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GDL setzt Lokführerstreik fort Claus Weselsky kennt keine Gnade

Kein vorzeitiges Ende des Lokführer-Streiks: GDL-Chef Claus Weselsky lehnt das Vermittlungsangebot der Bahn ab. Ab Freitag könnte es durch den Ausstand für die Wirtschaft eng werden – etwa in der Stahlbranche.
Update: 07.05.2015 - 15:31 Uhr 17 Kommentare

Weselsky: „Das Angebot kann nur ein PR-Gag sein"

Frankfurt/Berlin Die Lokführergewerkschaft GDL hat das Angebot der Bahn für eine Vermittlung in dem Tarifkonflikt abgelehnt. Der bundesweite Streik werde wie geplant bis zum Sonntag fortgesetzt, sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Donnerstag in Berlin.

Weselsky hatte zuvor am Donnerstag im Hessischen Rundfunk gesagt: „Heute Nachmittag werden wir mitteilen, wie wir den Vorschlag der Deutschen Bahn bewerten. Dann denke ich, dass die Streiks entweder weitergehen oder zu einem vernünftigen Zeitpunkt unterbrochen werden.“

Die Bahn hatte vorgeschlagen, den früheren brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) als Beobachter oder Vermittler in neue Verhandlungen zu holen. Weselsky sagte, es werde kein solches Verfahren geben, solange der Konzern seine Bedingung aufrechterhalte, dass es am Ende inhaltsgleiche Ergebnisse mit der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gibt.

Dies sei ein Eingriff in die grundgesetzlich geschützte Koalitionsfreiheit, kritisierte der GDL-Chef. Grundsätzlich sie die GDL aber zu Gesprächen bereit, um über Lösungsansätze zu diskutieren. Die Bahn könne sich beraten lassen, von wem sie wolle.

Die Lokführer bestreiken seit dem vergangenen September zum achten Mal deutschlandweit den Zugbetrieb der Deutschen Bahn. Am Donnerstag - dem dritten von sechs Streiktagen im Personenverkehr - fuhren nach Bahn-Angaben wie an den Vortagen etwa ein Drittel der Fernzüge und 15 bis 65 Prozent der Regionalzüge.

Die Lage bleibt verfahren
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17 Kommentare zu "GDL setzt Lokführerstreik fort: Claus Weselsky kennt keine Gnade"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Freiheit ist immer etwas für die anderen

    w. ist hart wie kruppstahl

    und das ist gut so
    denn es geht um die freiheit
    selbst zu bestimmen wer mich vertreten soll

    um nichts geringeres

    ich habe verständnis dafür das Chefredakteure aller medienkonzerne (als machtmenschen) probleme damit haben

    übrigens stimmt es ,dass der bahnvorstand SEINE bezüge um 175 % angehoben hat
    wofür?
    bei o%inflation, maroden bahnanlagen, stellwerke werden von elektomechanischen auf reinen handbetrieb an der weiche zurückgebaut
    das ist gewollt von den potentiellen investoren bei der bahn als da waren z.B. die autoindustrie

  • Keine Gnade. Gnade ist etwas für Schwache!
    ------------------
    Und die GDL ist stark! Meint jedenfalls Weselsky.
    Er ist ein "Scheinriese".
    Und er hat eine panische Angst vor dem Tarifeinheitsgesetz. Damit würde seine Zwergengewerkschaft entmachtet und die EVG hätte das sagen.
    Deshalb will er jetzt noch Pflöcke einrammen.

  • Richtig!
    Ich bin kein Bahnfahrer, aber so viele und längere Streiks kann ich mir vorstellen wird viele ehemaligen Bahnfahrgäste davon abhalten sich erneut eine Bahncard 25/50 oder so zu kaufen. Jetzt mussten viele die Fernbus-App herunterladen und es werden einige nicht zurückkehren. So sägt man am eigenen Ast. Ohne Fahrgäste benötigt man keine Lokführer mehr.
    Ein unflexibler ehemaliger Staatskonzern trifft auf Sturkopf und beide sorgen dafür dass die im weltweiten Vergleich eh schon veraltete/historische DB noch weiter an Zuspruch verliert. Eigentlich Schade denn in Zeiten der Autobahnmaut, Feinstaub und Tempo 30 Zonen usw... wäre eine gute Alternative nützlich gewesen.

