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Coca-Cola

Coca-Cola macht immer mehr Umsatz mit Getränken mit weniger oder ganz ohne Zucker.

(Foto: dpa)

Getränkeunternehmen Hinter diesen Produkten steckt Coca-Cola

Coca-Cola ist wohl die bekannteste Marke der Welt. Zu dem Unternehmen gehören aber noch jede Menge andere Produkte. So verdient der Konzern Geld mit deinem Durst.
  • Jana Glose
25.07.2019 - 10:50 Uhr Kommentieren

Dieser Artikel ist am 25. Juli 2019 bei Orange - dem jungen Portal des Handelsblatts - erschienen.

Ein gemütlicher Grillabend bei Freunden. Neben gutem Essen dürfen die Getränke auf keinen Fall fehlen. Auf dem Tisch stehen neben kühlem Bier: Cola, Fanta, Sprite und Lift-Apfelschorle.

Dazu Wasser von Apollinaris oder Vio und für die Fitnessfraktion eine Flasche Powerade. Prost – das alles sind Produkte des größten Getränkeunternehmens der Welt: der „The Coca-Cola Company“.

Coca-Cola Produkte: Bei diesen 15 Marken trinkst du Coca-Cola

Weltweit gehören dem amerikanischen Unternehmen mehr als 500 Marken für Getränke ohne Alkohol. Stell dir vor: Von den 60 Milliarden Getränken, welche die Weltbevölkerung täglich konsumiert, gehen fast zwei Milliarden auf das Konto von Coca-Cola. In jedem Land der Welt – bis auf Kuba und Nordkorea – gibt es Produkte des amerikanischen Unternehmens.

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    Das Sortiment von Coca-Cola teilt sich in vier große Bereiche:

    • Erfrischungsgetränke mit Kohlensäure: 70 Prozent (Coca-Cola, Sprite oder Fanta)
    • Wasser und Sportgetränke: 18 Prozent (Vio, Apollinaris oder Powerade)
    • Säfte, Milchprodukte und pflanzliche Getränke: 8 Prozent (u.a. Minute Maid)
    • Tee- und Kaffeegetränke (fuzetea).

    Coca-Cola Produkte: Welche Marken gehören zum Sortiment?

    Coca-Cola verändert und erweitert das Sortiment ständig. Neben neuen Erfindungen kauft Coca-Cola auch Anteile an anderen Getränkeherstellern. So besitzt Coca-Cola 90 Prozent der Unternehmensanteile der Smoothie-Marke innocent sowie 17 Prozent am Energydrink-Hersteller Monster und ist für den Verkauf der Produkte verantwortlich.

    Coca-Cola macht 2018 weniger Umsatz aber mehr Gewinn

    2018 machte Coca-Cola nach eigenen Angaben weltweit einen Umsatz von rund 31,9 Milliarden Dollar (rund 28,3 Milliarden Euro). Das bedeutet: In den fünf Minuten, in denen du eine Cola trinkst, nimmt die Firma dahinter rund 270.000 Euro ein.

    Ein Viertel des Umsatzes stammt allein aus Nordamerika, der Heimat von Coca-Cola. Dort wird sie nur als „Coke“ bezeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Einnahmen um etwa zehn Prozent zurück.

    Der reine Gewinn von Coca-Cola lag 2018 weltweit bei rund 6,4 Milliarden Dollar. Operativ (also ohne Sondereffekte, Zinsen und Steuern) verdiente der Konzern rund 8,7 Milliarden Dollar, das sind 14 Prozent mehr als 2017.

    Coca-Cola steigert Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal 2019

    Noch einmal zum Verständnis: Während du eine Cola trinkst, verdient das Unternehmen rund 70.000 Euro. Das gilt aber nur, wenn man sich die Geschäftszahlen für die ganze Welt anschaut – die sind tiefschwarz wie das koffeinhaltige Erfrischungsgetränk.

    Von April bis Juni 2019 hat Coca-Cola deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. In den drei Monaten machte der Konzern nach eigenen Angaben rund 2,6 Milliarden Dollar Gewinn (plus 13 Prozent). Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf zehn Milliarden Dollar. Das größte Wachstum verbuchte das Unternehmen bei Getränken mit weniger oder ganz ohne Zucker.

    Welche Produkte von Coca-Cola gibt es in Deutschland?

    In Deutschland waren die Geschäftsberichte von Coca-Cola zuletzt nicht so prickelnd. Coca-Cola in Deutschland hat seinen Hauptsitz in Berlin und läuft unter dem Namen „Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH“. Die deutsche Tochtergesellschaft beschäftigt gut 8500 der weltweit 61.000 Mitarbeiter (Stand: 2017).

    Laut des Geschäftsberichts im Bundesanzeiger machte Coca-Cola in Deutschland 2017 einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro. Das heißt: Etwa acht Prozent der Einnahmen von Coca-Cola weltweit kommen vom deutschen Markt. Während das Unternehmen über alle Länder betrachtet sehr gut verdient, stand bei Coca-Cola in Deutschland zuletzt nur ein Mini-Gewinn von 28,3 Millionen Euro in der Bilanz.

