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Geschäftszahlen Probleme mit der Zugsparte – Bombardier kassiert seine Umsatzziele

Altlasten und Verzögerungen führen beim kanadischen Zugbauer zu einem Umsatzeinbruch. Knapp eine Milliarde Euro wird der Konzern weniger einnehmen.
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Der kanadische Konzern rechnet in diesem Jahr mit weniger Umsatz und Gewinn. Quelle: Reuters
Bombardier

Der kanadische Konzern rechnet in diesem Jahr mit weniger Umsatz und Gewinn.

(Foto: Reuters)

München Rückschlag für Bombardier: Der kanadische Flugzeug- und Zughersteller muss seine Umsatz- und Ertragsziele aufgrund von Altlasten und Verzögerungen bei Eisenbahn-Projekten eindampfen. Der Umsatz werde mit 17 Milliarden Dollar um eine Milliarde geringer ausfallen als geplant, räumte Bombardier am Donnerstag in Montreal ein.

Das schlägt auch auf den Gewinn durch: Das bereinigte Ergebnis werde nur 1,5 bis 1,65 Milliarden Dollar erreichen. Bisher hatte der Siemens-Rivale bis zu 1,8 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Vorstandschef Alain Bellemare machte für die Prognose-Korrekturen in der Zug-Sparte einen langsameren Hochlauf der Produktion und Kostendruck durch „einige herausfordernde Projekte aus der Vergangenheit“ verantwortlich.

Worum es sich dabei handelt, sagte Bellemare zunächst nicht. Die Deutsche Bahn hatte sich Anfang April über Mängel an den Wagenkästen der neuen Generation des Hochgeschwindigkeits-Zuges ICE-4 beschwert und die Abnahme weiterer Züge bis zu einer Lösung gestoppt. Der ICE wird von Siemens produziert, Bombardier liefert aber unter anderem den lackierten Rohbau für die Wagenkästen zu. Schweißnähte seien vereinzelt nicht ausgeführt worden wie vorgeschrieben, erklärte die Bahn.

Im ersten Quartal fiel der Umsatz von Bombardier nach vorläufigen Zahlen mit 3,5 Milliarden Dollar um eine halbe Milliarde geringer aus als von Analysten erwartet. Allein in der dominierenden Zug-Sparte fiel er um elf Prozent. Auch der bereinigte operative Gewinn lag im Konzern mit rund 265 Millionen Dollar deutlich unter den Schätzungen der Experten. Bellemare sprach von einem schwachen Quartal, unter anderem wegen der Auslieferungs-Takte von Flugzeugen und ungünstigen Wechselkurs-Entwicklungen.

Bellemare hatte Bombardier mit einem radikalen Umbau der Luftfahrtsparte in etwas ruhigeres Fahrwasser gebracht. Deren Probleme hatten den Konzern vor vier Jahren an den Rand der Insolvenz geführt. Die defizitäre Flugzeug-Baureihe „C-Series“ wurde an Airbus abgegeben.

Das Geschäft mit Turboprop-Flugzeugen (Q400) geht größtenteils an den Finanzinvestor Longview Aviation Capital. Dass die Sparte nun bereits Ende Juni den Eigentümer wechselt, dezimiert den erwarteten Umsatz der Sparte in diesem Jahr um 250 Millionen auf 1,15 Milliarden Dollar.

  • rtr
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