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Geplanter Zusammenschluss Natura und Avon wollen viertgrößten Kosmetikkonzern der Welt formen

Gemeinsam wollen die Firmen den Vertrieb stärken und die Kosten drücken. Die Produkte werden künftig über sechs Millionen Beraterinnen und 3200 Läden verkauft.
Update: 23.05.2019 - 14:05 Uhr Kommentieren
Der britischen Konzern Avon soll von dem brasilianische Kosmetikunternehmen Natura übernommen werden. Quelle: Reuters
Kosmetikfirma

Der britischen Konzern Avon soll von dem brasilianische Kosmetikunternehmen Natura übernommen werden.

(Foto: Reuters)

São PauloDas brasilianische Kosmetikunternehmen Natura will den britischen Konkurrenten Avon übernehmen. Der verschmolzene Konzern wäre mit über zehn Milliarden US-Dollar (8,9 Milliarden Euro) Jahresumsatz die viertgrößte Kosmetikfirma der Welt, wie die Unternehmen am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten.

Beide Unternehmen vertreiben Körper- und Haarpflegeprodukte, Parfüm und Kosmetik. Mit der Fusion wollen die Konzerne vor allem ihre Vertriebsstruktur stärken und Kosten sparen. Gemeinsam verfügt das Unternehmen über 6,3 Millionen Verkaufsberaterinnen und 3200 Geschäfte.

Der Zusammenschluss soll über ein Aktiengeschäft abgewickelt werden, bei dem Avon-Aktionäre für jedes ihrer Anteilspapiere 0,3 Aktien der neuen Holding erhalten. Sie erhalten dabei einen Aufschlag von 28 Prozent auf ihre Papiere. Künftig werden die bisherigen Natura-Aktionäre 76 Prozent des verschmolzenen Unternehmens kontrollieren und die früheren Avon-Anteilseigner die restlichen 24 Prozent.

Der Wert von Avon wird auf 3,7 Milliarden US-Dollar taxiert. Der Gesamtwert der neuen Holding soll bei elf Milliarden Dollar liegen. Der Zusammenschluss muss noch von den Aktionären beider Firmen sowie der brasilianischen Wettbewerbsbehörde genehmigt werden und soll Anfang 2020 abgeschlossen sein.

„Es ist ein weiterer Schritt, um ein Unternehmen mit verschiedenen Marken und verschiedenen Vertriebswegen aufzubauen“, sagte Natura-Vorstandschef Roberto Marques.

Natura hatte in den vergangenen Jahren bereits Aesop und Body Shop übernommen. Avon setzt bei dem Vertrieb seiner Produkte vor allem auf freie Beraterinnen, die Kundinnen zu Hause besuchen und dort ihre Produkte verkaufen. Durch den Zusammenschluss mit Avon will Natura über Synergien im Vertrieb jährlich 150 bis 250 Millionen Dollar an Kosten einsparen.

„Gemeinsam mit Natura haben wir einen breiteren Zugang zu Innovation, Produkten und einen stärkeren Onlinevertrieb“, sagte Avon-Chef Jan Zijderveld. Nach der Ankündigung legten die Aktienkurse von Natura und Avon jeweils um über neun Prozent zu.

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  • dpa
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