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Flugzeugbauer US-Aufsicht dämpft Boeings Hoffnung auf rasche 737-Max-Zulassung

Die FAA will sich alle Zeit nehmen, die sie zur Wiederzulassung des Boeing-Modells braucht. Auch will die Behörde diesmal ganz alleine entscheiden und nicht den Hersteller einbeziehen.
27.11.2019 - 03:01 Uhr 1 Kommentar

US-Flugbehörde zögert mit Flugerlaubnis für 737 Max

Washington Die US-Luftfahrtaufsicht FAA sieht keine Eile geboten bei der von Boeing erhofften Wiederzulassung des Unglücksjets 737 Max, für den nach zwei Abstürzen Startverbote gelten. „Die FAA wird sich alle Zeit nehmen, die sie benötigt, um zu gewährleisten, dass das Flugzeug sicher ist“, stellte eine Sprecherin der Behörde am Dienstag (Ortszeit) in Washington klar. Die Überprüfung der 737 Max durch die FAA dauere an. Das Flugzeug werde nicht wieder zugelassen, bevor mehrere Runden gründlicher Tests abgeschlossen seien.

Boeings Hoffnungen auf eine rasche Wiederinbetriebnahme des Verkaufsschlagers könnten damit einen Dämpfer erhalten. Der Konzern hatte sich zuletzt zuversichtlich geäußert, noch im Dezember eine FAA-Zertifizierung der überarbeiteten Steuerungs-Software MCAS zu bekommen, die als Hauptursache der zwei Abstürze mit insgesamt 346 Toten gilt. Damit könnte zumindest die Auslieferung des seit März mit Flugverboten belegten Modells wieder aufgenommen werden.

Die FAA teilte außerdem mit, künftig die alleinige Entscheidungsmacht bei der Zertifizierung der Flugtauglichkeit aller produzierten 737-Max-Jets zu beanspruchen und nichts mehr an Boeing zu delegieren. In einem Brief an Boeing sagte die FAA am Dienstag, sie „habe festgestellt, dass das öffentliche Interesse und die Sicherheit im Luftverkehr verlangen, dass die FAA die höchste Autorität sein muss, die Lufttüchtigkeitsbescheinigungen für alle 737 MAX Flugzeuge ausstellt.“

In der Vergangenheit hatte der Hersteller hier teilweise mitentscheiden dürfen, was nach den Abstürzen für viel Kritik sorgte. Ein Boeing-Sprecher erklärte auf Nachfrage lediglich, dass das Unternehmen weiter eng mit der FAA zusammenarbeiten werde, damit die 737-Max-Flotte wieder sicher in Betrieb genommen werden könne.

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    Vor gut einem Jahr war in Indonesien eine 737 Max der Fluggesellschaft Lion Air abgestürzt, 189 Menschen kamen dabei ums Leben. Im März forderte der Absturz einer Maschine gleichen Typs der Ethiopian Airlines 157 Menschenleben. Seitdem muss das Flugzeug-Modell weltweit am Boden bleiben. Die beiden Maschinen waren nach bisherigen Erkenntnissen vor allem wegen der fehlerhaften Steuer-Software MCAS abgestürzt, die einen Sturzflug automatisch verhindern soll.

    Mehr: Warum der Neustart mit Boeings Unglücksjet 737 Max so schwierig ist, lesen Sie hier.

    • dpa
    • rtr
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    1 Kommentar zu "Flugzeugbauer: US-Aufsicht dämpft Boeings Hoffnung auf rasche 737-Max-Zulassung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Boeing wird sicherlich auch die Frage ins Kalkül einbauen, dass die Kunden sich bei ihrer Flugplanung für andere Flugzeugmodelle entscheiden können. Wer setzt sich wissentlich in diese Flugzeuge ?

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