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Folgen der Bierfusions-Pläne Wie Bavaria-Bier eine Familie zur reichsten in Kolumbien machte

Na dann, prost! Die Santo Domingos, Kolumbiens reichste Großfamilie, sind an nur einem Tag um rund zwei Milliarden Dollar noch reicher geworden – zumindest auf dem Papier.
18.09.2015 - 11:52 Uhr
Bier erfreut sich nicht nur in Bayern, auch in Südamerika großer Beliebtheit. Quelle: Imago
Bierdurst

Bier erfreut sich nicht nur in Bayern, auch in Südamerika großer Beliebtheit.

(Foto: Imago)

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Am Mittwoch wurde bekannt, dass der weltgrößte Bierbrauer Anheuser-Busch Inbev den Branchenzweiten SAB Miller schlucken möchte. Die Folge: Der Aktienkurs des Übernahmekandidaten SAB Miller explodierte. Die Beteiligung der kolumbianischen Familie Santo Domingo an SAB Miller gewann an nur einem Tag 2,2 Milliarden Dollar an Wert, wie der Bloomberg Billionaires Index zeigt. Damit kam die Familie auf ein Vermögen von insgesamt 15,1 Milliarden Dollar (13,2 Milliarden Euro).

Der Zugewinn der Großfamilie, angeführt vom 38-jährigen Alejandro Santo Domingo, ist ein weiterer Erfolg für die Familie, deren Vermögen von der finanziellen Unruhe in vielen Teilen Lateinamerikas kaum in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Alejandro Santo Domingo, Spross von Kolumbiens reichster Familie, besitzt Anteile an Übernahmekandidat SAB Miller.
In Bierlaune

Alejandro Santo Domingo, Spross von Kolumbiens reichster Familie, besitzt Anteile an Übernahmekandidat SAB Miller.

Das Geheimnis ihres Erfolgs: breite geographische Streuung. Ihr wohl wichtigstes Geschäft war 2005 der Verkauf ihrer Bavaria-Brauerei, damals die größte in Kolumbien, an SAB Miller – im Austausch für Aktien. Der Deal ließ die Familie vom Besitzer einer regionalen Brauerei zum zweitgrößten Aktionär des weltweit zweitgrößten Bierherstellers aufsteigen – mit einer Beteiligung von 14 Prozent und zwei Sitzen im Aufsichtsrat.

„Als sich die wirtschaftliche Situation hier unten sehr gut entwickelte, verkauften sie eine Menge ihrer Aktiva und gingen ins Ausland“, sagt Andres Jimenez, ein kolumbianischer Investor und früherer Chef für internationale Verkäufe beim Vermögensverwalter Serfinco in Medellin. Die Familie sei finanziellen Turbulenzen nicht so stark ausgesetzt wie andere.

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    Im vergangenen Dezember überholten die Santo Domingos den Banker Luis Carlos Sarmiento in der Rangliste der reichsten Familien Kolumbiens. „Sarmiento war stark bei kolumbianischen Banken engagiert. So verlor er rund 40 Prozent, als die Währung in den Keller rutschte“, sagt Jimenez.

    Das sind die größten Bierbrauer der Welt
    Platz 10: Groupe Castel
    1 von 10

    Das französische Traditionsunternehmen BGI / Groupe Castel verkauft nicht nur Bier, sondern auch Wein und Soft Drinks. Insbesondere in Afrika sind die Franzosen mit ihren Marken Castel und Flag gut aufgestellt.

    Ausstoß: 29,8 Millionen Hektoliter

    *Quelle: Barth-Haas Group/Statista, alle Zahlen für 2014

    (Foto: www.groupe-castel.com)
    Platz 9: Kirin
    2 von 10

    Die Japaner haben durchaus Sinn für ausgefallene Bierkreationen, entwarfen vor wenigen Jahren ein Frozen Beer. Obwohl die Brauerei, die zum Industriekonglomerat Mitsubishi gehört, ihre Vormachtstellung auf dem Heimatmarkt vor zehn Jahren an Asahi abtreten musste, ist sie global führend.

    Ausstoß: 43,1 Millionen Hektoliter

    (Foto: Reuters)
    Platz 8: Yanjing
    3 von 10

    Yanjing ist der Durchstarter in Asien. In rasantem Tempo hat sich das Kleinunternehmen zu einem mächtigen Konzern im asiatischen Raum entwickelt. Die Gründung der Brauerei liegt nur gut 30 Jahre zurück.

    Ausstoß: 48,3 Millionen Hektoliter

    (Foto: Imago)
    Platz 7: Molson Coors
    4 von 10

    Die Erfinder des Dosenbiers sind auch international längst eine Größe. 2012 übernahm das Unternehmen die tschechische Brauereigruppe StarBev, zu der auch Staropramen gehört. Dadurch gehören die Amerikaner vor allem in Osteuropa zu den führenden Brauern.

    Ausstoß: 58,1 Millionen Hektoliter

    (Foto: ap)
    Platz 6: Tsingtao Brewery Group
    5 von 10

    Die Chinesen haben ihren Einfluss in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Als einer der Hauptsponsoren der olympischen Spiele von 2008 in Peking hat sich Tsingtao fest etabliert. Bereits seit 1972 vertreibt die Firma ihre Produkte auch in den USA.

    Ausstoß: 70,5 Millionen Hektoliter

    (Foto: ap)
    Platz 5: China Resources Brewery
    6 von 10

    Dieses Unternehmen setzt auf Kompetenz aus Europa: Das Joint Venture aus dem chinesischen Unternehmen CR Enterprise und SAB-Miller aus Großbritannien produziert die Marke „Snowbeer“ für den chinesischen Markt. Und das durchaus erfolgreich. Wächst die Marke weiter wie bisher, dürfte bald im Ranking aufsteigen.

    Ausstoß: 117,4 Millionen Hektoliter

    (Foto: Imago)
    Platz 4: Carlsberg
    7 von 10

    Die Dänen haben sich längst von einer regionalen Marke zum Global Player entwickelt. Zu Carlsberg gehören auch die deutsche Kultmarke Astra sowie Lübzer und Holsten.

    Ausstoß: 120,3 Millionen Hektoliter

    (Foto: dpa)

    Der kolumbianische Peso hatte in den vergangenen zwölf Monaten rund ein Drittel seines Wertes eingebüßt. Mit Ausnahme des brasilianischen Reals und des russischen Rubels entwickelte sich keine Schwellenland-Währung so schlecht.

    Alejandro ist Sohn des Patriarchen Julio Mario Santo Domingo. Zu Familienmitglieder gehören auch sein jüngerer Bruder Andres, seine Mutter Beatrice Davila sowie die beiden Enkelkinder von Julio Mario aus einer früheren Ehe – Tatiana sowie Julio.

    Mit Wurzeln in der Karibik-Stadt Barranquilla, der viertgrößten Stadt des Landes, hatte Alejandros Großvater, ein Banker in der Region, viele Firmen aufgekauft, die von der Weltwirtschaftskrise geschwächt waren.

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