  • Ein Plattdeutsches Sprichwort lautet:
    "Wenn Schiet wat ward", oder auf gut Deutsch: "Wenn der primitive Pöbel Macht erhält".
    Das ist durchaus zutreffend wenn man das Gebaren dieses "Herrn" W. zu Grunde legt.

  • Das destruktive Wirken der GdL konterkariert im Ergebnis die an sich natürlich vorhandene Wertschöpfung der von Ihnen erwähnten Angestellten. Die volkswirtschaftlichen Schäden dieser „Dauerstreiks“ sind immens und unübersehbar und treffen überwiegend unschuldige Dritte. Die „Gehaltsliste“ könnten Sie gestern in FOCUS.de gesehen haben. Diese – da wird ausdrücklich drauf hingewiesen - datiert aber von 2007! Alleine 2008 gab es für Lokführer eine Lohnerhöhung von 11 Prozent, in den folgenden Jahren weitere! Einstiegsgehälter von Berufsunerfahrenen sind m. E. kein Maßstab. Zum Nettogehalt kommen ohnehin einige Zulagen. – Wenn Sie Frau Nahles für ihr jüngstes Rentenkonstrukt rügen, bin ich bei Ihnen. Ein populistischer Akt, den alle Rentner und Beitragszahler, jung wie alt, teuer bezahlen. Das zeigen ja bereits erste Auswertungen, die sich alsbald in Beitragserhöhungen niederschlagen müssen. – Ich bin übrigens auch ein Gegner der speziellen Kaste „polit-alimentierter“ Vorstände, nicht nur bei der Bahn, Herr Stoiber.

  • Wenn das neue Gesetz kommt ist Weselsky seinen Job los. Nur darum geht es.

  • und wenn der Chef die Schnauze voll har, verkauft er den Laden und macht sich ein schönes Leben.Die dummen Gesichter möchte ich dann mal sehen.

  • Die "kleine" Gewerkschaft macht es den Grossen vor, wie man die Interressen der Mitglieder gegenüber den nimmersatten Vorständen und Politik-Alimentierten vertritt.

    SUPER GDL, mach weiter so, und am Sonntag noch eine weitere Woche Streik !!

  • "Boss einer an sich überflüssigen und damit nicht zur Wertschöpfung der Volkswirtschaft beitragenden zweiten Gewerkschaft für Bahnbedienstete"
    Sie haben natürlich recht, dass die Gewerkschaft nicht zur Wertschöpfung beiträgt, wohl aber die Angestellten die in dieser organisiert sind! Also was soll diese Aussage?
    "Vergessen werden sollte bei all dem auch nicht, dass Lokführer [wie auch die nimmersatten Piloten] keineswegs zu den Niedrig-Verdienern gehören"
    Ähm woher nehmen sie denn diese Erkenntnis? Das ist schlichtweg falsch! Anfang der Woche schwirrte eine Liste durch die Medien mit Beispielgehältern. Einstiegsgehalt für einen 25 jährigen Lokführer liegt so bei ca. 1.250 netto wenn ich mich recht erinnere. In jedem Fall ein unterdurchschnittlicher Verdienst!
    Fr. Nahles hat bisher nur absoluten Mist verzapft (Stichwort Rente) und diese Gesetz macht da keine Ausnahme.

  • Als Unternehmer wünschen wir uns weniger Berichterstattung zur GDL. Vor allem wollen wir den Oberstreikhansel nicht mehr sehen. Zum Streik ist alles gesagt. Es ist auch klar, dass die Bundesregierung reagiert. Solche Streiks werden in Zukunft nicht mehr möglich sein. Das hat selbst Italien hinbekommen.

    Als Handelsblatt Leser möchten wir vielmehr wissen, wie viel Schaden der Streik verursacht hat. Unser Auslandsgeschäft wurde bereits durch die Pilotenstreiks massiv geschädigt. Da konnte man auf Konkurrenten ausweichen. Die Bahn werden wir allerdings gar nicht mehr einsetzen. Das hat sich erledigt.

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