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Getränkekonzern Die Diät bei Coca-Cola zeigt Wirkung

Smoothies, Tee und zuckerfreie Brause: Coca-Cola profitiert vom Gesundheitstrend. Da schmerzt ein Milliardenverlust durch die Steuerreform wenig.
Update: 16.02.2018 - 17:21 Uhr Kommentieren
Kaffee und Vitaminwasser bringen Coca-Cola auf Trab Quelle: AFP
Coca-Cola

Der Konzern will den Wandel weg von der klassischen braunen Zuckerbombe hin zu kalorienärmeren Getränken schaffen.

(Foto: AFP)

New York Wer Coca-Cola schon abgeschrieben hatte, lag falsch. Der Hersteller des amerikanischsten aller Getränke hat die Investoren am Freitag mit starken Zahlen überrascht. Beim Ergebnis stand im vierten Quartal zwar ein dickes Minus von 2,8 Milliarden Dollar. Das lag aber ausschließlich an den einmaligen Auswirkungen von Donald Trumps Steuerreform.

Auch der Rückgang beim Umsatz ist nicht wirklich aussagekräftig: Dieser ist zwar im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr um ein Fünftel auf 7,5 Milliarden zurückgegangen. Im Gesamtjahr 2017 ging der Umsatz um 15 Prozent auf 35,4 Milliarden Dollar zurück.

Das war aber Teil der Strategie: Coca-Cola ist dabei, die Abfüllanlagen wieder an Franchise-Nehmer abzugeben und nicht mehr selbst zu betreiben. Wenn man das organische Wachstum betrachtet, kletterte der Umsatz im vierten Quartal um sechs Prozent. Das hat Coca-Cola vor allem durch Preiserhöhungen beziehungsweise kleinere Verpackungen geschafft. Die Anzahl der verkauften Flaschen und Dosen stagnierte dagegen.

Auch Coca-Cola kann sich einem generellen Trend nicht entziehen: Die Menschen wollen sich gesünder ernähren. Das macht Coca-Cola ebenso wie dem ewigen Konkurrenten Pepsico zu schaffen. Schon seit drei Jahren ist der Umsatz bei Coca-Cola rückläufig. Deshalb wurde im vergangenen Jahr auch der Vorstandsvorsitzende ausgetauscht. Der neue Chef James Quincey ist im Mai in Atlanta angetreten, um das Unternehmen „für die Zukunft neu zu erfinden“.

Neu erfinden heißt vor allem, den Wandel zu schaffen weg von der klassischen braunen Zuckerbombe hin zu kalorienärmeren Getränken. Zuletzt setzte der Konzern daher auf Säfte, Smoothies, Tees und eine neue zuckerfreie Cola. Mit etwas Verspätung: Pepsi hatte diese Wende schon früher eingeleitet und setzt dabei noch stärker auf Snacks und Bio-Produkte.

Dennoch kann sich das Ergebnis von Coca-Cola im vierten Quartal sehen lassen. Auch der Milliardenverlust darf nicht schocken. Denn er ist allein auf die einmaligen Auswirkungen der Steuerreform von Donald Trump zurückzuführen. Da das Unternehmen im Ausland geparktes Geld zurückführt, muss es darauf eine einmalige Steuer von 4,6 Milliarden Dollar zahlen.

Gleichzeitig profitiert Coca-Cola von Steuerrückzahlungen in Höhe von einer Milliarde Dollar, sodass die Auswirkungen der Steuerreform netto bei einem Minus von 3,6 Milliarden Dollar liegen. Sieben Milliarden des aus dem Ausland zurückgeführten Kapital will Coca-Cola nutzen, um die Schulden zu senken.

Das ist das Warren-Buffett-Portfolio – von Apple bis Walmart

APPLE INC. REGISTERED SHARES O.N.

WKN
ISIN
US0378331005
Börse
FSE

+0,72 +0,36%
+199,44€
Chart von APPLE INC. REGISTERED SHARES O.N.
Apple
1 von 45

Aufgestockt (1/4)

Warren Buffetts Konglomerat Berkshire Hathaway ist seit dem ersten Quartal 2016 Aktionär des Technologiekonzerns Apple – und das, obwohl Buffett als Skeptiker gegenüber Technologiewerten gilt. Der Star-Investor hatte seine Beteiligung in den vergangenen Quartalen kontinuierlich aufgestockt. Offenbar ist der Investor zufrieden mit dem Technologiekonzern aus dem Silicon Valley. Im vierten Quartal 2017 stockte er seinen Anteil um 23,3 Prozent auf. Dadurch bilden die Apple-Aktien mittlerweile die größte Beteiligung in dem Buffett-Konglomorat Berkshire.

Buffetts Anteile: 165,3 Millionen Stück
Veränderung im vierten Quartal 2017: plus 23,30 Prozent
Wert der Beteiligung: 27,97 Milliarden Dollar

Quelle aller Angaben:13-F-Pflichtveröffentlichungen bei der US-Börsenaufsicht SEC für das vierte Quartal 2017 (nur US-Aktien). Stand: 31. Dezember 2017, veröffentlicht am 14. Februar 2018.

BK OF NEW YORK MELLONCORP.,THE REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US0640581007
Börse
FSE

-0,13 -0,31%
+41,81€
Chart von BK OF NEW YORK MELLONCORP.,THE REGISTERED SHARES DL -,01
Bank of New York Mellon
2 von 45

Aufgestockt (2/4)

Die zweitgrößte Investition im vierten Quartal 2017 erfolgte im Finanzsektor. Seine Beteiligung an der Aktie des Geldinstituts Bank of New York Mellon hat der Star-Investor um 21,08 Prozent aufgestockt. Im dritten Quartal des vergangenen Jahres legte er noch eine Pause ein, zuvor hatte in den beiden letzten Quartalen des Jahres 2016 und in den ersten beiden Quartalen 2017 die Aktie gekauft.

