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Gerhard Berssenbrügge „In-vitro-Fleisch wird selbstverständlich wie Sushi“

Ernährung wird immer mehr zu einer Frage von Weltanschauung und Sozialprestige. Künstliches Fleisch wird salonfähig, weil es Ressourcen schont, ist der Nestlé-Deutschland-Chef überzeugt.
16.04.2015 - 13:59 Uhr
Nestlé-Deutschland-Chef Gerhard Berssenbrügge (r.) beim Anschneiden einer Pizza. Quelle: dpa
Gerhard Berssenbrügge

Nestlé-Deutschland-Chef Gerhard Berssenbrügge (r.) beim Anschneiden einer Pizza.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Weltkonzern Nestlé hat in Deutschland ein Zukunftsforum unter Vorsitz der ehemaligen Landwirtschaftsministerin Renate Schmidt ins Leben gerufen. Eine große Studie des Gremiums behauptet neben vielen anderen Zukunftsszenarien, die Deutschen hätten Appetit auf im Reagenzglas gezüchtetes Fleisch, gerne aus dem Online-Handel. Deutschland-Chef Gerhard Berssenbrügge  ist noch nicht ganz so weit.

Herr Berssenbrügge, bestellen Sie tatsächlich In-vitro-Fleisch im Internet?
Nein, wir haben ja noch nicht 2030. Die Frage in unserer Zukunftsstudie war: Können sich die Deutschen alternative Proteinbausteine vorstellen? Und sie haben uns gesagt: In 15 Jahren wird das Thema In-vitro-Fleisch wesentlich weiter sein, es wird für uns so selbstverständlich wie heute Sushi. Die Verbraucher haben weniger Vorbehalte als wir denken. Ernährung wandelt sich im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen. Alles ist möglich – gerade bei dem heutigen Tempo.

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