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Flugzeugbauer Mitsubishi will Bombardiers Regionaljet-Geschäft übernehmen

Der japanische Mischkonzern möchte seine Flugzeug-Sparte durch die Übernahme des CRJ-Programms des kanadischen Konkurrenten ausbauen. Ob es dazu kommt, ist noch offen.
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Mitsubishi will Bombardiers Regionaljet-Geschäft übernehmen Quelle: Reuters
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Mitsubishi interessiert sich für das CJR-Programm des Unternehmens.

(Foto: Reuters)

Tokio, Montreal Unter den Flugzeugherstellern bahnt sich die nächste große Übernahme an. Der japanische Konzern Mitsubishi Heavy Industries will dem kanadischen Flugzeug- und Zughersteller Bombardier dessen Regionaljet-Segment CRJ abkaufen, wie die Japaner am Mittwoch in Tokio mitteilten.

Der Konzern hat in dem Segment bereits seinen Mitsubishi Regional Jet (MRJ) im Angebot – das erste japanische Verkehrsflugzeug seit den 1960er-Jahren. Für Bombardier wäre der Deal ein weiterer Schritt beim Ausstieg aus dem Flugzeugbau.

Ob es tatsächlich dazu kommt, ist den Japanern zufolge aber noch offen. Zuvor hatte das Luftfahrtportal „Air Current“ berichtet, die Gespräche zwischen beiden Unternehmen seien bereits in einem fortgeschrittenen Stadium und könnten bereits Mitte Juni auf der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget verkündet werden.

Von Bombardier war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Allerdings hatte der Konzern im November den Verkauf seiner Turboprop-Sparte mit den als „Dash 8“ oder „Q-Serie“ bekannten Maschinen angekündigt. Auch das defizitäre Geschäft mit den CRJ-Regionaljets stehe auf dem Prüfstand, hieß es seinerzeit.

Mit einem Verkauf an Mitsubishi würde sich die Fusionswelle unter den großen Flugzeugherstellern fortsetzen. Bombardier hatte sich bereits bei der Entwicklung des ersten Mittelstreckenjets, der C-Serie, finanziell übernommen und die Mehrheit an dem Projekt an Airbus verkauft. Der Flieger wird seitdem unter Airbus A220 vermarktet.

Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing, der gerade mit einem Flugverbot für seinen modernisierten Mittelstreckenjet 737 Max zu kämpfen hat, will sich bis Jahresende einen Anteil von 80 Prozent an der Verkehrsflugzeugsparte des brasilianischen Herstellers Embraer einverleiben. Mitsubishi könnte mit dem CRJ-Deal zum wichtigsten Rivalen von Embraer aufsteigen.

Mehr: Bombardier will sein Werk in Nordirland verkaufen. In Belfast werden die Tragflächen für den Airbus A220 hergestellt. Politiker und Gewerkschaften sorgen sich um Tausende Arbeitsplätze.

  • dpa
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