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Premium GDL und die Bahn Die Streik-Republik

Der erneute Arbeitskampf bei der Bahn bedroht die deutsche Wirtschaft. Wichtige Lieferketten werden zerstört. Die an hohes Wachstum gewöhnte Republik leistet sich ein paar Tage lang einen unfreiwilligen Stillstand.
05.05.2015 - 11:08 Uhr
Die Gewerkschaft hat in dem Tarifkonflikt bislang sieben Mal den Güter- oder Personenverkehr bestreikt. Quelle: dpa
Verlassener Bahnhof

Die Gewerkschaft hat in dem Tarifkonflikt bislang sieben Mal den Güter- oder Personenverkehr bestreikt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/Berlin Das Ausland blickt üblicherweise voller Respekt, auch Neid auf die Bundesrepublik. Das Wachstum ist hoch, die Arbeitslosigkeit niedrig – so hätten es viele gern, vor allem in Europa.

Doch in dieser Woche bietet das bislang so leuchtend frühlingshaft umflorte Deutschland ein ganz anderes Bild. Es zeigt sich als Republik der Streikfreudigen, als Zone der großen unfreiwilligen Entschleunigung. Stillstand made in Germany.

Kaum hatte der Bundestags-Sozialausschuss am Montag seine Anhörung zur Tarifeinheit beendet, da standen die ersten Güterzüge still. Nur wenige Stunden später trifft der längste Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn dann auch die Berufspendler. Und von Ende der Woche an werden viele Eltern ungeplanten Urlaub nehmen müssen – die Kitas ihrer Kinder werden bestreikt. Schließlich gehören zur aktuellen Lust am Widerstand die Arbeitskämpfe bei der Firma Prosegur, die Geldautomaten versorgt. Folge: In Berlin und Brandenburg kann mitunter kein Cash mehr bei der Bankfiliale gezogen werden.

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