Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Gerichtsurteil Nachtflug-Urteil könnte Luftfahrtindustrie erschüttern

Seite 2 von 2:
hohe Investitionen stehen auf dem Spiel

In der Main-Metropole war vor zwei Wochen überraschend Boris Rhein, der Kandidat der CDU für den Posten des Oberbürgermeisters, gescheitert. Er hat sich nicht deutlich gegen Nachtflüge ausgesprochen. Die erste Bewährungsprobe für Köln-Bonn könnte schon bald kommen.

Der US-Expressdienst UPS ist dabei, den niederländischen Rivalen TNT zu schlucken. "Die Amerikaner wollen 300 Millionen Dollar in Köln investieren. Wenn aber auch in Köln die Debatte über ein Nachtflugverbot zunehmen sollte, dann werden die überlegen, ob sie dieses Geld nicht besser in Lüttich investieren sollten, wo TNT sein Frachtdrehkreuz hat", warnt Steiger.

Auch in Frankfurt stehen Investitionen auf dem Spiel. Zwar will Karl Ulrich Garnadt, Chef von Lufthansa Cargo, dort bleiben. Aber die Investitionen über eine Milliarde Euro werden wohl massiv eingedampft. Zudem denkt Garnadt über eine Verkleinerung der Flotte nach. Frankfurt verliert an Frachtverkehr.

Natürlich könne man aktuell ohne Nachtflüge auskommen, sagt Steiger: "Aber was ist in fünf, was ist in zehn Jahren? Die Arbeitsteilung in der globalisierten Welt wird weitergehen, damit wird der Flugverkehr wachsen, nur eben dann nicht mehr in Deutschland." Schon jetzt schrumpft der Frachtverkehr in Frankfurt. Um 8,4 Prozent sank dort im Februar das Frachtvolumen. Bundesweit war es nur um 0,4 Prozent gefallen.

Am Flughafen Schiphol in Amsterdam freute man sich gleichzeitig über ein Plus von 5,9 Prozent. Für Frachtflieger ist es relativ egal, ob sie in Frankfurt oder Amsterdam landen. Beide Flughäfen liegen im Herzen Europas. "Wer in Asien sitzt und auf eine Europakarte schaut, für den liegt Amsterdam vielleicht einen Zentimeter neben Frankfurt", sagt Steiger.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

37 Kommentare zu "Gerichtsurteil: Nachtflug-Urteil könnte Luftfahrtindustrie erschüttern"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sehr geehrter Herr Pilot, warum ist fliegen eigentlich so günstig, nicht doch etwa, weil der Treibstoff nicht versteuert wird? Wenn das geschähe, wäre der Kostenblock Treibstoff beim Fliegen nicht 30% sondern größer 50%. Kein Verkehrsmittel wird so subventioniert wie der Flieger! Und übrigens, vom Flughafen muß ich i.d.R. immer noch in die Stadt, und da ist die Bahn bereits.

  • Es gibt genug Flughäfen die ein totales Nachtflugverbot haben und trotzdem ein Frachtdrehkreuz sind.
    Alles nur Panikmache !

  • @ Pilot

    B) Würde ich es gut finden, wenn morgen ein Gerät XY mehr kostet, weil die Bauteile über teure Umwege und mit mehr Zeitaufwand (und mehr Umweltbelastung) angeliefert werden?
    Noch ein Nachsatz hierzu: Die Bauteile werden in Schwellenländern viel umweltbelastender hergestellt, weil das dort noch möglich ist - bei uns nicht mehr. Gerade deshalb werden sie dorthin geflogen!! Die Umweltbelastung sinkt also auch dadurch!!!

  • "Wenn ich doch weiß, dass in meiner näheren Umgebung ein Flughafen ist, warum zieh ich dann dahin?"

