Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Gefahr für den Luftverkehr Nummernschild für Drohnen?

Die Zahl der privaten Drohnen wird in den kommenden Jahren drastisch steigen. Die Deutsche Flugsicherung warnt vor schon jetzt vor Kollisionen mit Passagierjets - und fordert strikte Verkehrsregeln im Luftraum.
Kommentieren
Drohnen für den privaten Gebrauch werden immer billiger. Schon bald könnten die Flugobjekte für Chaos im Luftraum sorgen, befürchten Experten. Quelle: dpa
Drohne für Flugaufnahmen

Drohnen für den privaten Gebrauch werden immer billiger. Schon bald könnten die Flugobjekte für Chaos im Luftraum sorgen, befürchten Experten.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Deutsche Flugsicherung (DFS) will mit einem Kennzeichen für private Drohnen am Himmel für Ordnung sorgen. „Je mehr Drohnen wir haben, desto näher müssen die Regeln für den Betrieb sich an denen des bemannten Flugverkehrs orientieren“, sagte DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle. Er will deshalb eine Kennzeichnungspflicht für die im schlimmsten Fall auch für Linienflieger gefährlichen Drohnen. „Dann können wir jemanden, der so ein Gerät missbräuchlich benutzt, identifizieren und aus dem Verkehr ziehen.“

Flugzeuge etwa verfügten über einen Transponder, der ständig die Flugkennung sowie Daten über Richtung und Geschwindigkeit aussendet. Zudem sei vorstellbar, in der Landkarten-Software der Drohnen Verbotszonen zu verankern - die Gebiete könnten dann nicht mehr durchflogen werden.

Wie wir morgen fliegen
Mehr Luft über den Wolken
1 von 10

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer tritt bei seiner Regionaljet-Generation E2 mit einer völlig neu gestalteten Kabine an. Spezielle Handgepäck-Behälter sowie versetzte Sitze sorgen nicht nur für einen luftigeren Eindruck bei den Fluggästen, sie schaffen auch tatsächlich mehr Platz in der chronisch beengten Röhre.

(Foto: )
Apartment in 13.000 Metern Höhe
2 von 10

„Residence by Etihad“ – unter diesem Namen bietet die Golf-Airline ihren betuchten Fluggästen nicht weniger als eine komfortable Drei-Zimmer-Wohnung für ihren Flug an. Eingebaut ist das Luxus-Appartement im Oberdeck des Airbus 380, von dem die Fluggesellschaft gerade den zweiten übernommen hat. Acht weitere A380 sind bereits bestellt.

(Foto: )
Ausgehen an Bord
3 von 10

Rivale Qatar Airways setzt dagegen auf einen gepflegten Ausflug an Bord – etwa in eine luxuriös  gestaltete Bar. Auch sie ist in den Airbus 380 der Airline eingebaut und zwar im Oberdeck. Rein dürfen leider nur Passagiere der Business und First Class, alle anderen müssen weiterhin auf ihren Sitzen bleiben. 

Immer unter Strom
4 von 10

Über den Wolken scheint immer die Sonne. Die Ingenieure von B/E Aerospace wollen sich das zunutze machen. Sie haben in die Sonnenblenden der Fenster einen dünnen Solarzellenfilm eingebaut. Der liefert Strom etwa zum Aufladen eines Smartphones oder Tablet-Computers. Noch befindet sich das System mit dem Namen „Solar Eclipse“ in der Testphase.

(Foto: )
Müllwagen an Bord
5 von 10

Eine Idee, die für die Passgiere nicht sichtbar, aber gleichwohl genial ist, hat Marc Spille, Student an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, gemeinsam mit Airbus umgesetzt. Sein mobiler Müllcontainer zieht die gefüllten Müllsäcke stark zusammen und presst den Abfall so platzsparend zusammen. Der Clou: Spille nutzt dazu das Vakuumsystem der Bordtoilette.

(Foto: )
Digitale Fluchthilfe
6 von 10

Dem Gerede des Sitznachbarn entkommen? Mit der „Escape Visor“ von Alexandra Moceri vom College for Creative Studies in Detroit ist das kein Problem. Befestigt am Kopfteil des Flugzeugsitzes kann der Passagier die „Brille“ bei Bedarf herunterklappen und per Touchpad im Sitz festlegen, was er mit ihr sehen möchte – vom aktuellen Bordprogramm bis hin zu Live-Bildern vom Flug. Alternativ lässt sich das Sichtfeld abdunkeln – für ein kleines Nickerchen. Noch ist die Brille allerdings nur eine Studie.

(Foto: )
Neue Durchlässigkeit
7 von 10

Mit einer neuen, stark lichtdurchlässigen Folie macht Sabic Innovative Plastics auf sich aufmerksam. Was auf den ersten Blick unspektakulär klingen mag, schafft ganz neue Möglichkeiten auch für den Fluggast. Längst denken die Airlines etwa über Self-Service-Stationen an Bord nach. Dazu muss der Passagier natürlich sehen, was es gibt. Das klassische Vitrinenglas ist viel zu schwer. Die Folie von Sabic ist dagegen leicht und zudem noch schwer entflammbar.

(Foto: )

Nötig werden die Schritte, da die Zahl der Drohnen sich nach Einschätzung von Scheurle in den nächsten fünf Jahren in Deutschland mindestens verzehnfachen wird. „Drohnen sind auf dem Vormarsch, man kann das nicht mehr stoppen.“ Die Gefahr für den Flugverkehr, den die DFS mit 1900 Lotsen überwacht, nimmt deshalb zu. Es habe bereits Vorfälle gegeben, bei denen Drohnen in der Nähe von Start- und Landebahnen gesichtet worden seien, sagte Scheurle.

Jüngster Fall war ein Lufthansa-Flugzeug, das kurz vor der Landung in Warschau beinahe mit einem solchen Fluggerät zusammengestoßen wäre. „Wenn eine Drohne in ein Triebwerk eines landenden Jets gerät, weiß keiner was passiert.“ Scheurle steht seit zweieinhalb Jahren an der Spitze des Unternehmens DFS, das komplett dem Bund gehört. Davor war Scheurle Staatssekretär im Verkehrsministerium, Investmentbanker, Chef der Telekom- und Post-Regulierungsbehörde und saß für die CSU im Bundestag.

Einfache Modelle gibt es schon für 25 Euro
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "Gefahr für den Luftverkehr: Nummernschild für Drohnen?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote