Gesundheitsbranche Amazon kauft Start-up-Apotheke Pillpack

Amazon mischt die Gesundheitsbranche weiter auf: Nun will der US-Konzern die Online-Apotheke Pillpack kaufen. Der Deal könnte noch dieses Jahr perfekt gemacht werden.
Update: 28.06.2018 - 18:53 Uhr Kommentieren
Amazon kauft Start-up-Apotheke Pillpack Quelle: Science Photo Library
Medikamente

Mit dem Kauf der Online-Apotheke will Amazon noch stärker in der Gesundheitsbranche mitmischen.

(Foto: Science Photo Library)

DüsseldorfEs ist ein weiterer Schritt, mit dem Amazon in das Geschäft mit der Gesundheit vordringen will: Der US-Konzern kauft die Online-Apotheke Pillpack, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

Der Deal wird Amazon zufolge voraussichtlich in der zweiten Hälfte dieses Jahres perfekt gemacht. Konkrete Konditionen – wie etwa der Kaufpreis – wurden noch nicht bekanntgegeben. Bloomberg berichtet unter Berufung auf Insider, dass Amazon für Pillpack eine Milliarde US-Dollar zahlen werde.

Kurz nachdem die geplante Übernahme öffentlich wurde, rauschten die Aktien großer US-Pharmaunternehmen in den Keller. Die Papiere von Walgrees und CVS fielen zum Handelsstart um gut neun, die Aktie von Rite Aid sogar um 13 Prozent.

Pillpack hat sich auf die Betreuung von Patienten spezialisiert, die gleich mehrere Medikamente auf einmal auf Rezept bekommen. Die Versandapotheke stellt die Medikamente zusammen und organisiert den Versand.

Neben Amazon gab es offenbar einen weiteren Konzern, der an Pillpack interessiert war. Im April berichtete der Fernsehsender CNBC, dass Walmart bereit sei, weniger als eine Milliarde US-Dollar für das Unternehmen zu zahlen.

Schon seit geraumer Zeit versucht der Onlinehändler aus Seattle, in der Gesundheitsbranche mitzumischen. In den USA werden schon heute 80 Prozent der rezeptfreien Online-Medikamentenkäufe über Amazon abgewickelt. In einem Dutzend Bundesstaaten hatte CEO Jeff Bezos im April bereits Lizenzen für den Großhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten beantragt.

Pillpack ist vor allem deshalb attraktiv für Amazon, weil das Start-up über Versandapotheken-Lizenzen in allen 50 US-Bundesstaaten verfügt. Die Versandapotheke verfügt zudem über eine Software, die viele Routineaufgaben einer Apotheke automatisiert, etwa die Überprüfung, wann ein Patient neue Medikamente benötigt oder die Bezahlung.

Für die eigenen Mitarbeiter will Jeff Bezos die Gesundheitskosten drastisch senken. So kündigte Bezos Anfang dieses Jahres an, gemeinsam mit der Großbank JP Morgan und der Berkshire-Hathaway-Holding von US-Starinvestor Warren Buffett ein eigenes Gesundheitsunternehmen zu gründen. Ein Angriff auf das US-Gesundheitssystem.

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