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Französischer Versorger Veolia verkauft britisches Wassergeschäft

Der französische Versorger Veolia Environnement will seinen Schuldenberg abtragen. Mit mehr als einer Milliarde Pfund trägt der Verkauf der britischen Wassersparte entscheidend dazu bei.
28.06.2012 - 10:08 Uhr Kommentieren
Die Zentrale des französischen Versorgers Veolia Environnement. Quelle: AFP

Die Zentrale des französischen Versorgers Veolia Environnement.

(Foto: AFP)

Paris Der französische Versorger Veolia Environnement trennt sich auf seinem Sparkurs von Teilen seines britischen Wassergeschäfts. Die Sparte der regulierten Wasserwirtschaft mit einem Wert von 1,2 Milliarden Pfund (rund 1,5 Milliarden Euro) gehe an Rift Acquisitions, teilten die Franzosen am Donnerstag mit.

Mit dem Erlös will Veolia seinen Schuldenberg abtragen. Der Verkauf in Großbritannien ist der erste wesentliche Schritt in diese Richtung, die der neue Chef Antoine Frerot zur Gesundung des Konzerns eingeschlagen hat. Rift ist Veolia zufolge der Zusammenschluss von Infrastruktur-Investmentgeschäften von Prudential und Morgan Stanley. Veolia-Aktien stiegen in Paris um 2,3 Prozent.

Frerot will Veolia aus der Hälfte der über 70 Länder abziehen, in der das Unternehmen engagiert ist. In Großbritannien hält der Konzern trotz des nun angekündigten Verkaufs vorerst noch an einigen Geschäftsteilen fest. So sollen zehn Prozent des regulierten Wassergeschäfts für mindestens fünf Jahre bei Veolia bleiben wie auch die nicht-regulierten Aktivitäten. In Deutschland war Veolia zuletzt wegen des Streits mit RWE um Anteile an den Berliner Wasserbetrieben in die Schlagzeilen geraten. Die Franzosen halten wie RWE 24,95 Prozent an den Wasserbetrieben in der Hauptstadt. Veolia sträubt sich gegen Pläne, nach denen das Land Berlin den Anteil von RWE übernehmen will. Berlin hält bereits 50,1 Prozent.

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