Gepa Fairhandelshaus legt beim Umsatz zu

Das kirchennahe Handelshaus Gepa hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 7,2 Prozent auf gut 74 Millionen Euro gesteigert. Wichtigstes Produkt war dabei Kaffee. Nun will das Unternehmen sein Sortiment aufstocken.
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Neben fair gehandeltem Kaffee will das Unternehmen bald auch Lebkuchen und Schoko-Nikoläuse anbieten. Quelle: dpa
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Neben fair gehandeltem Kaffee will das Unternehmen bald auch Lebkuchen und Schoko-Nikoläuse anbieten.

(Foto: dpa)

WuppertalDas kirchennahe Handelshaus Gepa hat sein Geschäft mit Lebensmitteln aus fairem Handel im vergangenen Jahr ausgebaut. Der Umsatz stieg um 7,2 Prozent auf rund 74 Millionen Euro, teilte das auf Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern spezialisierte Unternehmen am Donnerstag in Wuppertal mit. Wichtigstes Produkt war Kaffee mit einem Zuwachs um 7,6 Prozent auf 31,7 Millionen Euro.

Bei Schokoladen legte der Erlös um 8,9 Prozent auf 16 Millionen Euro zu. In diesem Jahr würden nun erstmals auch Saisonartikel wie Schoko-Nikoläuse, Weihnachtsschokolade oder Lebkuchen-Konfekt gebündelt in größerem Stil angeboten, sagte Geschäftsführer Peter Schaumberger.

Schoko-Wachmacher, Fruchtgummi-Selfies und süße Pizza
Comeback der Klassiker
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„Zu den Trends im Süßwarenmarkt zählt die Neuentdeckung der sogenannten Klassiker“, erklärt Klaus Reingen, Hauptgeschäftsführer im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie. Kein Wunder, dass auch Deutschlands älteste Schokoladenfabrik einen seiner Klassiker neu auflegt: Halloren bringt eine limitierte Retro-Edition seiner Halloren-Kugeln auf den Markt.

Die Schweizer lassen es krachen
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Ob das Schweizer Traditionsunternehmen Kägi bei seinem neuen Produkt ebenfalls an einen Klassiker gedacht hat? Der lautmalerische Titel „Kabääm“ erinnert irgendwie an die Fernsehserie „Batman“ aus den 1960er Jahren. Eigentlich ist es aber eine ein Tischfeuerwerk der anderen Art: Es regnet leckere Waffenriegel.

Gemüse-Snacks sind weiter im Kommen
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Seit 2015 hat die ISM ihr Angebot erweitert. Neben Süßwaren- und Knabberartikel gibt es seitdem auch Frühstücksprodukte und herzhafte Snacks. Neue Hersteller kamen auch aus dem Bereich Gemüsesnacks hinzu. So wie das Stuttgarter Start-up Papicante, das für seinen herzhafter Snackriegel Erbsen mit Superfoods wie Quinoa kombiniert.

Hype um die Superfoods
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Überhaupt versuchen viele Hersteller in ihren Produkten sogenannten Superfoods unterzubringen, die eine besonders hohe Nährstoffdichte aufweisen. Etwa Chiasamen, Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne oder Blaubeeren. Ob ein Superfood allerdings etwas nutzt, wenn es nur in minimalen Mengen einem ansonsten herkömmlichen Müsli oder einem gewöhnlichen Riegel beigemischt wird, sei dahingestellt.

Der Wachmacher
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Auch die kleinen roten Früchte der Guarana-Pflanze sind etwas Besonderes: Sie sind nicht nur reich an Fetten, Eiweißen sowie Stärke, sondern weisen auch eine hohe Konzentration an Koffein auf. Früher soll sie Amazonas-Indianern bei mehrtägigen Jagdausflügen fit gehalten haben. Der Berliner Hersteller Koakult hat daraus einen Bio-Kakao gemacht, der wie Kaffee wirken soll.

Zucker, der kein Zucker ist
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Bei der Suche nach einer Alternative zum Raffineriezucker setzt der Hersteller mit dem passenden Namen „No Sugar Sugar“ auf Xylit – einem natürlichen Zuckeraustauschstoff. Das Hamburger Unternehmen hat unter anderem Nuss-Nougat- und Erdnuss-Creme sowie Marmeladen im Sortiment.

Die Verpackung macht’s
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Wer nicht mit Bio- oder Veggie-Produkten punktet, braucht dringen eine besondere Verpackung. So wie beim Evil Duck Candy Spray des Kaugummi-Produzenten Alex Sweets bei Aachen. Der Inhalt der fies dreinblickenden Ente: ein saures Süßigkeitenspray in drei Geschmacksrichtungen.

Wichtigster Umsatzbringer war 2016 der Verkauf der etwa 450 Lebensmittel-Produkte in Super- und Biomärkten, der Umsatz stieg hier um zehn Prozent auf 28 Millionen Euro. Der traditionelle Absatz über die etwa 800 Weltläden sowie 5000 Aktionsgruppen ging leicht auf 21 Millionen Euro zurück. Der Verkauf von Rohwaren wie Kakao an ausländische Schwesterorganisationen brachte 15,6 Millionen Euro ein.

Die Gepa wird getragen von Entwicklungs- und Jugendorganisationen der evangelischen und katholischen Kirche. Gewinne fließen wieder in den fairen Handel. Das vor 42 Jahren gegründete Unternehmen kooperiert mit über 150 Genossenschaften in Asien, Afrika und Amerika, in denen Zehntausende Kleinbauern organisiert sind. Beim fairen Handel geht es unter anderem um auskömmliche Erzeugerpreise und sichere Arbeitsstandards.

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  • dpa
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