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Für gebrauchte Schiffe Reedereien gründen Investmentgesellschaft

Die Preis für Schiffe sind derzeit auf einem niedrigen Niveau. Um die günstige Lage ausnutzen zu können, schließen sich nun zwei Hamburger Reedereien zusammen – um gebrauchte Schiffe gemeinsam zu kaufen.
13.08.2013 - 06:40 Uhr 1 Kommentar
Schiffe sind günstig zu haben. Um die Lage zu nutzen, gründen E.R. Capital Group und die Schulte Group eine Investmentgesellschaft. Quelle: dpa

Schiffe sind günstig zu haben. Um die Lage zu nutzen, gründen E.R. Capital Group und die Schulte Group eine Investmentgesellschaft.

(Foto: dpa)

Hamburg Mit der E.R. Capital Group und der Schulte Group gründen zwei Hamburger Reedereigruppen eine gemeinsame Investmentgesellschaft. Das Joint Venture Quayside Maritime Partners, kurz QMP, soll die derzeit niedrigen Preise nutzen und gebrauchte Schiffe aufkaufen. Ziel ist es, die Schiffe im Fall einer Erholung des Marktes mit Gewinn wieder zu veräußern.

„Von den Investments profitieren sowohl die finanzierenden Banken, deren Kredite stabilisiert werden, als auch der Markt insgesamt“, sagte Ian Beveridge, Chef der Schulte Group, dem Handelsblatt. „Denn durch die Stabilisierung der angekauften Schiffe bleibt deren Wert erhalten und die Abwärtsspirale wird nicht weiter angetrieben.“

Schiffe werden mit einer Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren kalkuliert. „Seit dem Sommer 2008, als die meisten Schifffahrtsmärkte eine starke Boomphase verzeichneten, sind die Schiffswerte drastisch verfallen“, sagte Branchenkenner Burkhard Lemper, Professor am Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL). Die Preise gebrauchter Schiffe liegen je nach Typ zwischen 45 und 85 Prozent unter dem Spitzenwert von 2008.

E.R. Capital und Schulte statten ihr Joint Venture zum Start mit einem zweistelligen Millionenbetrag aus, zusätzliche Geldgeber sind willkommen. „Die Struktur ist so angelegt, dass sich weitere schifffahrtsaffine Investoren beteiligen können. Dies ist der zweite Schritt dieses Joint Ventures und ausdrücklich gewünscht“, sagte Nicholas Teller, Chef der E.R. Capital Holding . Gedacht ist dabei an Finanzinvestoren.

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    Die Hamburger managen über ihre Töchter Bernhard Schulte Shipmanagement und E.R. Schiffahrt zusammengerechnet eine Flotte von rund 800 Schiffen und beschäftigen mehr als 20 000 Seeleute. Die Verbindung ermöglicht Quayside Maritime Partners den Betrieb von Container- und Massengutschiffen, Tankern, aber auch Spezialschiffen wie Plattformversorgern und Ankerziehschleppern. Das erste Kaufobjekt des Gemeinschaftsunternehmens ist ein mittelgroßes Containerschiff.

    • mcs
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    1 Kommentar zu "Für gebrauchte Schiffe: Reedereien gründen Investmentgesellschaft"

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    • Diese Idee hatten schon drei Jüngere aus der Branche und wird jetzt von den etablierten Alten nachgeahmt.

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