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GDL im Arbeitskampf Lokführer streiken am Samstag

Nun kommt es Schlag auf Schlag: Einen Tag nach den Piloten streiken am Samstag die Lokführer. Sie wollen am Morgen drei Stunden lang die Arbeit niederlegen. GDL-Chef Weselsky kündigt einen längeren Arbeitskampf an.
05.09.2014 Update: 05.09.2014 - 16:29 Uhr 1 Kommentar

Ein Streik kommt selten allein

Frankfurt Bahnreisende müssen sich für diesen Samstagmorgen auf einen weiteren Warnstreik einstellen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) rief ihre Mitglieder am Freitag auf, um 6 Uhr bundesweit die Arbeit für drei Stunden niederzulegen. Betroffen sind Regional- und Fernzüge, sie S-Bahnen in Berlin und Hamburg sowie der Güterverkehr. Die Bahn kritisierte die Aktion als „völlig irrational“.

GDL-Chef Claus Weselsky warf dagegen der Deutschen Bahn im Hessischen Rundfunk vor, sich in dem Tarifkonflikt nicht zu bewegen und die rivalisierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zu schützen. In der kommenden Woche werde die GDL über weitere Schritte beraten, hieß es. „Als nächstes folgt die Urabstimmung über einen regulären Arbeitskampf“, sagte Weselsky.

Am Montagabend hatte ein Lokführerwarnstreik Zehntausende Reisende und Pendler getroffen. Der Samstag ist dagegen gewöhnlich der verkehrsärmste Tag bei der Bahn. Möglicherweise gibt es an diesem Samstagmorgen aber noch Einschränkungen bei der Lufthansa infolge des Streiks, den die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit für Freitagabend angekündigt hatte. Ausweichen auf die Bahn ist dann nicht mehr möglich.

Die Lokführergewerkschaft kämpft darum, künftig auch für das übrige Zugpersonal verhandeln zu dürfen - was bisher die größere EVG übernahm. Die Bahn will dagegen als Bedingung für Verhandlungen über mehr Geld, dass beide Gewerkschaften zusammenarbeiten.

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    „Niemand versteht den Sinn dieser Streiks, abgesehen von der Tatsache, dass eine Gewerkschaft das Spielfeld der anderen erobern will“, kritisierte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber. Er rief die Gewerkschaft auf, die Aktion abzublasen und wieder zu verhandeln. Die GDL betont in ihrem Aufruf dagegen, mit dem Streik die Bahn an den Verhandlungstisch zurück bringen zu wollen.

    Die Bahn kündigte an, in den Zügen und auf Bahnhöfen mehrere hundert Mitarbeiter zur Verstärkung einzusetzen, vor allem beim Service-Personal, den Betriebszentralen und Transportleitungen und bei der Reisendeninformation.

    „Wir sind jederzeit bereit, über alles für unsere Lokführer zu verhandeln“, versicherte Weber. „Über Löhne, über Arbeitsbedingungen und über neue Spielregeln für Tarifverhandlungen.“ Die GDL verlangt für sie alle fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit. Die bundeseigene Deutsche Bahn ein Lohnplus von 1,9 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit angeboten.

    • dpa
    • afp
    • rtr
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    1 Kommentar zu "GDL im Arbeitskampf: Lokführer streiken am Samstag"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Neues von der Pannenbahn
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      Die Lockführer streiken schon wieder. Es ist aber ein Streik zwischen GDL und EVG um die Hoheit bei Streiks.
      Hier wird es Zeit, dass Spartengewerkschaften verboten werden.

      Deutschland wird kaputtgestreikt.
      "Urlaubsheimkehrer erwartet in Deutschland zum Ferienende ein Chaos: Heute Abend streiken die Piloten der Lufthansa, am Samstagmorgen die Lokführer der Bahn.

      Es wird Zeit, dass diese Spartengewerkschaften verboten werden. VC und GDL wollen Deutschland lahmlegen und nehmen dazu bewusst ihre "Kunden" in Geiselhaft.
      Da sehnt man sich nach Margret Thatcher. Die hatte es damals richtig gemacht!

      In ihrer zweiten Legislaturperiode ging es vor allem darum, den Einfluss des Staates und der Gewerkschaften auf die Wirtschaft zurückzudrängen.
      Das muss hier auch geschehen! Es kann/darf nicht sein, dass Zwergengewerkschaften Deutschland lahm legen.

      Zum Schlüsselereignis wurde 1984/85 der Streik der britischen Bergarbeiter gegen die geplanten Schließungen und Privatisierungen ihrer Zechen. Der Streik dauerte ein Jahr. Die Gewerkschaft National Union of Mineworkers hatte bald ihre Rücklagen („Streikkasse“) aufgebraucht und konnte dann keine Streikgelder mehr zahlen.

      Quelle: Wikipedia
      http://de.wikipedia.org/wiki/Margaret_Thatcher#Wirtschaftspolitik

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