    ...weil früher dafür die Mieten billiger waren, womit man somit halbwegs übern Monat kommt.

    und einfach mal in Urlaub fliegen iss schon lange nicht mehr drin. Will hier jetzt nicht jammern und auch nicht umstände erklären. Fakt ist, das es nicht nur mir so geht, sondern anderen auch und man kann dann nicht sagen, selber schuld, bist halt zu doof oder hast die verspekuliert!

    Fakt ist, das in einem Komentar schon der Kern der Sache zur Rede kam, der dekantende Kurzurlaub und permanente kinderloser Wegflieger macht denn überwiegenden Teil der Lärmbelästigungen aus.

    Frachtverkehr könnte doch gut auf alle Dt. Flughäfen gleichmäßif verteilt werden,mitunter eben Regionale kleinere Flughäfen ausgebaut werden um so noch mehr effizens zu erreichen bzw den Fluglärm gleichmäßiger zu verteilen.

  • @ herbert1949

    merken sie, daß sie mit Ihrer Aussage da bestehende System infrage Stellen. In welchem alles auf Geld (einiger weniger) ausgerichtet ist und der Mensch NICHTS zählt?

  • @ Pilot

    B) Würde ich es gut finden, wenn morgen ein Gerät XY mehr kostet, weil die Bauteile über teure Umwege und mit mehr Zeitaufwand (und mehr Umweltbelastung) angeliefert werden?

    In der Konsequenz lohnt sich dann die Produktion vieler Dinge wieder im Lande selbst. Dies schafft Arbeit hier bei uns wie auch in anderen Ländern.

    Ja, dann bin ich dazu bereit mehr zu bezahlen!

  • @ Gaestle

    Genau Kurzurlaub in Malle heute hin morgen zurück für 129€!
    Muß das sein? DAS ist Dekadenz!! Und dafür sollen die Flughafenanreiner Lärm haben und Dreck einatmen?

    NEIN!!!

  • 100% Richtigt.
    Die Gesellschaft ist Irre.
    Aber die Menschen haben doch angeblich die Wahl!
    Einfach die Menschen wählen die fair und Verantungsvoll handeln. Aber das habe ich auch bei unseren Betriebsratswahlen schon öfters erlebt , immer das gleiche. Die Typen , die uns in der Vergangenheit schon laufend beschissen haben , werden wieder gewählt. Wenn sich etwas ändern sollte müssen die Politganoven zu mindestens 90% ausgetauscht werden.

  • @ GernotMeyer
    Nein!!! Der Wohlstand wirdnicht sinken. Sehen wir die KKW, welche Horrorszenarien wurden aufgezeigt? Und nichts wird eintreten. Die Dinger waren nur so billig, weil der Staat alles subventionierte: Entsorgung, Risikovorsorge etc. Und nun ? Es geht.
    Und wenn die Frachtflieger wegfallen? Da dreht sich die Erde auch weiter. Der ganze Globalisierungswahnsinn dient nur eineigen wenigen Reichen.

    Wenn es sich nicht mehr lohnt, Äpfel aus Neuseeland zu importieren, verlieren die Handelskonzerne weil die Gewinnmargen vielleicht geringer werden. Es gewinnen die Menschen am Flughafen, die Bauern in den euopäischen vielleicht sogar deutschen Anbaugebieten. Wäre das so schlimm?
    Es wird deshalb NICHTS schlechter.

    Und so ist es mit vielen Dingen. Gentechnik z.B. - die grüne Gentechnik bringt nur den Konzernen höhere Gewinne alle anderen verlieren: Ihre Arbeit und ihre Gesundheit....

  • Der Atomausstieg ist gerade die falsche Begründung: Alle Horrorszenarien werden nicht eintreten. Und was das Größte ist: selbst die Wirtschaft (z.B.EON) geht in UK und Bulgarien weg von der Technologie. Mit finnzieller Begründung!! Man muß Druck machen, damit sich etwas tut. Negativ an der Sache: Mit der Zerstörung der Solarwirtschaft in Deutschland zerstören wir eine Zuklunftstechnologie. Denn dort sind wir noch lange nicht am Ende was Effektivität betrifft.

Alle Kommentare lesen