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Gewerkschaft EVG droht der Bahn mit Abbruch der Tarifgespräche

Am Donnerstag sprechen die Bahn und die EVG erneut miteinander. Falls sie keine Einigung finden, will die Gewerkschaft die Verhandlungen abbrechen.
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Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft und die Deutsche Bahn konnten bereits Kompromisse zu Arbeitszeiten und Zulagen finden. Quelle: dpa
Proteste der EVG

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft und die Deutsche Bahn konnten bereits Kompromisse zu Arbeitszeiten und Zulagen finden.

(Foto: dpa)

BerlinIn den Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn dringt die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auf eine rasche Einigung und droht mit einem Abbruch der Gespräche. In der für diesen Donnerstag bis Samstag geplanten Verhandlungsrunde müsse ein Abschluss erzielt werden, „oder wir brechen die Verhandlungen ab“, sagte die EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba am Mittwoch.

Die Bahn will von Donnerstag an in Hannover an zwei getrennten Orten Verhandlungen sowohl mit der EVG als auch der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) führen.

„Wir nähern uns langsam der Schlussphase dieser Runde“, sagte eine Bahnsprecherin. „Alle Seiten haben sich in vielen Punkten angenähert und zum Beispiel ordentliche Kompromisse zur Arbeitszeit oder zu den Zulagen gefunden. Auch zum Thema Wahloptionen sind Lösungen möglich.“

Sie bezog sich dabei auf eine der Hauptforderungen der EVG. Die Gewerkschaft dringt darauf, dass die Arbeitnehmer auch bei der nächsten Lohnerhöhung die Möglichkeit haben, statt des zusätzlichen Geldes mehr Urlaub oder eine Arbeitszeitverkürzung auszuwählen. Ein solches Wahlrecht für die jüngste Lohnerhöhung gibt es seit Anfang dieses Jahres.

Beide Gewerkschaften fordern 7,5 Prozent mehr Geld. Die EVG verlangt außerdem eine Erhöhung des Arbeitgeberanteils an der betrieblichen Altersvorsorge. Die Bahn will in der bevorstehenden Runde ein „Gesamtangebot“ vorlegen und hält eine Einigung vor Weihnachten weiterhin für möglich. Rusch-Ziemba sagte, wenn es zu keiner Einigung komme, werde man die Mitglieder „zu weiterreichenden Aktionen aufrufen“.

  • dpa
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