine Genehmigung der US-Flugsicherheitsbehörden für den einstigen Verkaufsschlager zu bekommen, und hat die Produktion des Modells wieder aufgenommen. Als frühestmöglicher Termin für die Starterlaubnis gilt der August. Bevor Tui und andere Fluggesellschaften die Boeing 737 Max wieder einsetzen können, müssen die Piloten noch einmal dafür geschult werden.

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    Tui hatte den Schaden durch den Ausfall des Modells im Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende Oktober) auf 293 Millionen Euro beziffert - etwa für die Anmietung anderer Flugzeuge als Ersatz und den höheren Spritverbrauch, den die meist älteren Maschinen aufweisen. In den Monaten bis zum Zusammenbruch des Tourismus in der Coronakrise im März dürften weitere Kosten aufgelaufen sein. Eigentlich sollte Tui allein 2019 acht weitere Boeing 737 Max übernehmen.

    Tui ist einer der größten Kunden von Boeing in Europa. Der Konzern ist der zweite, von dem bekannt wurde, dass er sich mit dem US-Flugzeugbauer auf eine Entschädigung geeinigt hat. Die größte brasilianische Fluggesellschaft GOL bekommt nach eigenen Angaben von Mitte Mai 2,4 Milliarden Real (gut 400 Millionen Euro) von Boeing.

    Die Flugzeugleasing-Gesellschaft SMBC Aviation teilte am Mittwoch mit, sie habe erreicht, dass die Auslieferung von 68 ihrer 133 bestellten Boeing 737 Max auf die Jahre 2025 bis 2027 verschoben wurde. Hinter dem Unternehmen stehen die japanischen Konzerne Sumitomo Corp und Sumitomo Mitsui Financial.

    Mehr: Boeing nimmt Produktion von Unglücksflieger 737 Max wieder auf

    • rtr
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