Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Gestank in der Kabine Lufthansa-Maschine muss außerplanmäßig landen

Der nächste, bitte! Wieder muss ein Flugzeug außerplanmäßig landen, weil es in der Kabine unangenehm riecht. Diesmal ist die Lufthansa dran. Verkehrsminister Ramsauer warnt vor den Zwischenfällen.
2 Kommentare
Airbus von Lufthansa. Es

Airbus von Lufthansa. Es "müffelt".

(Foto: dpa)

Frankfurt Schon wieder musste ein Pilot wegen eines verdächtigen Geruchs den Reiseplan ändern: Eine Maschine der Lufthansa ist außerplanmäßig auf dem Münchner Flughafen gelandet. In der Passagierkabine sei am Samstag ein ungewöhnlichen Geruch festgestellt worden, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Deshalb habe sich der Pilot vorsichtshalber zu einer Sicherheitslandung entschieden. Experten hätten festgestellt, dass der Geruch nicht vom Triebwerk oder von einem anderen Flugzeugteil kam, sondern von einer Ladung im Frachtraum. Der Airbus A321 mit mehr als 190 Menschen an Bord war auf dem Weg von Frankfurt nach Istanbul.

Unklar war zunächst, um welches Frachtstück es sich handelte und was genau den undefinierbaren Geruch ausgelöst hatte, so der Sprecher. Klar sei nur, dass der Geruch nicht von den Gepäckstücken der Passagiere gekommen sei.

Die Maschine hatte 187 Passagiere und 7 Besatzungsmitglieder an Bord. Alle Passagiere wurden den Angaben zufolge ärztlich untersucht und sind wohlauf. Sie konnten ihre Reise drei Stunden später mit einer Ersatzmaschine fortsetzen.

Nach wiederholten Vorfällen mit verschmutzter Luft in Flugzeugkabinen sind Flugreisende zurzeit besonders sensibilisiert. Kürzlich war bekannt geworden, dass 2010 giftige Dämpfe im Cockpit einer Maschine von Germanwings, der Billigflug-Tochter der Lufthansa, zu einer gefährlichen Situation geführt hatten. Dabei waren die Piloten fast ohnmächtig geworden. Anfang Oktober hatte ein Germanwings-Pilot wegen eines ungewöhnlichen Geruchs in der Passagierkabine den Start seiner Maschine vom sardinischen Flughafen Cagliari verschoben.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) warnte vor weiteren Zwischenfällen mit giftiger Kabinenluft. „In Deutschland ist die Anzahl der eingehenden Störungsmeldungen zum Thema Ölgeruch stetig gestiegen“, heißt es in einem Schreiben Ramsauers an EU-Verkehrskommissar Siim Kallas, das dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ vorliegt. „In den letzten fünf Jahren wurden insgesamt 74 Meldungen erfasst, wobei neun Fälle von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung als schwere Störungen eingestuft wurden“, schreibt Ramsauer laut „Spiegel“. Der Minister forderte, dass die EU-Kommission und die Europäische Agentur für Flugsicherheit das Problem lösen.

  • dpa
Startseite

2 Kommentare zu "Gestank in der Kabine: Lufthansa-Maschine muss außerplanmäßig landen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.


  • Seit wann arbeitet Herr Ramsauer bei der Lufthansa?

  • Als gelegentlicher Mitflieger denke ich, dass man sich mal zwischen Sicherheit und erzwungener Puentlchkeit (Entschaedigungen fuer Passagiere bei Unpuenktlichkeit) entscheiden sollte. Mir ist es lieber, wenn eine Maschine vollstaendig und gewissenhaft repariert/ gewartet wird, als wenn unter Zahlungsdruck unbedingt die Zeit eingehalten werden muss: Termin vs. Qualitaet, das kennt man doch aus dem sonstigen Berufsleben auch! Nicht wahr Herr Ramsauer?

Serviceangebote