    Nach eigenen Angaben vertreibt Coca-Cola in Deutschland „80 verschiedene Produkte von Erfrischungsgetränken mit und ohne Zucker über Wasser, Schorlen, Säfte, Nektare bis hin zu Tee- und Kaffeegetränken“. Laut der Internetseite zählen aktuell folgende 17 Marken zum Coca-Cola-Sortiment in Deutschland:

    • Coca-Cola
    • Coca-Cola light
    • Coca-Cola Zero Sugar
    • Fanta
    • Mezzo mix
    • Powerade
    • Sprite
    • Apollinaris
    • Chaqwa
    • Lift Apfel-Schorle
    • Vio (Bio Limo, Schorle, Mineralwasser)
    • Fuze Tea
    • Adez
    • Glacéau smartwater
    • Honest Bio Tee
    • Honest Bio Limonade
    • Aquarius

    Die Geschichte von Coca-Cola

    Die Erfolgsgeschichte von Coca-Cola beginnt vor über 130 Jahren mit einem Zufall: Der amerikanische Arzt und Apotheker John Pemberton erfindet 1886 einen Sirup, der Kopfschmerzen und Müdigkeit vertreiben soll. Gemixt mit Wasser entsteht daraus das Getränk Coca-Cola.

    Der Name bezieht sich auf zwei Inhaltsstoffe: die Kokapflanze sowie die koffeinhaltige Kola-Nuss. Aus einigen Sorten der Kokapflanze wird die Droge Kokain hergestellt. Die Droge wurde zu der Zeit als Mittel für lokale Betäubung, Kopfschmerzen oder gegen Husten angewandt. Bis 1906 soll das Getränk Koks enthalten haben. Pembertons Buchhalter, Frank Robinson, wandelte die „K“s in schwungvollere und modernere „C“s und entwarf den Namen Coca-Cola sowie den bis heute nahezu unveränderten Schriftzug.

    Was als Medikament gedacht ist, wird in den USA schon bald zu einem Verkaufshit in Bars, wo man es für nur fünf Cent pro Glas kaufen kann. Zwei Jahre nach der Erfindung kauft der Unternehmer Asa Candler für gerade einmal 2300 Dollar die Rechte an Coca-Cola und gründet vier Jahre später, 1892, die The Coca-Cola Company. Die Nachfrage nach Coca-Cola steigt in den USA immer weiter.

    Ab 1899 vergibt die The Coca-Cola Company die Lizenz zum Abfüllen von Coca-Cola an selbständige Unternehmer. Denn das Unternehmen möchte seine Getränke dort herstellen, wo die Produkte auch verkauft werden. Das bedeutet, dass mit lokalen Unternehmen Abfüllverträge geschlossen werden. Diese sogenannten Konzessionäre dürfen durch den Vertrag die Produkte der The Coca-Cola Company produzieren, abfüllen und in ihrer Region verkaufen.

    Wurde die Fanta in Deutschland erfunden?

    Nach Deutschland kommt Coca-Cola erst 1929. Hier wird es durch zwei Tochterunternehmen vertreten: Die Coca-Cola GmbH sowie die Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP DE). Während die Coca-Cola GmbH unter anderem für das Marketing und Produkt- und Packungsentwicklung zuständig ist, verantwortet die CCEP DE als Konzessionär die Herstellung und den Vertrieb der Getränke.

    Was in Deutschland heute kaum noch jemand weiß: Das Kultgetränk Fanta hat deutsche Wurzeln. Während des Zweiten Weltkriegs kam es in Deutschland zur Rohstoffknappheit bei der Herstellung von Coca-Cola. Max Keith, damals Geschäftsführer der Coca-Cola GmbH in Essen, bat seinen Chef-Chemiker Wolfgang Scheteling, eine Alternative zu entwickeln.

    Aus Molke und Apfelfruchtfleisch mischte dieser die erste Fanta. Geschmacklich hatte sie allerdings wenig mit der heutigen Fanta zu tun. Die Fanta mit Orangengeschmack, wie wir sie heute kennen, entstand in Italien und kam 1959 nach Deutschland. Seitdem gibt es neben der klassischen Fanta viele verschiedenen Geschmacksrichtungen.

    Hat Coca-Cola den Weihnachtsmann erfunden?

    Neben den vielen Produkten, die wir von Coca-Cola kennen, ist der Mythos vom Weihnachtsmann das, was wohl als erstes mit Coca-Cola in Verbindung gebracht wird. So viel vorweg: Der Weihnachtsmann ist keine Erfindung von Coca-Cola.

    Die Idee vom Weihnachtsmann geht auf den Bischof Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert in der heutigen Türkei lebte, zurück. Als gütiger und großzügiger Mann half er einem armen Mann in seinem Dorf.

    Im Laufe der Jahre entwickelten sich auf dieser Basis viele verschiedene Bräuche und Legenden. Auch das Aussehen der Figur änderte sich immer wieder. Und hier kommt Coca-Cola ins Spiel. Erstmals setzte The Coca-Cola Company 1920 einen Weihnachtsmann in der Weihnachtswerbung ein. Damals aber noch mit anderem Aussehen.

    Die heute bekannte Figur des Coca-Cola Santa Claus entstand dann 1931. Verantwortlich für sein Aussehen ist der Cartoonist Haddon Sundblom. Er entwarf den Gesichtsausdruck und den weißen Bart und kleidete ihn in den Coca-Cola Farben Rot und Weiß.

    Auch heute noch setzt Coca-Cola in der Weihnachtszeit auf den rot-weißen Santa Claus, den sicher alle aus der Werbung kennen, um sein bis heute berühmtestes Produkt, die Coca-Cola, zu vermarkten.

    Mehr: Coca-Cola streicht Stellen und nimmt Apollinaris aus dem Regal.

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