Gewinnprognose gefährdet Fraport hat Angst vor weiteren Streiks

Der Gewinn des Flughafenbetreibers Fraport ist eingebrochen. Schuld sind vor allem Schnee und Streiks. Beides führte zu weniger Passagieren. Fraport setzt nun auf Einkaufsmöglichkeiten im Terminal.
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Davor fürchtet sich Fraport: Auch wegen streikenden Lufthansa-Mitarbeitern ist der Gewinn des Flughafen-Betreibers schlechter ausgefallen. Quelle: Reuters

Davor fürchtet sich Fraport: Auch wegen streikenden Lufthansa-Mitarbeitern ist der Gewinn des Flughafen-Betreibers schlechter ausgefallen.

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FrankfurtStreiks, Schneestürme und Abschreibungen auf einen Terminal-Anbau am Frankfurter Flughafen haben den Gewinn des Airport-Betreibers Fraport im ersten Quartal deutlich geschmälert. Das Nettoergebnis brach um 70 Prozent auf 4,5 Millionen Euro ein, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

Im April setzte sich der Rückgang der Passagierzahlen am größten deutschen Flughafen fort: Die Zahl der Reisenden sank um 2,2 Prozent – auch, weil wiederum ein Streik der Lufthansa – Mitarbeiter den Flugverkehr einen Tag lang fast komplett lahm legte. „Sollte es im Jahresverlauf zu weiteren Streikmaßnahmen den Flugbetrieb betreffend kommen, könnte die tatsächliche Verkehrs- und Ergebnisentwicklung insbesondere am Standort Frankfurt von der Prognose abweichen“, warnte Fraport.

Ein Wintereinbruch und Streiks hatten im ersten Quartal zu vielen Flugausfällen in Frankfurt geführt - die Zahl der Passagiere sank um zwei Prozent auf 11,9 Millionen. Etwa die Hälfte der Rückgänge war streik- und witterungsbedingt. Die andere Hälfte war der schwachen Konjunktur geschuldet, die das Urlaubsbudget vieler Menschen schmälert und die Firmen Reisekosten sparen lässt.

Für das Gesamtjahr rechnet Fraport weiter mit stagnierenden Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen und sieht eine leichte Belebung der Konjunktur. "Bei der Einschätzung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in Deutschland gehen wir im Jahresverlauf von einer leichten Verbesserung aus", erläuterte Konzernchef Stefan Schulte. Eine echte Trendwende mit "entsprechender stimulierender Wirkung auf den Luftverkehr" erwarte er für 2013 aber noch nicht. Für das Gesamtjahr rechnet Fraport mit einem Umsatzplus von bis zu fünf Prozent, aber gleichzeitig sinkenden Gewinnen.

Bei der Prognose steigender Umsätze setzt Fraport vor allem auf höhere Einnahmen aus dem Ladengeschäft. Der im Herbst 2012 eröffnete Terminal-Anbau am Frankfurter Flughafen bringt weitere Einkaufsmöglichkeiten, bei denen Fraport mitverdient. Schon im ersten Quartal profitierte der Konzern davon: Der Umsatz stieg - auch wegen der Erhöhung der Flughafengebühren - um 2,3 Prozent auf 550 Millionen Euro.

Die im Nebenwerteindex MDax notierten Fraport-Aktien gaben am Vormittag ein Prozent auf 46 Euro nach.

  • rtr
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