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Forschung Das DLR rückt näher an die Wirtschaft

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt baut den Vorstand um und will damit unter anderem den Technologietransfer mit der Industrie stärken.
04.12.2020 - 08:44 Uhr Kommentieren
Der deutsche Astronaut ist der wohl bekannteste „Botschafter“ des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums. Quelle: imago/snapshot
Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Live Schaltung mit Alexander Gerst

Der deutsche Astronaut ist der wohl bekannteste „Botschafter“ des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums.

(Foto: imago/snapshot)

Frankfurt Das renommierte Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) organisiert sich neu. Das Ziel des Umbaus: Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachbereichen der Forschungsinstitution und auch mit der Wirtschaft soll gestärkt werden. Um das zu erreichen, haben der Senat und die Mitgliederversammlung nach Angaben eines Unternehmenssprechers am Donnerstagabend unter anderem den Umbau des Vorstands genehmigt.

Der bisher aus fünf Mitgliedern bestehende Vorstand schrumpft auf vier Sitze. Gleichzeitig geben die Mitglieder des Gremiums ihre bisherige Zuständigkeiten für die einzelnen Fachbereiche wie etwa „Energie und Verkehr“ oder „Raumfahrtforschung und Technologie“ auf. Diese Forschungsschwerpunkte werden künftig von der Vorstandsvorsitzenden Anke Kaysser-Pyzalla verantwortet.

Um das Thema Innovationen über alle Fachbereiche hinweg zu treiben, wird ihr ein neuer Vorstand für „Innovation, Transfer und wissenschaftliche Infrastrukturen“ zur Seite gestellt. Diese Aufgabe übernimmt Karsten Lemmer, der bisher das Vorstandsressort „Energie und Verkehr“ verantwortete.

Der weitere Kernvorstand besteht dann wie bisher aus dem stellvertretenden Vorsitzenden, der zugleich für Themen wie Finanzen und Personal zuständig ist, sowie einem Vorstandsmitglied für das Raumfahrtmanagement. Auf diesem Thema liegt ein zunehmend starker Fokus. Die einzelnen Forschungsbereiche wiederum werden künftig durch drei Bereichsvorstände vertreten, die dem so genannten erweiterten Vorstand angehören und Anke Kayser-Pyzalla bei Fachfragen zur Verfügung stehen.

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    In den Augen des Senats war der Umbau nicht zuletzt wegen der massiven Expansion des DLR notwendig geworden. Hatte die Forschungseinrichtung vor vier Jahren noch 33 Institute und Einrichtungen sind es heute 54, die Mitarbeiterzahl ist auf gut 9000 gewachsen.

    Einsatz von Wasserstoff soll erforscht werden

    Gleichzeitig wachsen auch die Anforderungen an das DLR. Die Bundesregierung will zum Beispiel das Thema Raumfahrt vorantreiben und setzt hier unter anderem stark auf die Kompetenzen des DLR. Die Institution ist zum Beispiel sehr stark beim Thema Erdbeobachtung. Erst im Sommer wurden durch die Europäische Weltraumorganisation ESA Aufträge für die Entwicklung und den Bau von sechs Satelliten für das Copernicus-Programm in Auftrag gegeben. an dem das DLR maßgeblich mitwirkt.

    Zu dem sich wandelnden Umfeld passe ein Vorstand, in dem die einzelnen Mitglieder vor allem ihre eigenen Forschungsbereiche im Blick hätten, nicht mehr, heißt es beim DLR. Man müsse stärker interdisziplinär denken. Es gebe immer mehr Themen wie etwa Wasserstoff, die in vielen Forschungsbereichen eine große Rolle spielen würden.

    Zur Professionalisierung des als privatrechtlicher Verein organisierten DLR wird künftig auch ein Aufsichtsrat gehören. Die Arbeitsteilung mit dem Senat ist klar geregelt. Das Kontrollgremium ist vor allem für die finanzielle und administrative Aufsicht zuständig, die bisher beim Senat lag. Dieser hat künftig mehr Kapazitäten, sich um die wissenschaftlichen und technischen Themen zu kümmern.

    Mehr: Wie Europa seine Zukunft im All vertrödelt

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