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Gasimporteur VNG muss mit großem Verlust rechnen

Mit einem Verlust von 350 Millionen Euro in 2011 muss der Gasimporteur VNG rechnen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Überschuss erwirtschaftet, jetzt machen dem Konzern die langfristigen Verträge zu schaffen.
27.10.2011 - 18:38 Uhr Kommentieren
Auslagerungsstrecke eines Erdgasspeichers der VNG Quelle: ap

Auslagerungsstrecke eines Erdgasspeichers der VNG

(Foto: ap)

Leipzig Deutschlands drittgrößter Gasimporteur VNG droht laut einem Zeitungsbericht in die roten Zahlen zu rutschen. Das Unternehmen, das im Vorjahr noch einen Überschuss von 59 Millionen Euro erzielt hatte, räumte am Donnerstag nur ein, dass es Einbußen erwarte. Es werde voraussichtlich zu einer „Beeinträchtigung des Jahresergebnisses 2011 im Vergleich zum Vorjahr kommen“, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Laut „Leipziger Volkszeitung“ geht es um einen Verlust von 350 Millionen Euro. VNG äußerte sich zu dieser Zahl nicht.

Dem Konzern machten der Preisdruck auf den Großhandelsmärkten und die eigene Bindung an langfristige Lieferverträge zu schaffen. Wie alle großen deutschen Importeure müsse sich auch VNG damit auseinandersetzen, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. Man verhandele seit längerem mit den Lieferanten über Preissenkungen bei den Langfristverträgen. VNG rechnet nach eigenen Angaben allerdings nicht damit, dass es in diesem Jahr eine Einigung gibt. Das Unternehmen bekommt 32 Prozent seiner Gaslieferungen aus Russland, 18 Prozent aus Norwegen und 19 Prozent aus Deutschland. 31 Prozent werden auf den Spot- und Terminmärkten beschafft.

Längerfristig will VNG auch in das Geschäft mit verflüssigtem Erdgas (LNG) einsteigen, um weiter entfernte Bezugsquellen zu erschließen. Die Entwicklung auf dem Gasmarkt gehe nicht spurlos an einer VNG vorbei, sagte der Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft VUB, Andreas Reinhardt. In der VUB haben die beteiligten Kommunen ihre Anteile gebündelt. „Ganz klar wäre ein Ausbleiben der Ausschüttungen ein Nachteil für die Kommunen, die damit für ihre Haushalte gerechnet haben“, sagte Reinhardt.

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