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Gestiegene Konsumlust Deutsche kaufen mehr Möbel

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist gut, die Einkommen der Verbraucher steigen – und damit ihr Konsum. Auch die heimische Möbelindustrie bekommt das zu spüren und meldet ein Umsatzplus im ersten Halbjahr.
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Sorgen bereitet der Möbelindustrie nach eigenen Angaben ein steigender Anteil von ausländischer Ware an den in Deutschland verkauften Möbeln. Quelle: dpa
Möbelfertigung

Sorgen bereitet der Möbelindustrie nach eigenen Angaben ein steigender Anteil von ausländischer Ware an den in Deutschland verkauften Möbeln.

(Foto: dpa)

Bad Honnef Die Konsumlust der Verbraucher und der Boom beim Wohnungsbau haben der heimischen Möbelindustrie im ersten Halbjahr 2015 ein kräftiges Umsatzplus beschert. Deren Erlöse stiegen in den ersten sechs Monaten um 4,6 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro, wie der Verband der Deutschen Möbelindustrie am Montag in Bad Honnef mitteilte. Sie hätten damit sowohl „spürbar“ über dem Vergleichswert aus dem ersten Halbjahr 2014 als auch über den Einschätzungen der Branche zum Jahresbeginn gelegen.

Als Ursache für das deutliche Plus nannte der Verband die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und die gestiegenen Einkommen der Verbraucher, die für einen Konsumschub sorgten. Auch ein deutliches Plus bei der Bautätigkeit habe sich bemerkbar gemacht. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der fertiggestellten Wohneinheiten um 14,2 Prozent gestiegen. Diese hätten auch eingerichtet werden müssen.

Einen Beitrag leistete auch das Auslandsgeschäft, bei dem sich die wirtschaftliche Erholung im Euroraum sowie der solide Ausblick für wichtige Exportmärkte wie die USA und Großbritannien positiv bemerkbar machte. Der niedrige Eurokurs stimulierte den Export noch zusätzlich.

Auch für den Rest des Jahres ist die Branche weiterhin positiv gestimmt, wenngleich sie nach eigenen Angaben nicht mit einer Beibehaltung des hohen Umsatzwachstums rechnet. Für das Gesamtjahr prognostizierte der Verband ein Plus von knapp drei Prozent. Unter anderem schwäche sich die Wohnungsbaukonjunktur derzeit ab, darüber hinaus dürfte die kürzliche Abwertung des chinesischen Yuan das Wachstum der Ausfuhren nach Asien abschwächen.

Diese Produkte flogen aus den Regalen
Dentagard-Zahnpasta
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Weil Colgate eine versteckte Preiserhöhung durchdrücken wollte, verbannte die Drogerie-Kette dm die Zahnpasta aus den Regalen. Statt 100 Milliliter pro Tube waren nun nur noch 75 Milliliter enthalten – beim gleichbleibenden Preis von 75 Cent. dm wollte da nicht mitmachen: „Gleicher Preis bei weniger Inhalt: Da streiken wir!“ heißt es seitdem auf Schildern in den Zahnpasta-Regalen der Drogeriemarktkette. Immer wieder kommt es zum Streit zwischen Händlern und Herstellern, bei denen in der Folge Produkte ausgelistet werden. Eine Studie von Bearing Point zeigt Beispiele auf.

(Foto: dpa)
Vileda
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Edeka verbannte im August 2010 die Produkte von Vileda aus den Regalen. Der Grund: Edeka stellte Rabattforderungen an den Hersteller, die Vileda damals nicht erfüllen wollte.

(Foto: Screenshot)
Heinz
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Im August 2010 kam es zum Streit zwischen Rewe und Heinz sowie Sonnen Bassermann. Die Hersteller wollten Preiserhöhungen aufgrund von Qualitätsverbesserungen durchsetzen.

(Foto: )
Barilla
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Im September 2010 verbannte Real die Produkte von Barilla und Lieken. Die Hersteller wehrten sich damals gegen Konditionsforderungen der Supermarktkette. Im März 2011 hatten beide Hersteller erneut Ärger, dieses Mal mit Lidl. Der Discounter warf Lieken fehlende Kundenorientierung vor.

(Foto: Barilla PR)
Storck
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Im Juni 2011 listete Kaufland die Produkte von Storck ( Werther's Original, Merci, Nimm 2, Toffifee) aus, da Storck ein neues Konditionen- und Vermarktungssystem durchsetzen wollte.

Quelle: Screenshot

(Foto: )
P&G
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Im September 2011 kam es zum Streit zwischen der Coop und P&G (Welle, Lenor). Coop verlangte von P&G die Weitergabe der Währungsgewinne.

Quelle: Wella

(Foto: )
Krombacher
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Im Juli 2012 listete Kaufland die Biere der Brauerei Krombacher aus. Kaufland warf Krombacher ungerechtfertigte Preiserhöhungen vor. Zusätzlich forderte Kaufland Werbekostenzuschüsse. Im August 2012 hatte Krombacher den gleichen Streit mit Globus.

Quelle: Krombacher

(Foto: )

Sorgen bereitet der Möbelindustrie nach eigenen Angaben ein steigender Anteil von ausländischer Ware an den in Deutschland verkauften Möbeln. Die Importquote sei in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen und liege bereits bei 61 Prozent. Angesichts dieses Trends sei davon auszugehen, dass bald zwei von drei hierzulande verkauften Möbelstücken aus dem Ausland kämen. Im ersten Halbjahr 2015 seien die Importe aus China um 24 Prozent und aus Vietnam um 32,5 Prozent gestiegen. Es gebe eine „Verschiebung des Einkaufsverhaltens des Möbelhandels“.

  • afp
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