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Französischer Branchenriese will Minderheitsbeteiligung erwerben – Widerstand im Ruhrgebiet Veolia geht im Kampf um Gelsenwasser in die Offensive

In den Bieterwettstreit um das zum Verkauf stehende Aktienpaket an der Gelsenwasser AG kommt Schwung: Der französische Wasserriese Veolia hat den Stadtwerken Bochum und Dortmund, die ihren Anteil verringern wollen, ein lukratives Angebot unterbreitet.
  • J. Flauger (M. Hennes, M. Westerhoff; Handelsblatt)

DÜSSELDORF. „Veolia strebt auf Dauer eine Minderheitsbeteiligung als mitgestaltender Kerninvestor an“, heißt es in einem Schreiben an die Eigentümer, das dem Handelsblatt vorliegt. Dabei sichere Veolia Gelsenwasser „eine vollständige Exklusivität für 90 % des deutschen Marktes zu“. Zudem würde der Konzern nur gemeinsam mit Gelsenwasser als gleichberechtigtem Partner in Österreich, Polen, Tschechien, Ungarn und dem Baltikum agieren.

Wie es gestern aus mit den Gesprächen vertrauten Kreisen hieß, will Veolia einen „strategischen Anteil“ an der Wasser und Gas Westfalen GmbH übernehmen, in der Bochum und Dortmund ihre Gelsenwasser-Anteile eingebracht haben. Im Gegenzug könnten die beiden Stadtwerke Anteile an verschiedenen in- und ausländischen Veolia- Töchtern bekommen – beispielsweise an der Leipziger OEWA, in der die Franzosen ihr ostdeutsches Engagement gebündelt haben.

Veolia wollte sich gestern auf Anfrage nicht offiziell äußern. Ein Sprecher der beiden Stadtwerke betonte, der Verkaufsprozess sei noch in einer sehr frühen Phase. Am 11. und 25. März seien weitere Termine angesetzt, an denen sich Interessenten präsentieren könnten.

Der französische Branchenriese tritt in dem Schreiben Spekulationen entgegen, er wolle Deutschlands größten privaten Trinkwasserversorger unter seine Kontrolle bringen: „Bei einer Beteiligung von Veolia wird sichergestellt, dass die operative und technologische Stärke unseres Unternehmens sowie unsere Wachstumsstärke insbesondere auf dem deutschen Markt in das Unternehmen Gelsenwasser und in das Konzept der Stadtwerke Bochum und Dortmund eingebunden werden und nicht umgekehrt das Unternehmen Gelsenwasser in die Veolia-Unternehmensgruppe.“

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