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Fridays for Future „Meine Kinder sollen stolz auf mich sein“ – Delivery-Hero-Chef Östberg kämpft für den Klimaschutz

Der Gründer hat sich der Initiative „Leaders for climate action“ angeschlossen. Er will die Umweltbilanz seiner Firma verbessern – auch im Interesse seiner Kinder.
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Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg kämpft für den Klimaschutz Quelle: Delivery Hero
Niklas Östberg

Der CEO von Delivery Hero engagiert sich für den Klimaschutz.

Düsseldorf Noch sind die Kinder von Niklas Östberg klein und können mit dem Begriff Klimaschutz nichts anfangen. „Ich möchte mir aber später nicht die Fragen meiner Kinder anhören müssen, warum ich nichts gegen den Klimawandel unternommen habe“, sagt der Chef des Lieferdienstes Delivery Hero. „Ich möchte, dass sie stolz auf ihren Vater sein können.“

Deswegen versucht Östberg auch in seinem Unternehmen, die CO2-Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren. Dass sein Geschäftsmodell da nicht unproblematisch ist, ist ihm durchaus bewusst. Denn wer sich sein Essen verpackt bringen lässt, hat erstmal eine schlechtere Umweltbilanz als der, der selbst kocht oder im Restaurant isst.

„Wir investieren viele Millionen in die Entwicklung von klimafreundlicher Verpackung“, sagt Östberg. Da die Produktion von Fleisch zu einem großen Teil zur Emission von Treibhausgasen beiträgt, beschäftigt sich Delivery Hero auch sehr stark mit der Frage, wie sich der Fleischanteil in den Gerichten verringern lässt. „Außerdem engagieren wir uns bei der Weiterentwicklung von künstlich hergestellten Fleischalternativen“, sagt der Delivery-Hero-Chef.

Östberg ist einer von rund 100 Digitalunternehmern, der sich in der Initiative „Leaders for climate action“ mit den Schülerprotesten von „Fridays for Future“ solidarisiert und für strengeren Klimaschutz einsetzt. Die „Leaders“, zu denen bekannte Unternehmen wie Zalando, Flixbus, Mister Spex oder Home24 gehören, fordern von der Bundesregierung ein radikales Umsteuern in der Klimapolitik

Der entscheidende Punkt: Die Unternehmen stellen genau wie die Initiative „Entrepreneurs for Future“, in der sich rund 2500 Unternehmen zusammengeschlossen haben, nicht nur Forderungen auf, sondern verpflichten sich auch selbst zu konkreten Maßnahmen in ihren Firmen.

„Unsere Firmenzentrale in Berlin mit 2000 Mitarbeitern arbeitet bereits klimaneutral“, sagt Östberg. In Österreich sei das Unternehmen schon komplett klimaneutral, inklusive Verpackung und Auslieferung. „Bis Ende des Jahres wollen wir das in ganz Europa erreicht haben“, verspricht er.

„Wir schauen jetzt nicht mehr zu, sondern wir werden aktiv“, sagt der Gründer. Da sich alle beteiligten Unternehmen öffentlich verpflichtet hätten etwas zu tun, könnten sie keinen Rückzieher machen. „Dieser Druck ist heilsam“, sagt er.

Auch persönlich versucht Östberg, seinen Fleischkonsum weitgehend einzuschränken, auch wenn er kein kompletter Vegetarier ist. Auch geht er bewusster als früher mit dem Konsum um. „Ich schmeiße wenig Dinge weg, kaufe auch lieber weniger und dafür gute Qualität“, sagt er. „Ich möchte einen positiven Beitrag zur Zukunft meiner Kinder leisten.“

Mehr: Mittelständler rufen zum Klimastreik auf. Prominente Unternehmer solidarisieren sich mit den Schülern von „Fridays for Future“. Am 20. September werden einige sogar ihre Niederlassungen schließen.

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