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Genius-Award Ausgezeichnete Ideen für die Mobilität für morgen

Lilium, Urmo, Park your Truck und Intech arbeiten an der Lösung der Verkehrsprobleme. Auf dem Auto-Gipfel des Handelsblatts wurden sie ausgezeichnet.
Update: 28.10.2019 - 10:57 Uhr Kommentieren
Urmo-Gründer Jakob Karbaumer (Mitte) und Sebastian Gouy mit Laudatorin Meike Zetsche. Quelle: Marc-Steffen Unger Marc-Steffen Unger für Handelsblatt
Gewinner der Kategorie „Inspiring Innovation“

Urmo-Gründer Jakob Karbaumer (Mitte) und Sebastian Gouy mit Laudatorin Meike Zetsche.

(Foto: Marc-Steffen Unger Marc-Steffen Unger für Handelsblatt)

Stuttgart Wer mit dem eigenen Wagen zum Handelsblatt Auto-Gipfel im Stuttgarter Porsche-Museum kommt, weiß, vor welchen Problemen die Mobilität von morgen schon heute steht: überlastete Straßen, leere Autos, hohe Umweltbelastung.

Die Sieger des Germany’s New Mobility & Connectivity Award – kurz Genius Award – haben das Potenzial, Teil der Lösung der Mobilitätsprobleme zu werden. Handelsblatt, Zeit und VW Financial Services haben diesen jungen Preis mit dem Stuttgarter Projektbüro zet:project dieses Jahr zum zweiten Mal und erstmals auf dem Auto-Gipfel vergeben.

„Wir wollen mit den Siegern in vier Kategorien Erfolgsstorys kommunizieren“, sagte Volker Zetsche, Geschäftsführer von zet:project und Jurymitglied. „Es ist faszinierend, welche visionären Ideen deutsche Start-ups umsetzen“, betonte Andrea Rexer, Leiterin des Unternehmensressorts des Handelsblatts und ebenfalls Jurymitglied, in ihrer Moderation.

Spektakulärster Preisträger war Lilium mit seinem senkrecht startenden Flugtaxi in der Kategorie „Visionary Reality“. Mitgründer Patrick Nathen nutzte den Auto-Gipfel gleich zur Lösung seines größten Problems: „Bei uns sind 150 Stellen offen. Also wer Lust auf die dritte Dimension hat, bitte melden.“

Lange galten elektrische Flugtaxis als unrealistische Träumerei. Die Zeiten scheinen vorbei. Lilium-Konkurrent Volocopter hat vor wenigen Tagen in Stuttgart einen bemannten Testflug in der Öffentlichkeit absolviert.

Lilium-Gründer Patrick Nathen mit Moderatorin Andrea Rexer. Quelle: Marc-Steffen Unger Marc-Steffen Unger für Handelsblatt
Gewinner der Kategorie „Visionary Reality“

Lilium-Gründer Patrick Nathen mit Moderatorin Andrea Rexer.

(Foto: Marc-Steffen Unger Marc-Steffen Unger für Handelsblatt)

Dagegen hat Lilium seine erste Testphase mit Geschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern im Überlandflug in den USA erfolgreich abgeschlossen. Mehr als 100 Tests am Boden und in der Luft haben die Münchener in den vergangenen fünf Monaten auf einem Testgelände im Süden Bayerns durchgeführt.

In der nächsten Phase der Erprobung soll der elektrisch betriebene Minijet jetzt bis zu 300 Kilometer pro Stunde schaffen. Dadurch würde sich der tägliche Aktionsradius von Pendlern versechsfachen. 2025 sollen die ersten Drohnen im Passagierbetrieb fliegen. „Stellen Sie sich vor, in Stuttgart zu arbeiten und in München zu wohnen. Davon träumen hier viele“, erklärte der Lilium-Gründer bei der Veranstaltung in der Schwaben-Metropole.

Allerdings provozierte er auch Kritik. „Flugtaxis sind faszinierende Projekte, aber im Erfolgsfall wird der Luftraum schnell eng“, gab der Forschungschef des Automobilzulieferers Mahle, Otmar Scharrer, am Rande der Veranstaltung zu bedenken. Die Eroberung der dritten Dimension habe ihre Grenzen.

Parkplatz-Sharing für Lastwagen

Aber auch am Boden tut sich viel in der Gründerszene. In der Kategorie „Inspiring Innovation“ gewann das Münchener Start-up Urmo mit seinem elektrischen Kleinstfahrzeug. Das Hoverboard ist dank seines leichten Gewichts und des zum Patent angemeldeten Klappmechanismus anderen Zweirädern überlegen.

In nur zwei Sekunden kann man den an ein Segway ohne Stange erinnernden Urmo mit einem Handgriff auf Aktenkoffergröße zusammenfalten und so überall mit hinnehmen. So schließt das Gerät als Ergänzung die Lücke zwischen Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln.

In der Kategorie „Driving Disruption“ gewann das Start-up Park your Truck. Unter dem Namen Unser Parkplatz GmbH im August 2013 gegründet, bot die Onlineplattform aus Dessau erst nur das Teilen von Pkw-Parkplätzen an.

Nach einem Jahr wendeten sich die Gründer aber den Problemen bei den Stellflächen für Lastwagen zu. Das Parken der Brummis ist für die Fahrer ebenso wie für die Kommunen ein schwieriges Thema. Denise Schuster von Park your Truck erwartet „aufgrund der Lenkzeitbeschränkung und weil es für diese Zielgruppe noch keine Lösung gab“ ein deutlich größeres Geschäft als beim Thema Privatfahrzeuge.

In der Kategorie „Connecting People“ holte Intech den Genius-Award. Das Technologieunternehmen aus München mit heute über 1500 Beschäftigten, die meisten davon Softwarespezialisten, entwickelt innovative Lösungen für Smart City und Smart Factory, um den Alltag zu vernetzen und damit intelligent, einfach, nachhaltig und sicher zu machen.

Mehr: VW-Vorstand Sommer verteidigt auf dem Handelsblatt Auto-Gipfel den Wechsel vom Verbrenner zum E-Antrieb. Doch die Branche muss noch viele Probleme mit Batteriezellen lösen.

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