Buffetts Anteile: 60,818 Millionen Stück
Veränderung im vierten Quartal 2017: plus 21,08 Prozent
Wert der Beteiligung: 3,27 Milliarden Dollar

Monsanto

WKN
ISIN
US61166W1018
Börse
n. a.

Chart von Monsanto
Monsanto
3 von 45

Aufgestockt (3/4)

Der Zeitpunkt war günstig: Kurz vor der geplanten Übernahme durch den deutschen Chemieriesen Bayer stieg Buffett im vierten Quartal 2016 bei dem US-Saatgutkonzern Monsanto ein. Seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway kaufte damals acht Millionen Papiere des Konzerns und erhöhte im dritten Quartal 2017 seine Beteiligung um gut zehn Prozent. Und im vierten Quartal des vergangenen Jahres hat Buffett die Beteiligung um weitere 31,95 Prozent aufgestockt und besitzt damit knapp zwölf Millionen Aktien vom US-Konzern.

Buffetts Anteile: 11,708 Millionen Stück

Veränderung im vierten Quartal 2017: plus 31,95 Prozent

Wert der Beteiligung: 1,367 Milliarden Dollar

U.S. BANCORP REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US9029733048
Börse
FSE

-0,28 -0,55%
+50,23€
Chart von U.S. BANCORP REGISTERED SHARES DL -,01
US Bancorp
4 von 45

Aufgestockt (4/4)

Nur geringfügig – um 2,35 Prozent – wurde die Beteiligung an der Bank US Bancorp erhöht. Bei dieser Position hatte es in den vergangenen Quartalen immer wieder ein leichtes Auf und Ab gegeben. Im dritten Quartal 2017 gab es noch keine Veränderung.

Buffetts Anteile: 87,05 Millionen Stück
Veränderung im vierten Quartal 2017: plus 2,35 Prozent
Wert der Beteiligung: 4,6 Milliarden Dollar

TEVA PHARMACEUTICAL INDS LTD. REG. SHS.(SP.ADRS)/1 IS-,10

WKN
ISIN
US8816242098
Börse
FSE

-0,02 -0,28%
+7,00€
Chart von TEVA PHARMACEUTICAL INDS LTD. REG. SHS.(SP.ADRS)/1 IS-,10
Teva
5 von 45

Neu gekauft

Der einzige Neuerwerb im vergangenen Quartal: Die Aktie der israelischen Teva Pharmaceutical Industries. Insgesamt kaufte Berkshire Hathaway 18,88 Millionen Aktien. Das war ein antizyklischer Kauf: Preisdruck bei Generika und verschärfter Wettbewerb im US-Markt haben dem israelischen Arzneimittelhersteller Teva zugesetzt. Im vergangenen Geschäftsjahr fiel deshalb ein operativer Verlust von 17,5 Milliarden Dollar an. Der Konzern ist die Muttergesellschaft des deutschen Herstellers Ratiopharm.

Buffetts Anteile: 18,9 Millionen Stück
Wert der Beteiligung: 358 Millionen Dollar

INTL BUSINESS MACHINES CORP. REGISTERED SHARES DL -,20

WKN
ISIN
US4592001014
Börse
FSE

+1,05 +0,82%
+127,80€
Chart von INTL BUSINESS MACHINES CORP. REGISTERED SHARES DL -,20
IBM
6 von 45

Reduziert (1/5)

Gemessen am Investmentvolumen gehörte der Software-Hersteller IBM einst zu den Lieblingen im Buffett-Portfolio. Doch das ist Geschichte. Fast alle IBM-Aktien flogen im vergangenen Quartal aus dem Depot. Bereits im ersten Quartal 2017 reduzierte die Gesellschaft ihre Beteiligung um gut ein Fünftel und legte im zweiten Quartal noch einmal nach. Im dritten Quartal trennte sich Buffett von einem weiteren knappen Drittel der Anteile.

Buffetts Anteile: 2,04 Millionen Stück
Veränderung im vierte Quartal 2017: minus 94,4 Prozent
Wert der Beteiligung: 314 Millionen Dollar

GENERAL MOTORS CO. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US37045V1008
Börse
FSE

+0,31 +0,91%
+34,34€
Chart von GENERAL MOTORS CO. REGISTERED SHARES DL -,01
General Motors
7 von 45

Reduziert (2/5)

Auch an der ehemaligen Muttergesellschaft des deutschen Automobilbauers Opel, General Motors, ist der Investor beteiligt. Allerdings ist die Höhe der Beteiligung zuletzt um knapp 17 Prozent gesunken. Noch im dritten Quartal 2015 hatte der Star-Investor seine Anteile um 22 Prozent deutlich aufgestockt und griff im zweiten Quartal 2017 noch einmal zu. Im dritten Quartal blieben die Anteile noch konstant.

Buffetts Anteile: 50 Millionen Stück
Veränderung im vierten Quartal 2017: minus 16,7 Prozent
Wert der Beteiligung: 2,05 Milliarden Dollar

Mittelfristig profitiert Coca-Cola auf jeden Fall von der Reform: Die effektive Steuerquote wird laut Unternehmen im laufenden Jahr von bisher 26 Prozent auf 21 Prozent sinken.

Der Jahresgewinn fiel zuletzt wegen der hohen Abschreibung im Zuge der Steuerreform um 81 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Die Dividende erhöhte das Unternehmen jedoch um 5,4 Prozent auf 1,56 Dollar. Das dürfte auch den Großaktionär Warren Buffett freuen. Der hat ein Faible für Aktien mit hohen Dividenden und hält knapp zehn Prozent an Coca-Cola.

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