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Gewerkschaft EVG Kein Bahn-Streik bis zum 12. Dezember

Reisende müssen bis zum 12. Dezember keine Streiks der Eisenbahner-Gewerkschaft EVG fürchten. Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn wurde für diesen Tag eine neue Verhandlungsrunde vereinbart.
27.11.2014 - 13:04 Uhr Kommentieren
Die Gewerkschaft EVG sieht vorerst von weiteren Streiks ab. Quelle: dpa

Die Gewerkschaft EVG sieht vorerst von weiteren Streiks ab.

(Foto: dpa)

Berlin Die Eisenbahner-Gewerkschaft EVG sieht bis zur nächsten Tarifrunde mit der Deutschen Bahn am 12. Dezember von Streiks ab. EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba erklärte am Donnerstag, die Gewerkschaft weite ihre Beratungen über das Angebot der Bahn aus. Am 3. Dezember würden daher nicht nur die Tarifkommission, sondern auch der Bundesvorstand in einer gemeinsamen Sitzung in Frankfurt das Angebot erörtern und das weitere Vorgehen festlegen.

Zuvor hatte die EVG damit gedroht, sie könnte schon ab dem 3. Dezember mit Warnstreiks beginnen. Bislang hat im Tarifstreit der konkurrierenden Gewerkschaften EVG und GDL nur die Lokführer-Gewerkschaft GDL den Staatskonzern mehrmals in diesem Jahr bestreikt.

Am vergangenen Freitag hatte die Bahn getrennte Tarifverhandlungen mit den beiden Gewerkschaften geführt und ihnen dabei ein rund 600-seitiges Angebot vorgelegt. Beide Arbeitnehmervertretungen verwarfen die Offerte zunächst. Für den 12. Dezember vereinbarten Bahn und EVG eine neue Verhandlungsrunde. Die GDL verhandelt schon am 28. November erneut mit der Bahn.

Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Lohn, 37 statt 39 Stunden Wochenarbeitszeit sowie bessere Schichtpläne. Die EVG will für ihre Mitglieder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber eine Steigerung der Gehälter um 150 Euro. Kern des Konfliktes ist aber, dass die GDL nicht mehr wie früher allein für die rund 20.000 Lokführer, sondern auch für ihre Mitglieder unter den rund 17.000 Zugbegleitern, Bordrestaurant-Personal und Rangierführern eigene Verträge abschließen will. Die EVG will nun im Gegenzug zum GDL-Vorstoß auch für die Lokführer unter ihren Mitgliedern sprechen. Die Bahn lehnt verschiedene Verträge für dieselbe Beschäftigtengruppe jedoch ab.

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