Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Führungskräfte Das Geschäft der Headhunter zieht an

Nach der Wirtschaftskrise haben Headhunter in diesem Jahr endlich wieder gut zu tun - und verdienen ordentlich. Doch das Geschäft ist hart: Die Vermittler von Führungskräften müssen heute deutlich mehr tun als früher, denn die Kunden sind anspruchsvoll.
Kommentieren
Top-Postitionen zu besetzen: Frauen und Manager mit anderen kulturellen Wurzeln sind gesucht. Quelle: plainpicture/Stephen Webster

Top-Postitionen zu besetzen: Frauen und Manager mit anderen kulturellen Wurzeln sind gesucht.

KRONBERG. Sie wissen ja, wir brauchen mehr Vielfalt im Vorstand. Die Hälfte der Kandidaten auf der Shortlist sollen deshalb Frauen sein!" Diese Forderung hört Headhunter Peter Behncke von Korn/Ferry immer öfter, wenn er Top-Positionen für Unternehmen besetzen soll. Doch meist muss er seine Auftraggeber enttäuschen. "Ich könnte ihnen dann höchstens zwei Leute zur Auswahl präsentieren."

Der Ruf nach mehr Vielfalt in den meist deutschen, weißen und männlichen Chefetagen verschafft Personalberatern Mehrarbeit. Erste Unternehmen wie die Telekom haben inzwischen Frauenquoten eingeführt. Allein: In der Wirtschaft fehlen geeignete Kandidatinnen. Aber auch Manager mit anderen kulturellen Wurzeln sind heute heiß begehrt. "Das spielt großen Personalberatungen mit ihren internationalen Netzen in die Hände", sagt Berater Wolfgang Zillessen von Spencer Stuart.

Headhunter haben in diesem Jahr endlich wieder gut zu tun. Im Krisenjahr 2009 dagegen drehte sich das Personalkarussell nur sehr langsam, ganze Führungsebenen wurden gestrichen, Vakanzen nicht oder ganz einfach intern besetzt.

Die Folge: Weltweit brachen die Honorarumsätze laut Weltverband der Personalberater AESC um ein Drittel ein. "In diesem Jahr aber erlebt die Branche eine massive Trendumkehr", freut sich Ulrich Ackermann, Chef der Deutschlandsektion von AESC und Deutschlandchef von Transearch International. "2011 wird das Rekordjahr 2008 deutlich übertreffen." Damals setzten die Führungskräftevermittler rund um den Globus elf Milliarden Dollar um.

Die strengen Regeln zur Corporate Governance bringen zusätzliches Geschäft. Compliance-Experten sind ebenso gefragt wie professionelle Aufsichtsräte. Schanzten sich Manager früher oft auf dem Golfplatz gegenseitig Mandate für Kontrollgremien zu, so schalten Unternehmen immer öfter neutrale Personalberater ein. Spencer Stuart und andere machen bereits zehn Prozent ihres Geschäfts mit der Suche nach qualifizierten Aufsichtsräten.

Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Führungskräfte - Das Geschäft der Headhunter zieht an

0 Kommentare zu "Führungskräfte: Das Geschäft der Headhunter zieht an"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote