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GDL-Chef Weselsky Dieser Mann legt Deutschland lahm

Der Chef der Lokomotivführer-Gewerkschaft, Claus Weselsky, kämpft in Tarifkonflikten mit harten Bandagen. Mit seiner Wortgewalt eckt er mitunter an. Doch den GDL-Mitgliedern gefällt's.
15.10.2014 - 11:47 Uhr
Claus Weselsky, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), unterhält sich mit streikenden Lokführern und Zugbegleitern auf dem Hauptbahnhof in Berlin. Quelle: dpa

Claus Weselsky, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), unterhält sich mit streikenden Lokführern und Zugbegleitern auf dem Hauptbahnhof in Berlin.

(Foto: dpa)

Berlin Den Führerstand im Zug hat er schon lange verlassen. Und doch kann Claus Weselsky quer durch die Republik die Züge zum Stehen bringen. Der 55-Jährige ist Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und versteht es, seine Mitglieder hinter sich zu bringen. So gibt es auch im laufenden Tarifstreit mit der Deutschen Bahn wieder Streiks. In der Urabstimmung sprachen sich 91 Prozent der Befragten für unbefristete Arbeitsniederlegungen aus.

Weselsky ist Gewerkschafter durch und durch: Der Sachse war bei der Geburtsstunde der GDL in Ostdeutschland dabei und wurde dort 1990 Vorsitzender der Ortsgruppe Pirna. Zwei Jahre später verließ der gelernte Lokführer die Schienen: Vom Büro aus arbeitete er für die GDL, als Personalrat und Betriebsrat, seit 2002 ist er für seine Gewerkschaftstätigkeit ganz freigestellt. Im Mai 2006 stieg Weselsky zum Vizevorsitzenden der GDL auf und wurde „Kronprinz“ des damaligen Chefs Manfred Schell.

Bekannt wurde Weselsky 2007, als sich Schell mitten in der heißen Phase des Arbeitskampfes in die Kur am Bodensee verabschiedete. Damals zeigte Weselsky, dass er ein Verhandlungsführer ist, der die Position der Lokführer kompromisslos vertritt und durchaus mit harten Bandagen kämpft.

Das nach monatelangem Streit Anfang 2008 erkämpfte Ergebnis konnte sich sehen lassen: Ein saftiges Lohnplus von elf Prozent. Wenige Monate später wählten die GDL-Mitglieder Weselsky zum Nachfolger von Schell, mit 90 Prozent der Stimmen.

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    Mit harten Bandagen kämpft Weselsky auch im laufenden Tarifstreit. Zuletzt scheiterten vergangene Woche Gespräche zwischen dem GDL-Chef und dem Personalvorstand der Deutschen Bahn, Ulrich Weber. „Nicht einen einzigen Millimeter“ habe sich die Gegenseite bewegt, schimpfte Weber. Der Konzern habe „die letzte Chance vertan, um Arbeitskämpfe abzuwenden“, wetterte Weselsky.

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